Justus Hollatz und Max DiLeo (von links): Weiter geht's in Crailsheim (Foto: Lobeca/Roberto Seidel)

Bayreuth – Nach deutlichem Rückstand gelang die Aufholjagd, doch eine entscheidende Wende blieb aus – die Hamburg Towers verloren bei medi Bayreuth mit 83 (34:47).

Weil Kameron Taylor, ebenso wie Bryce Taylor und Marvin Ogunsipe, verletzt aussetzen mussten, sah sich Pedro Calles gezwungen, seine in den letzten acht Partien etablierte Starting Five zu verändern. Doch die Anfangsformation fand schnell in die Partie. Mit einem Posterdunk gegen Nationalmannschaftskollege Seiferth setzte Justus Hollatz, nominiert für den Award „Bester deutscher Nachwuchsspieler“, das erste Highlight. Anschließend kam auch Bayreuth in die Partie. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich gelang es den Towers aber erneut, sich ein kleines Polster zu erarbeiten – nach zehn Minuten führten die Hamburger 20:16. Mit drei schnellen Punkten knüpfte der mit dem Start ins zweite Viertel eingewechselte Patrick Spencer an. Fortan hatten die Towers dann allerdings deutliche Probleme zu weiteren Punkten zu kommen. Die Gastgeber spielten sich, angeführt von dem erst 19-jährigen Bruhnke – der bis zur Halbzeit zehn Punkte erzielte –, in einen Rausch, wirkten auch defensiv deutlich präsenter als noch im Anfangsviertel. Auch sechs Zähler von Maik Kotsar zum Anschluss sowie zwei Auszeiten von Pedro Calles konnten das Momentum nicht stoppen. Mit 31:14 ging das zweite Viertel deutlich an Bayreuth – Hamburg lag zur Halbzeit 34:47 zurück .

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Nach dem Seitenwechsel gelang es den Towers kurzzeitig den Rückstand in den einstelligen Bereich zu drücken, nur um nach zwei schnellen Bayreuther Dreiern mit dem größten Rückstand des Abends konfrontiert zu sein. Angeführt von TJ Shorts und Jordan Swing gelang es den Hamburger jedoch, sich schnell vom 17-Punkte-Defizit zu erholen. Ein Distanztreffer von Bartley unterbrach die Aufholjagd – mit 70:62 ging es in die entscheidenden zehn Minuten. Das Team von Pedro Calles verteidigte stark, forcierte vier Bayreuther Ballverluste in Folge und nutzte ihr Momentum, um den Ausgleich herbeizuführen (72:72). Da allerdings erst die Struktur in der Offensive und dann auch die Zuordnung in der Defensive verloren gingen, konnte sich das Team von Pedro Calles für den harten Kampf zurück in die Partie nicht belohnt. Stattdessen gelang es den Oberfranken, sich wieder abzusetzen. Weitere Aufholversuche der Towers scheiterten, der 90:83-Endstand bedeutete zeitgleich die elfte Niederlage.

Kurzer Schnack nach dem Spiel:

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Pedro Calles: „Gratulation an Bayreuth und Coach Korner zum Sieg. Wir sind natürlich nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Aber ich denke, meine Spieler haben hart gekämpft. Wir haben ein Spiel verloren, bei dem wir drei Viertel für uns entscheiden konnten. Wir haben uns in den letzten Minuten des zweiten Viertels ein riesiges Loch gegraben, dennoch ist uns beim 72:72 noch einmal der Ausgleich gelungen. Uns steht noch ein harter Weg bevor, viele Spieler fehlen uns. Das beeinflusst uns im Spiel, aber vor allem auch im Training. Wir arbeiten so gut wie wir derzeit können, die Ausfälle schmerzen.“

Justus Hollatz: „Im zweiten Viertel haben wir vorn nichts mehr getroffen, haben uns zu sehr über unsere Fehlwürfe und Turnover geärgert. So waren wir in der Defensive unachtsam, Bayreuth hatte offene Dreier und einfache Layups. Das darf uns nicht passieren. Sicherlich hat Kameron heute gefehlt. Aber unsere Mentalität ist, dass dann der nächste Mann aufrückt. Das hat zu großen Teilen auch funktioniert, Bayreuth hat viele Würfe zum Ende der Shotclock getroffen – vor allem in der zweiten Hälfte. Aber damit müssen wir leben. Die Enttäuschung ist jetzt groß, aber wir müssen das Spiel abhaken. Am Sonntag geht es gegen Crailsheim.“

Towers-Statistiken: Shorts (14 Punkte, 6 Ass.), Swing (11, 5 Ass.), DiLeo, Rich (3), Kotsar (23, 4 Reb.), Richter (2), Hollatz (4, 6 Ass.), Allen (12), Cuthbertson (11, 4 Reb.), Spencer (3) (PM Towers)

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