Şükran Gencay und ihr Vorgänger Said Ghalamkarizadeh. Foto: TSV Bargteheide Bees

Bargteheide – Die TSV Bargteheide Bees haben die wohl beste Trainerin im deutschen Herrenbereich für sich gewinnen können. Şükran Gencay übernimmt die 1. Herren. Damit verbunden ist auch die endgültige Entscheidung, das Aufstiegsrecht für die 1. Regionalliga Nord wahrzunehmen.

„Die ansteckende Begeisterung und Leidenschaft der Bees sowie die sportliche Herausforderung haben den Ausschlag gegeben, warum ich mich für Bargteheide entschieden habe“, sagt Gencay, die zuletzt den Eimsbütteler TV in der Pro B, der dritthöchsten Spielklasse, gecoacht hat. „Es ist ein sehr stabiles Fundament vorhanden und ich möchte mit meiner Erfahrung dem Team und Verein helfen, auch die nächsten Hürden zu meistern.“

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Kontakt durch Vorgänger

Der Kontakt zur 36-jährigen Gencay kam ausgerechnet über ihren Vorgänger Said Ghalamkarizadeh zustande. Nach dem letzten Saisonspiel des ETV unterhielten sich die beiden kurz. Daraus entwickelten sich weitere Gespräche und schließlich ein Treffen zwischen der B-Lizenz-Inhaberin mit Mannschaft und Abteilungsleitung der Bees.

„Die Aussicht, Şükran als Trainerin gewinnen zu können, hat auch bei uns noch einmal einen Schub ausgelöst“, sagt Abteilungsleiter Jan Böh. Zuvor war nicht klar, ob das Aufstiegsrecht wahrgenommen werden würde. „Aber Sükran bringt uns mit ihrem Know-how und ihrer Professionalität auf ein neues Level. Nicht nur die 1. Mannschaft, sondern der gesamte Basketball in Bargteheide wird davon profitieren.“

Gencays Verpflichtung sorgte für einen Domino-Effekt. Durch die Zusage bestätigte ein Sponsor seine Zusage für ein Engagement. Außerdem gab es einige großzügige Spenden, die dabei helfen, den Etat für die 1. Regionalliga stemmen zu können. „Wir sind unseren Partnern und den vielen privaten Spendern extrem dankbar. Es ist unglaublich, wie groß die Unterstützung ist“, sagt Böh. Bislang konnten rund 32.000 Euro von geplanten 50.000 Euro erreicht werden.

Tryout geplant

Gencay hatte zuvor mit dem Eimsbütteler TV eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte geschrieben. In nur acht Jahren führte sie die Herren-Mannschaft von der untersten Liga, der Kreisliga Hamburg, in die Pro B, der dritthöchsten Klasse im deutschen Basketball. Gencay wurde so zur höchstklassigen weiblichen Headcoach im Herrenbereich. Dieser Erfolg wird auch nicht durch den Abstieg des ETVs in der abgelaufenen Saison geschmälert, schließlich trat der Amateurverein gegen etablierte Proficlubs an, die deutlich größere Möglichkeiten – vor allem finanziell – hatten.

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In Personalunion war die Hamburgerin, die als Spielerin viele Jahre selbst auch in der Regionalliga aktiv war, zudem Abteilungsleiterin. Begonnen hatte Gencay als Jugendtrainerin, insgesamt 15 Jahre war sie beim ETV tätig. Ihre Ämter beim Hamburger Stadtteilverein hatte sie zum Ende der abgelaufenen Saison niedergelegt.

Bei den Bees beginnt Gencay direkt mit der Arbeit. Bereits am 2. Juli wird ein Tryout abgehalten. Der offizielle Trainingsstart ist für den 1. August geplant.

Das Saisonziel hat die Trainerin klar definiert: „Ich will ein starkes Team zusammenstellen und formen, das mit gutem Basketball noch mehr Bargteheider und die Umgebung für diese tolle Sportart begeistert, Spaß hat und gleichzeitig die sportliche Herausforderung gemeinsam und erfolgreich anpackt.“

Ghalamkarizadeh wird Sportdirektor

Während Gencay das Traineramt übernimmt und sich ganz aufs Coaching konzentrieren kann, wird ihr Vorgänger Ghalamkarizadeh ab sofort Sportdirektor für die Herrenmannschaft. Dabei fungiert er unter anderem als Bindeglied zwischen Trainerin und Abteilungsvorstand, kümmert sich um den Aufbau professionellerer Strukturen und koordiniert die zahlreichen organisatorischen Aspekte rund um die 1. Regionalliga.

„Ich freue mich sehr über den neuen Aufgabenbereich und die Zusammenarbeit mit Şükran. Ich verfolge ihre Laufbahn schon sehr lange und war oft als Fan bei den Spielen ihrer Mannschaft“, sagt der 43-Jährige. „Dass sie nun Trainerin unserer Bees wird, ist einfach fantastisch und motiviert alle, noch besser zu werden.“

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