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Rostock – SV Werder Bremen II, Holstein Kiel, FC Hansa Rostock – die Fans der drei Klubs pflegen, vorsichtig formuliert, einen höchst distanzierten Umgang miteinander, doch zur Stunde versinken sie gemeinsam im Abstiegssumpf der 3. Liga. Und selbst wenn die Bremer heute gegen den Tabellen-Zehnten Chemnitz gewinnen sollte, ändert sich lediglich die interne Reihenfolge – und Kiel, der Aufstiegskandidat der Vorsaison, übernimmt das Schlusslicht, die vielzitierte rote Laterne.

Die Kogge aus Rostock war schon am Freitagabend beim VfB Stuttgart II mit 1:3 aus dem Ruder gelaufen und musste die erste Auswärtsniederlage und das elfte Spiel in Folge ohne Sieg quittieren. Hansa-Trainer Karsten Baumann (Foto) schimpfte: „Wir haben in den ersten 60 Minuten drei hundertprozentige Chancen, machen das 1:0 und schenken dann das Spiel in fünf Minuten her. Da muss sich die Mannschaft an die eigene Nase packen, das hat die Mannschaft selbst verbockt.“

Die Störche legten gestern mit einer desolaten Abwehrleistung bei Preußen Münster ein 0:2 nach. Kiels Trainer Karsten Neitzel auf der Homepage der Störche: „Unter dem Strich steht wieder eine Niederlage, die extrem bitter ist. Die Mannschaft hat die Ausrichtung bis zum 0:1 sehr gut auf den Platz gebracht. Dann landet direkt der erste Ball bei einer Standardsituation im Tor. Man hatte das Gefühl, dass wir spielen und spielen, ohne es zu schaffen, uns die klaren Gelegenheiten vor dem Tor herauszuspielen.“ Und weiter: „Wir kommen nicht da hin, wo es weh tut, wodurch man die Spiele gewinnt, das ist momentan unser Manko.“

Preußen Münster: Lomb – Kopplin, Pischorn, Heitmeier (85. Philipps), Müller – Bischoff – Wiebe, Schwarz – Hoffmann (86. Özkara), Reichwein (68. Krohne), Kara.

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Weidlich (79. Wirlmann), Czichos, Kohlmann – Lewerenz, Siedschlag, Kegel, Heider (71. Janzer) – Schnellhardt, Schäffler (46. Sané).

Schiedsrichter: Mix (Abtswind)

Tore: 1:0 Pischorn (28.), 2:0 Reichwein (37.)

Zuschauer: 7.189

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