Lübeck – Der Neunte der Regionalliga Nord empfängt am Sonntag in Bardowick den Zehnten. Kurz gesagt: Der Lüneburger SK trifft auf den VfB Lübeck. Etwas mehr als 100 Kilometer trennen die beiden Tabellennachbarn und das ist fast wie ein Derby. Vor allem, weil es einige Spieler gibt, die noch in der vergangene Saison für die Grün-Weißen aufliefen und nun in der Lüneburger Heide kicken. Es handelt sich um Tomek Pauer, Briant Alberti und Noor Al-Tameny, der im Sommer beim „Nike Most Wanted-Wettbewerb“ in Bochum gewann (HL-SPORTS berichtete).

Für VfB-Trainer Denny Skwierczynski (Foto) spielt das alles eine untergeordnete Rolle. Wiedersehen ist schön, aber die Grün-Weißen brauchen Punkte. Da vergisst man schnell alte Bekannte und das ist ja auch richtig so. Die Lohmühlen-Elf kommt nicht so richtig in Tritt. Drei Siege stehen gegenüber drei Niederlagen. Dabei will der 41-Jährige die beiden Auswärtserfolge bei den Aufsteigern aus Hildesheim und Schilksee nicht abwerten. „Wir dürfen keinen Sieg als Pflichtsieg oder Selbstverständlichkeit ansehen“, meint er und hadert weiterhin mit der gezeigten Defensivleistung aus sechs Partien seiner kompletten Mannschaft. Zwölf Tore geschossen und die gleiche Anzahl an kassierten. „Wir müssen erfolgreicher werden als bisher und das fängt vorne mit der Arbeit gegen den Ball an. Zufrieden bin ich mit der bisherigen Leistung auf dem Sektor sicher nicht. Und wir brauchen wohl doch länger, als gepdacht, damit alle Automatismen greifen und wir eine Kostanz über die gesamten 90 Minuten erreichen. Wir haben immer wieder Phasen, wo wir nicht hinterhergehen und so etwas führt in dieser Liga eben zu Gegentoren“, appelliert er.

Die Lüneburger stehen einen Rang vor dem VfB. Neun erzielte und acht erhaltene Treffer stehen zu Buche. Darum kann man von einem spannenden Match ausgehen. Über den Gegner weiß Skwierczynski viel und weiß: „Es ist eine unangenehme Mannschaft, die ihre Qualitäten hat. Viele Neuzugänge müssen auch dort erst einmal Fuß fassen und darum klappt dort auch n noch nicht alles.“ Punkten will er mit seinem Team und am liebsten dreifach, damit man oben dranbleibt. Der Regionalliga-Spitzenreiter Eintracht Norderstedt hat nur Punkte mehr auf dem Konto. Es ist dieses Jahr also noch enger als in der vergangenen Spielzeit. Um 15 Uhr ist Anpfiff beim Fast-„Klassentreffen“. Nicht dabei beim VfB sind Cemal Sezer (angeschlagen) und möglicherweise Maurice Maletzki (krank).