Anzeige
Barmenia Roland Kahl

Rostock – Mehrmals zog Christian Brand die Augenbrauen hoch und seine Stirn legte sich dabei in Falten: Der neue Trainer des FC Hansa Rostock stellte sich seiner ersten Pressekonferenz beim Drittligisten vor einem Spiel. Brand sprach von einem „besonderen Moment“ und von „Vorfreude auf das erste Spiel“ – beim Aufsteiger SV Werder Bremen II. Auf Platz 11 im Weser-Stadion wird das Risiko-Spiel am Sonntag um 14 Uhr angepfiffen.

Das Areal ist Hansas neuem Trainer bestens vertraut – während seiner Bremer Zeit hat er dort Spiele im Werder-Trikot bestritten. Nun kehrt er als neuer Trainer des abstiegsgefährdeten FC Hansa Rostock an die Spielstätte zurück. „Alle sind an Bord“, berichtet Brand der Journalisten-Runde – auch Soufian Benyamina, der unter der Woche einen kleinen Infekt hatte.

„In drei oder vier Trainings lässt sich nicht alles verändern“, erklärte Hansa neuer Trainer. „Aber jeder Punkt bringt uns vorwärts. Ich schenke die Spiele vor der Winterpause nicht ab“, kündigte Brand an.

Rund 1.500 Hansa-Fans werden in Bremen dabei sein. Die Infos des Vereins, der Behörden und der Polizei wurden ihnen in der Pressekonferenz noch einmal ans Herz gelegt. „Wer auf der Anreise randaliert, wird das Spiel nicht sehen“ – die Aussage des Polizeiführers Axel Treczokat von der Bundespolizei lässt keine Zweifel aufkommen, wie die Sicherheitskräfte auf Randalierer am Sonntag reagieren wird (HL-SPORTS berichtete gestern ausführlich).

Im Freitag-Spiel der 3. Liga gewann der VfB Stuttgart II mit dem 1:1 gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf und zog mit dem FC Hansa nach Punkten gleich.