Lübeck – Am Ende jeder Saison stehen für viele Mannschaften richtungsweisende Spiele an. Teilweise sind es Millimeter, die über Auf- und Abstiege entscheiden. Gleiches gilt für die Schiedsrichter. Einige von ihnen pfeifen über 70 Partien im Jahr, in denen sie alles dafür tun, um ebenfalls den Sprung in eine höhere Spielklasse zu schaffen. Kriterien sind die entsprechenden Beobachtungsnoten, die Regelkenntnis und körperliche Fitness sowie die persönliche Eignung. Für die Schiedsrichterausschüsse gilt es in dieser Phase, alle Leistungen der Kandidaten zu analysieren und zu entscheiden, wer die Möglichkeit erhalten soll.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat seine Vorentscheidungen getroffen und die Stormarnerin Susann Kunkel in den Kader der 1. Frauen-Bundesliga berufen. Dort wird sie in der kommenden Spielzeit neben der Ostholsteinerin Mirka Derlin aktiv sein. „Für unseren Landesverband, vor allem aber für Susann Kunkel,  ist das ein riesiger Erfolg“, freut sich der Vorsitzende des SHFV-Schiedsrichterausschusses, Holger Wohlers. „Konstant gute Leistungen sowie eine hohe Professionalität haben sich hier ausgezahlt“, so Wohlers weiter.

Einen Zuwachs kann der SHFV auch in der 3. Liga verzeichnen. Hier fungieren Viatcheslav Paltchikov aus Lübeck – bereits im dritten Jahr – und fortan auch der Segeberger Malte Göttsch als Schiedsrichterassistenten. Beide pfeifen zudem weiterhin in der Regionalliga Nord, in welche neben Fynn Kohn aus Nordfriesland auch Kunkel aufgestiegen ist – nach dem Aufstieg in die 1. Frauen-Bundesliga also der zweite Streich der Stormarnerin, die für den SV Eichede pfeift. Wohlers sagte: „Somit sind neuerdings vier statt drei unserer Schiedsrichter für den Norddeutschen Fußball-Verband in der Regionalliga am Start.“ Aus der 1. Bundesliga ist der gebürtige Stormarner Kai Voss, der zu Jahresbeginn noch für seinen langjährigen Einsatz als Assistent auf deutscher und internationaler Ebene sowie als Schiedsrichter im SHFV zum Schiedsrichter des Jahres 2014 gekürt worden war,  aus persönlichen Gründen leider ausgeschieden, ebenso wie der Ostholsteiner Sönke Müller aus der Regionalliga.

Darüber hinaus werden Anna-Lena Heidenreich (Ostholstein) und Franziska Wildfeuer in der 2. Frauen-Bundesliga agieren. Wildfeuer kommt aus Bayern und wird ihren Lebensmittelpunkt ins Land zwischen den Meeren verlegen. Über die Landesgrenzen hinaus werden auch die Lübecker Patrick Schwengers (Foto) und Max Rosenthal Erfahrungen sammeln. Während Schwengers in der A-Jugend-Bundesliga eingesetzt wird, leitet Rosenthal Begegnungen der B-Jugend-Bundesliga. Das Duo steht in beiden Spielklassen unter Beobachtung des DFB. Dessen Präsidium wird in den kommenden Tagen bekannt geben, ob es alle SHFV-Schiedsrichter auch tatsächlich in die nächste Liga geschafft haben.