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Barmenia Roland Kahl

Darmstadt – Schade, mehr wäre besser gewesen! Der HSV bringt vom Böllenfalltor in Darmstadt nur einen Punkt mit – 1:1 beim Bundesliga-Aufsteiger! Mit einem Elfmeter nach Foul an Michael Gregoritsch hatte Pierre-Michel Lasogga die Rothosen nach 28 Minuten in Führung gebracht. Die Gastgeber erzielten vor 17000 Zuschauern in der 47. Minute den Ausgleich durch einen Kopfball von Marcel Heller.

Mit dem Punktgewinn rutschte der HSV um einen Rang ab, geht als Tabellenelfter in die Länderspielpause. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt fünf Punkte. Das ist allerdings kein Ruhepolster angesichts des Spielplans mit der Partie im ausverkauften Volksparkstadion gegen Borussia Dortmund (Freitag, 20.11., 20.30 Uhr) und dem Nord-Derby bei Werder Bremen am 28. November.

„Ärgerlich, dass wir nach der Halbzeit geschlafen haben. Nach dem Ausgleich haben wir eine Viertelstunde gebraucht, um das Spiel wieder anzunehmen. Uns hat ein wenig die Ruhe gefehlt“, kommentierte Bruno Labbadia nach seinem 50. Bundesliga-Trainer-Einsatz für den HSV.

Labbadia schickte erneut die Doppelspitze Schipplock/Lasogga aufs Feld, für den verletzten Diekmeier (Bänderriss im linken Sprunggelenk, HL-SPORTS berichtete) kam Sakai in die Start-Elf. Debüt des Japaners!

Es entwickelte sich – wie erwartet – eine intensive Partie mit vielen Zweikämpfen. Mitte der ersten Halbzeit kamen die Hamburger besser ins Spiel – und in der 29. Minute zum Elfer-Tor von Lasogga. Mit einer verdienten Führung ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel waren gerade zwei Minuten gespielt, da köpfte Heller völlig freistehend zum Ausgleich ein. Danach wurden die Gastgeber stärker als in der ersten Halbzeit, während die Rothosen ihren Spielfaden verloren. Die Defensive widerstand jedoch den weiteren Angriffen des Aufsteigers.

Einige HSV-Fans fielen in Darmstadt erneut aus der Rolle, sie zündeten Pyrotechnik auf der Tribüne. Die nächste Geldstrafe kommt bestimmt!

Kommentar zum Spiel von René Adler: „Wir waren gut eingestellt und haben die Spielweise und den starken Kampf des SV Darmstadt 98 gut angenommen, besonders im ersten Durchgang. Aber es ging hin und her und wir wussten, dass sie bei Standards gefährlich sind. Aber beim Gegentreffer haben wir fantastisch geschlafen, das darf nicht passieren und die Szene müssen wir uns nochmal anschauen. Es ist ärgerlich, dass wir die Führung aus der Hand gegeben und uns so um unseren Lohn gebracht haben“, sagte der Torwart bei hsv.de.

So spielten sie:

Darmstadt 98: Mathenia – Garics, Sulu, Caldirola, Junior Diaz – Niemeyer, Gondorf – Heller (90.+3. Rajkovic), Rosenthal (85. Sailer), Rausch (73. Kempe) – Wagner

Hamburger SV: Adler – Sakai, Djourou, Spahic, Ostrzolek – Müller (90.+3. Stieber), Diaz (90.+3. Jung), Holtby, Gregoritsch – Lasogga, Schipplock (65. Ilicevic)

Tore: 0:1 Lasogga (29., FE), 1:1 Heller (47.)

Zuschauer: 17.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Gelbe Karten: Wagner (25.), Gondorf (44.), Niemeyer (52.), Garics (56.) / Djourou (57.), Gregoritsch (85.)

Der 12. Spieltag der Bundesliga:
Hannover – Berlin 1:3 (Fr.)
München – Stuttgart 4:0
Leverkusen – Köln 1:2
Mönchengladbach – Ingolstadt 0:0
Hoffenheim – Frankfurt 0:0
Mainz – Wolfsburg 2:0
Darmstadt – HSV 1:1
Heute spielen:
Dortmund – Schalke (15.30 Uhr)
Augsburg – Bremen (17.30 Uhr)