Foto: Fishing4/Marcel Krause

Bargteheide – Kurzzeitig durften die TSV Bargteheide Bees an eine weitere Überraschung in der 2. Basketball Regionalliga Nord glauben, doch nach einem verkorksten zweiten Viertel kassierten die Bienen letztlich eine 80:87 (34:49)-Niederlage gegen den Titelkandidaten Rot-Weiss Cuxhaven.

Die Rollenverteilung vor dem fünften Heimspiel der Saison war klar: Bargteheide spielt um den Klassenerhalt, musste zudem auf die verletzten Nico Schümann und Lukas Fleischhauer sowie kurzfristig auf den erkrankten Boris Heimann verzichten. Cuxhaven auf der anderen Seite will den direkten Wiederaufstieg in die 1. Regionalliga und trat in Bestbesetzung – also mit vier Ex-Profis – an.

Die Gäste begannen entsprechend und zogen schnell auf 12:4 (3. Minute) davon. Dann jedoch fanden auch die Bees immer besser ins Spiel, zeigten teils tollen Team-Basketball. Vor allem der an diesem Tag offensiv überragende Steffen Hönicke war nicht zu stoppen: 12 seiner insgesamt 31 Punkte erzielte der Forward im ersten Viertel. Weil Tobias Schümann noch zwei Dreier beisteuerte, gingen die Hausherren mit einer knappen Führung in die erste Viertelpause (20:19).

Nach dieser stellte Cuxhaven von Zonen- auf Mann-Verteidigung um – und brachte die Bees-Offensive damit aus ihrem starken Rhythmus. Vor allem leichtfertige Ballverluste machten es den Cuxhavenern einfach, immer wieder Fastbreak-Punkte zu erzielen. Ein 12:0-Run der Gäste zu Beginn des zweiten Viertels ebnete den Weg zu einer deutlichen Pausenführung (49:34).

Nach der Pause schonten die Cuxhavener zeitweise ihre vier Ex-Profis (Deon und Darron McDuffie, Eddie Seward und Andreas Hasenkamm), Bargteheide gelang es dennoch zunächst nicht, den Rückstand zu verringern. Erst im Schlussabschnitt kam noch einmal Hoffnung auf, als man erst auf 63:71 (34.) und nach einem Cuxhavener Run nochmal auf 73:82 (37.) herankam. Highlight war dabei ein krachender Slam Dunk von Hönicke, der die rund 150 Zuschauer in der KGB-Halle begeisterte.

Hönicke mit einem Dreipunktspiel und Beckmann verringerten den Rückstand nochmals (78:84). Doch für eine erfolgreiche Aufholjagd war zu wenig Zeit auf der Uhr (35 Sekunden), den Bees gelang kein Dreier mehr und Deon McDuffie machte an der Freiwurflinie alles klar für Cuxhaven.

Für die Bees gab es nach Spielende noch eine weitere schlechte Nachricht: Drazen Bogicevic war im Spiel umgeknickt, der linke Fuß stark angeschwollen. Sein Einsatz in den letzten beiden Spielen vor der Weihnachtspause ist damit fraglich.

Said Ghalamkarizadeh (Trainer TSV Bargteheide Bees): „Gegen ein Team wie Cuxhaven knapp zu verlieren ist sicherlich keine Schande. Ich will das Ergebnis aber nicht überbewerten. Als es am Ende nochmal ein wenig enger wurde, hat Cuxhaven den Sieg souverän nach Hause gebracht. Ich bin aber stolz auf meine Mannschaft, dass sie wieder Charakter gezeigt hat und bis zur letzten Sekunde 100 Prozent gegeben hat.“

Bargteheide bleibt mit einer Bilanz von 3:6 Siegen Tabellenneunter, liegt nun aber nur noch knapp vor Blau-Weiß Ellas (ebenfalls 3:6). Der Aufsteiger gewann im Abstiegskampf zuhause gegen den Vorletzten BG Hamburg-West (nun 1:8). 12. und damit Schlusslicht bleibt der TSV Kronshagen (1:8). Auch das Mittelfeld ist enger zusammengerückt, da Ebstorf (5:4), Bramfeld (4:4) und Walddörfer (4:5) Niederlagen kassierten und nur Itzehoe (4:4) gewinnen konnte. Souveräner Spitzenreiter ist weiterhin der EBC Rostock (7:1).

Ein ganz schweres Auswärtsspiel erwartet die Bees am zweiten Advent. Dann geht es zum Überraschungsteam der Holstein Hoppers. Die Pinneberger feierten zuletzt fünf Siege in Serie, stehen mit einer Bilanz von 7:2 sogar auf dem zweiten Platz. Zudem gab es in der vergangenen Saison eine heftige Klatsche für Bargteheide bei den Hoppers. Vorgewarnt ist das Team von Coach Ghalamkarizadeh also zu 100 Prozent.

Bees – Cuxhaven 80:87 (20:19, 14:30, 17:18, 29:20)

Für Bargteheide spielten: Steffen Hönicke (31 Punkte, 3 Dreier), Vincent Beckmann (13, 1 Dreier), Jacob Gäde (12, 1 Dreier), Tobias Schümann (12, 2 Dreier), Fabian Kleveman (8), Moritz Hansen (2), Sebastian Wichmann (2), Drazen Bogicevic, Jonathan Schwardt – nicht eingesetzt: Gregor Krönke, Maximilian Rau

(PM)

Hinterlasse einen Kommentar

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei