1. FC Phönix Lübeck gibt auf

0:5 gegen FC St. Pauli ziert nun die Geschichtsbücher

Jubel ohne Wert: Die Phönix-Punkte gegen St. Pauli II sind weg. Foto. Lobeca

Lübeck – Fair oder unfair, Recht oder Unrecht… Wen interessiert es? Zum Glück die meisten Menschen auf diesem Planeten. Beim 1. FC Phönix Lübeck ist der Glaube daran allerdings schwer erschüttert. Der Kampf um die drei Punkte aus dem sportlichen Sieg gegen den FC St. Pauli II in der Regionalliga Nord vom 27. August dieses Jahres ist beendet. Der Verein gab auf, „will nicht weiter vor Gerichten kämpfen“, wie die Adlerträger am Dienstag bekanntgaben.

Verband blieb hart

Der Jubel nach dem Heimsieg gegen die Kiez-Reserve war groß, doch dauerte nicht lange an. Die Hamburger legten Protest gegen die Wertung ein und kamen damit beim Norddeutschen Fußballverband (NFV) durch. Aus einem 2:1-Erfolg wurde am Grünen Tisch eine 0:5-Niederlage und die hat nun bestand.

Amtsgericht wiegelt ab

Bis zum Dienstag versuchten die Phönixer sich zu wehren, ihre Punkte “zurückzuholen“, ohne Erfolg. Nachdem man beim Verband durch alle Instanzen ging, wolle man vor dem Amtsgericht Bremen den Fall klären. Doch das Ordentliche Gericht gab zu verstehen, dass „es dem Begehren des Clubs nicht helfen könne“, wie es weiter heißt.

Kobert hätte nicht spielen dürfen

Michael Kobert war der Grund dafür, dass St. Pauli protestierte. Der Adler-Stürmer kam im zweiten Durchgang, stand zwar auf dem Spielberichtsbogen unter “Offizieller“, da er nicht auf der “Spielberechtigungsliste“ des NFV stand. Zu spät hatte man an der Travemünder Allee versucht ihn dort einzutragen. Das ist ärgerlich für den Club. Der Verband hatte aber keine Nachsicht, auch nicht, der Gegner, der vor der Partie von den FCP-Verantwortlichen nach deren Aussage darüber informiert wurde.

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„Wir kämpfen weiter für den Fußball“

Nun will der 1. FC Phönix das Thema auf dem nächsten Verbandstag auf die Tagesordnung bringen. Die Punkte sind allerdings weg. Geschäftsführer Frank Salomon sagt: „Wir mussten leider feststellen, dass wir mit unseren Argumenten vor Gericht nicht durchdringen konnten. Wir haben uns daher entschlossen, das Gerichtsverfahren nicht mehr fortzuführen. Unser Kampfgeist, gegen diese widersinnige und den Clubs die Spontanität nehmende Regel vorzugehen, ist aber ungebrochen. Wir werden daher alles versuchen, diese Regel auf dem nächsten Verbandstag zu Fall zu bringen. Wir kämpfen weiter für den Fußball, aber nicht mehr vor Gericht.“

Sportrechtler konnte nicht helfen

Dr. Paul Lambertz aus Düsseldorf, der zu den Top-Sportrechtsanwälten des Landes gehört, vertrat die Lübecker und er sagt: „Es zeigt sich leider wieder einmal, dass Recht und Gerechtigkeit nicht immer dasselbe sind. Der Weg, den der Klub gegangen ist, war aber absolut richtig. Es braucht immer Mutige, die auch mal bereit sind, Wege zu gehen, die sich sonst niemand traut. Ohne Mutige wird es keinen Wandel geben.“

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