Lübeck – Die Hallenlandesmeisterschaft im Futsal der Frauen verlief vielfach so, wie es erwartet wurde. Während am Ende der große Favorit und Titelverteidiger Holstein Kiel das Rennen machte, nahmen bereits die Gruppenspiele den Verlauf, den man erwartet und teilweise erhofft hatte. Während sich in der Gruppe A die höher gehandelten Mannschaften aus der SH-Liga souverän das Rennen machten, verlief die Gruppe B hinter Holstein Kiel sehr spannend. Bis zur Schlussminute des letzten Gruppenspiels hatten sowohl der TSV Klausdorf als auch der Eichholzer und der Ratzeburger SV die Chance auf das Halbfinale – am Ende mit dem weniger guten Ende für die beiden lokalen Vertreter. Von Enttäuschung wollte man danach aber in beiden Lagern nichts wissen.

„Es war für uns ein tolles Highlight“, sagten sowohl Manuela Gädert vom ESV als auch Oliver Schwarz vom RSV unisono. Vor allem bei den Ratzeburgerinnen müsste die Enttäuschung ja groß sein, schließlich fehlte am Ende nur ein Tor für das Halbfinale. Nach einer Niederlage gegen Holstein (0:1) und einem Sieg gegen Klausdorf (3:2) hätte dem Verbandsligisten ein Remis gegen Eichholz gereicht, doch durch das 2:3 im letzten Gruppenspiel schied man aus. Daher nannte Schwarz das Ausscheiden „ärgerlich“, betonte aber: „Wir sind mit dem fünften Platz sehr zufrieden. Gegen den späteren Turniersieger haben wir uns gut aus der Affäre gezogen und auch in den anderen beiden Spielen gegen höherklassige Gegner haben wir gut mitgehalten.“ So hielt sich die Enttäuschung beim RSV in Grenzen, lieber sogen die Spielerinnen die Atmosphäre in der Hansehalle auf.

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Ärgern wollte sich auch Manuela Gädert nicht, auch wenn sie betonte, dass ihre Mannschaft „keinen guten Tag“ hatte. Jeweils mit 0:2 unterlagen Eichholz zum Auftakt sowohl Klausdorf als auch Kiel. „Gegen Klausdorf haben wir viel zu nervös und zu ängstlich gespielt. So mussten wir durch Unachtsamkeit die Niederlage einstecken, während wir gegen Holstein die Grenzen aufgezeigt bekommen haben, auch wenn wir nicht ganz chancenlos waren“, meinte Gädert am Montag zu HL-SPORTS. Im abschließenden Spiel gegen Ratzeburg habe die Mannschaft aber endlich zeigen können, dass sie einen guten Ball spielen und schöne Tore herausspielen kann: „Leider reichte dieser Sieg nicht für das Halbfinale.“ Schließlich hätte der ESV fünf Tore schießen müssen. Dennoch ist man auch bei den Eichholzerinnen zufrieden, speziell mit der gesamten Hallensaison, zumal man den Fokus nun auf die restlichen SH-Liga-Spiele legt: „Jetzt heißt es, die restlichen Trainingseinheiten intensiv zu nutzen, um eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen.“

Der Eichholzer SV startet am 28. Februar mit einem Nachholspiel bei Fortuna Bösdorf in die zweite Saisonhälfte. Der Ratzeburger SV ist in der Verbandsliga bereits eine Woche zuvor gefordert und muss ebenfalls in einem Nachholer beim SV Neuenbrook/Rethwisch ran.

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