0:3 im direkten Kellerduell: Putlos-Abstieg rückt näher

Großenbrode gastiert im Nachholspiel

Die SpVgg Putlos bestritt am Dienstagabend ein Nachholspiel gegen den Raisdorfer TSV. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Dannau – Das Osterwochenende steht vor der Tür und somit auch einige Nachholspiele. Die Kreisliga Ost hat davon einige, sodass bereits am Dienstagabend das erste Duell anstand. Der Tabellenletzte traf auf den Vorletzten. Am Ende des Abends war es eine klare Angelegenheit. Zudem geht der Blick auf den Donnerstagabend, denn dann steht das nächste Nachholspiel an.

SpVgg Putlos – Raisdorfer TSV 0:3 (0:2)

Es war die womöglich letzte Chance für die SpVgg Putlos, um nochmal minimale Hoffnung auf den Klassenerhalt zu ernten. Das erste von zwei Spielen gegen den Tabellennachbarn Raisdorfer TSV stand auf dem Programm und somit ein Spiel, das dringend gewonnen werden musste. Beide Mannschaften waren zuvor im neuen Jahr noch ohne einzigen Punkt, sodass diese Partie für beide von enormer Bedeutung war. Mit einem Sieg sollte die erhoffte Serie starten, die es benötigt, um nochmal über den Strich zu schielen. Die SpVgg musste dabei auf den gesperrten Torhüter Rico Stricker verzichten, der im Spiel gegen die SG Insel Fehmarn die Rote Karte sah. Vertreten wurde er von Dominik Siemes im Tor. Ansonsten lag die Hoffnung auf den Schultern von Flügelflitzer Philipp „Bomber“ Kruse und Marten Ruge im Sturm. Auf der Gegenseite stand vor allem der Torjäger Marvin Braun im Fokus, der in der bisherigen Spielzeit bereits elf Treffer erzielte.

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Putlos wollte den zweiten Saisonsieg gegen den Tabellennachbarn einfahren. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Die Anfangsphase ging an die Gäste, die direkt zeigten, wie wichtig diese Partie war. Mit mehr Ballbesitz und ersten Annäherungen meldete sich der Raisdorfer TSV in diesem Spiel an. Die ersten Abschlüsse forderten Keeper Siemes, doch so richtig zwingend waren sie noch nicht. Putlos operierte mit vielen langen Bällen und dem Tempo des besagten Kruse, womit man zwar in die Nähe des gegnerischen Sechzehners kam, doch noch nicht so richtig zwingend. Dies sah nach der Anfangsphase auf der anderen Seite anders aus. Raisdorf wurde gefährlicher und näherte sich der Führung. Diese fiel nach zwölf Minuten. Nicklas Howe (12.) tauchte vor Siemes auf und traf eiskalt zur Gästeführung. Großer Jubel herrschte beim Tabellenfünfzehnten, der gut ins Spiel kam. Putlos wurde im Anschluss mutiger und versuchte es, doch oftmals war die Elf von Jens Martens im letzten Drittel zu ungenau. Aussichtsreiche Offensivmomente verpufften durch ungenaue Zuspiele oder aber der Abschluss ging kläglich vorbei. So war die Gästeführung noch nicht wirklich gefährdet.

Der Raisdorfer TSV ging früh mit 2:0 in Führung. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Nach rund 20 Minuten spielte Raisdorf es schnell durch die Mitte, anschließend hob Oliver Volk (21.) den Ball über Siemes zum 2:0. Es wurde nicht einfacher für die Ostholsteiner, die in der Defensive keine gute Figur machten. Im Anschluss wurde der Gast passiver, ließ die Heimmannschaft mehr das Spiel machen. Diese versuchte es, kam nun auch zu gefährlicheren Abschlüssen, doch RTSV-Schlussmann Kevin Hesse musste sich noch nicht oft auszeichnen. Dies sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Martens reagierte und brachte mit Kevin Bähr und Hannes Görtz zwei neue Spieler ins Spiel. Man wurde zwingender und prüfte nun auch vermehrt den Schlussmann des Aufsteigers. Der Anschlusstreffer, der neue Hoffnung entfacht hätte, blieb allerdings aus. Stattdessen boten sich mehr Räume für Raisdorf, die genutzt wurden. Dragan Mitrovic (64.) machte den Deckel endgültig mit dem 3:0 drauf. Die Messe war gelesen und es war klar, dass es für die SpVgg auch im 18. Spiel keinen Sieg mehr geben würde. Der Ehrentreffer lag zwar noch in der Luft, doch an diesem Abend fehlte selbst im Abschluss das Glück. Ein indirekter Freistoß prallte aus kurzer Distanz an die Latte. Auf der Gegenseite bot sich mehrfach die Chance auf das vierte Tor, doch diese wurde mehrfach leichtfertig vergeben. Dennoch durfte der Raisdorfer TSV einen verdienten Auswärtssieg an der Strandstraße feiern. Insgesamt war die Mannschaft von Dennis Schmidt die bessere Mannschaft, denn sobald sie den Druck erhöhten, konnte die SpVgg wenig entgegenwirken. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt nun noch acht Punkte bei zwei Spielen weniger als der aktuelle Tabellensechzehnte TSV Lütjenburg. Putlos dagegen muss sich so langsam damit abfinden, dass es ab Sommer in die Kreisklasse A gehen wird. Fünf Zähler aus 19 Spielen sind einfach zu wenig und nun wurde auch noch das wichtige Kellerduell deutlich verloren.

