Hamburg – Die Verletzung von Kapitän Johan Djourou zwingt HSV-Trainer Bruno Labbadia, die zuletzt erfolgreiche Mannschaft umzustellen. Wer aber übernimmt in Köln (Sonnabend, 15.30 Uhr) den Platz von Djourou in der Innenverteidigung? Labbadia wollte sich in der Pressekonferenz gestern nicht festlegen. Auch nicht bei der Frage nach einem möglichen Start-Elf-Einsatz von Pierre-Michael Lasogga. „Für jeden besteht eine Chance“, so die Antwort des Trainers.

So bleibt die Spekulation: Rückt Gideon Jung (Foto, rechts) in die Innenverteidigung, dann könnte das die Chance für Gojko Kacar sein, im defensiven Mittelfeld neben Albin Ekdal zu stehen.

„Köln besitzt eine sehr gute Mannschaft, die sich in diesem Jahr stabilisiert und in der Bundesliga etabliert hat. Das liegt vor allem daran, dass dort von vielen guten Leuten in einem nicht so einfachen Umfeld tolle Arbeit geleistet wird. Das färbt natürlich auf die Mannschaft ab, die einen ruhigen und stabilen Eindruck macht. Nichtsdestotrotz wollen wir unbedingt in Köln punkten. Dafür müssen wir eine ähnliche Intensivität wie gegen Stuttgart gehen“, mit dieser Analyse geht Labbadia auf die Reise nach Köln.

In zehn Spielen als Trainer ist Labbadia in Köln unbesiegt geblieben: Fünf Siege, fünf Unentschieden stehen in seiner Statistik. Aber wir wissen ja: Mit Statistik kann man nichts gewinnen!

Yuya Osako wird bei den Kölnern fehlen. Der japanische Offensivspieler, der im Spiel gegen Stuttgart eine Knieverletzung erlitt, soll noch geschont werden.

„Der Ausfall von Johan Djourou kam für uns alle sehr überraschend. Er hat im Spiel zu keinem Zeitpunkt ein Zwicken gemerkt, was bei dieser Verletzung ungewöhnlich ist“, so Labbadia gestern über den HSV-Kapitän, „doch wir müssen ihn jetzt ersetzen und wollen dafür heute und morgen die Zeit nutzen. Es gibt dabei ein paar denkbare Varianten."

Lassen wir uns überraschen. 5.000 HSV-Fans werden in der ausverkauften Kölner Arena dabei sein.