
Lübeck – Der 1. FC Phönix Lübeck samt dem schleswig-holsteinischen Trainer des Jahres – Dinalo Adigo – befinden sich seit der Bekanntgabe nicht für die 3. Liga zu melden im freien Fall. Meisterschaft? Nein. Aufstieg? Will man eh nicht. Doch die Laune an der Travemünder Allee dürfte in der aktuellen Krise nicht besser werden. Am vergangenen Mittwoch “verloren“ die Adlerträger 1:1 bei Eintracht Norderstedt (HL-SPORTS berichtete). Das Unentschieden bei den Segebergern muss sich wie eine Niederlage angefühlt haben. In der 94, Minute fiel der Ausgleich des abstiegsbedrohten Regionalligisten. Ganz bitter.
„Es ist wie es ist“
Adigo sagte direkt danach auf der Pressekonferenz: „Ich muss mich erstmal sammeln. Das war zum Schluss nichts für schwache Nerven.“ Er gab zu, dass seine Mannschaft aktuell nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Der Phönix-Coach meinte: „Wir haben uns in das Spiel reingekämpft und sind verdient in Führung gegangen.“ Für ihn war dieses knappe Zwischenresultat wie ein „Tanz auf der Rasierklinge“. Den Handelfmeter für den Gegner konnte er nicht ganz akzeptieren. „Wir müssen das dann so hinnehmen“, fuhr er fort – und: „Mit dem Punkt müssen wir so oder so leben.“ Den Norderstedtern attestierte er eine gute Leistung: „Es ist wie es ist.“
Muffensausen vor dem Derby?
Am Ostermontag müssen die Lübecker den Bock allerdings endlich umstoßen. Es geht um 14 Uhr im Stadion Buniamshof gegen Kickers Emden. Platz acht ist in Gefahr, sollte es wieder keinen Sieg geben. Stadtrivale VfB Lübeck lauert nur zwei Punkte dahinter und in zwei Wochen ist das Derby.
Letzter Sieg am 1. November 2025
Was dem 1. FC Phönix aktuell seit einem halben Jahr fehlt – nämlich ein Sieg, kennen die Kickers seit vergangenem Donnerstag wieder. Die erste Niederlage gab es seit fast einem halben Jahr. Emden unterlag beim Bremer SV mit 0:4. Für Coach Stefan Emmerling wird es die Abschiedstour, denn er wird zur neuen Saison von Björn Lindermann ersetzt. Der letzte Adler-Erfolg liegt eine Woche weiter zurück: Das Adigo-Team gewann zuletzt am 1. November des vergangenen Jahres gegen den FSV Schöningen. 2:0 hieß es damals.
Trostpflaster bereits sicher
Kann sich Phönix also noch einmal aufraffen, oder geht die Talfahrt weiter? Ein Trost: Im Landespokalfinale steht man bereits und trifft dort wie vor zwei Jahren erneut auf den SV Todesfelde. Die internationale Verstärkung im Winter scheint am Flugplatz zumindest nicht den gewünschten Effekt gebracht zu haben.







