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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – In Oldenburg musste Lukas Knechtel (Foto) vom VfB Lübeck passen. Muskuläre Probleme zwangen den 21-Jährigen zu einer Pause. Ein Verlust für Trainer und Team der Grün-Weißen. Knechtel ist auf der linken Seite eine „Granate“ und nicht mehr von der Lohmühle wegzudenken. Das hat sich bestimmt schon bis zum kommenden Übungsleiter Rolf Landerl (ab 1.7. beim VfB Lübeck) herumgesprochen und man sollte mit dem Links-Offensiv-Verteidiger bald einig über ein weiteres Jahr an der Lohmühle sein. Gegen den Lüneburger SK hat Knechtel gute Chancen es in den Kader zu schaffen. „Lukas trainiert wieder und mal schauen, ob es reicht“, sagt sein Coach Skwierczynski, der auf seinen Nachfolger treffen soll. Landerl wird zum LSK-Spiel auf der Tribüne erwartet. HL-SPORTS traf Knechtel zum Interview.

HL-SPORTS: Hallo Lukas, wie war der Rückrundenstart aus deiner Sicht?

Lukas Knechtel: „Wir haben in der Wintervorbereitung sehr intensiv gearbeitet und uns im physischen Bereich noch einmal weiterentwickelt, was man in der zweiten Hälfte gegen Rehden auch gesehen hat. In den nächsten Spielen müssen wir es hinbekommen unsere spielerische Qualität noch besser auf dem Platz umzusetzen.“

HL-SPORTS: Für euch geht es in dieser Saison um nicht mehr so viel. Nach oben ist der Zug abgefahren und mit dem Abstieg dürftet ihr auch nicht wirklich etwas zu tun haben. Wie motiviert man sich da jedes Mal aufs Neue?

Lukas Knechtel: „Ich bin der Meinung, dass es für uns sehr wohl noch um viel geht. Wir haben am Ende der Saison ein Pokalfinale zu gewinnen und deswegen ist es wichtig sich von Spiel zu Spiel weiter zu verbessern. Außerdem sollte man versuchen, den Zuschauern, die uns unterstützen, mit guter Leistung etwas zurückgeben. Des Weiteren laufen sehr viele Verträge aus. Deshalb wird jeder versuchen, sich mit seinem Auftreten für die Zukunft zu empfehlen. Diese Aspekte sind uns allen bekannt und motivieren uns natürlich.“

HL-SPORTS: Das Landespokalfinale ist ja noch da. Wen erhoffst du dir als Gegner und was bedeutet es für dich, den Titel zu verteidigen?

Lukas Knechtel: „Mir ist es relativ egal, gegen wen wir im Finale spielen, weil beide Gegner auf ihre Weise schwer zu besiegen sein werden. Es zählt am Ende nur der Sieg, weil es für den Verein großartig wäre, wenn wir den Titel verteidigen können.“

HL-SPORTS: Du gehörst mit 21 Jahren zu den Säulen des Teams. Wie siehst du die Entwicklung in der Mannschaft?

Lukas Knechtel: „Unsere „neue“ Mannschaft, die nach der Insolvenz entstanden ist, entwickelt sich ständig weiter. Es gibt einerseits einen Kern aus gestanden Spielern, andererseits gibt es aber auch immer wieder die Möglichkeit für neue und junge Spieler sich zu empfehlen und frischen Schwung und weitere Qualität ins Team zu bringen.“

HL-SPORTS: Du kommst aus Hamburg, studierst dort und pendelst zwischen Lübeck und der Großstadt hin und her. Wie aufwendig ist das für dich?

Lukas Knechtel: „Ich betreibe durch meinen Fahrweg natürlich einen großen Aufwand und verbringe viel Zeit im Auto. Aber mit gutem Zeitmanagement kriegt man das Ganze unter einen Hut. Bisher hat es immer irgendwie geklappt.“

HL-SPORTS: Du hast ein sehr gutes Auge in der Defensive, machst aber auch immer wieder viel Druck über die linke Seite nach vorne. Wo siehst du persönlich deine Stärken und vielleicht auch deine Schwächen?

Lukas Knechtel: „Als meine Stärken würde ich meine Physis, meine Vielfältigkeit und meinen Ehrgeiz sehen. Das Letztere kann in manchen Situationen auch eine kleine Schwäche sein, da man manchmal etwas im Kopf verkrampfen kann und somit nicht mehr frei aufspielt.“

HL-SPORTS: Dein Vertrag läuft bis zum Sommer. Gab es schon Gespräche mit dem Verein oder was planst du in Zukunft?

Lukas Knechtel: „Es gab noch keine Gespräche mit dem Verein. Dies wird aber in den nächsten Wochen passieren.“

HL-SPORTS: Vielen Dank für das Interview und alles Gute.