Putlos zeigte im Laufe der Partie zwar eine Leistungssteigerung, doch verlor am Ende dennoch verdient mit 0:3. Foto: Lobeca/Niklas Runne

TSV Klausdorf II – SV Großenbrode (Do., 19.30 Uhr)

Der SV Großenbrode ist im neuen Jahr kaum wiederzuerkennen. Drei Siege aus vier Spielen ließen den Aufsteiger in der Tabelle klettern und den TSV Lütjenburg hinter sich lassen. Die Offensive hat sich enorm gesteigert und aktuell ist das Momentum einfach voll und ganz beim Team von Peter Thomm. Die Defensive steht zudem auch stabil, sodass ein direkter Wiederabstieg derzeit höchst unwahrscheinlich ist. Die aktuelle Form muss allerdings gehalten und in direkten Duellen gepunktet werden. Solch eines wartet am Donnerstagabend auf die Ostholsteiner. Es geht an den Aubrook, wo man mit dem TSV Klausdorf II eine Wundertüte empfängt. Dies war die Zweitvertretung bereits in der Vorsaison und auch in dieser Spielzeit weiß man oftmals nicht, was für ein Gegner gegenübersteht. Zuletzt zeigte die U23 verschiedene Gesichter. Mit drei Niederlagen ist man gestartet, wobei vor allem das 1:7 gegen den TSV Lensahn sehr enttäuschend war. Zuletzt zeigte die Formkurve allerdings wieder nach oben. Vier Punkte gegen die SG Dobersdorf (2:2) und die SG Dersau/Kalübbe (2:1) waren die perfekte Reaktion. Mit 17 Treffern ist Dennis Kahlert die Lebensversicherung des TSV. Der Angreifer war allerdings im neuen Jahr auch erst einmal erfolgreich. Zu Hause sammelten die Klausdorfer 15 ihrer insgesamt 23 Zähler, sodass man durchaus davon sprechen kann, dass sich die Elf von Jesper Grohmann zu Hause wesentlich wohler fühlt. Dies gilt auch für den SV Großenbrode, der die vergangenen vier Heimspiele allesamt gewann. Auswärts dagegen gab es nur ein Spiel in 2026 und dieses wurde verloren. Insgesamt gab es fünf Punkte aus acht Gastspielen. Nun soll diese Ausbeute erweitert werden, denn man hat eine große Chance am Donnerstagabend. Mit einem Sieg würde der Vorsprung auf den 14. Platz bei weniger Spielen bereits vier Punkte betragen und man wäre nicht nur am kommenden Gegner vorbei, sondern würde im besten Fall sogar bis auf Platz zehn klettern. Trainer Thomm sagte im Gespräch mit HL-SPORTS vor dem Nachholspiel: „Ich gehe mit ähnlichem Kader wie am Wochenende ins Spiel nach Klausdorf. Natürlich ist es eine zweite Mannschaft, daher weiß man nie, was einen erwartet, das sieht man ja immer wieder, daher lassen wir uns überraschen. Natürlich fahren wir nach Klausdorf, egal unter welcher Prämisse, wir wollen drei Punkte holen und alles andere wird sich zeigen.“

Großenbrode-Coach Peter Thomm möchte am Aubrook den Trend fortsetzen. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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