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Barmenia Roland Kahl

Lübeck –  Die SG Siems-Dänischburg ist die Tabellenführung in der Frauen-Verbandsliga Süd los. Im kleinen Derby beim Ratzeburger SV kam die Tafazoli-Elf nicht über ein 1:1 hinaus. Da Konkurrent SV Neuenbrook/Rethwisch sein Heimspiel (2:0 gegen Wilstermarsch) gewann und noch die Wertung aus dem ausgefallenen Spiel der Vorwoche bekam, hat Siems nun zwei Punkte Rückstand auf den SVNR. Da man auch ein Spiel mehr absolviert hat, muss man auf einen Ausrutscher des neuen Spitzenreiters hoffen. Im Verfolgerfeld siegte die SG Rönnau/Daldorf mit 1:0 in Oldesloe, im Tabellenkeller trennten sich Eutin und Kellinghusen 0:0. Die Spiele Olympia-PTSK gegen Stockelsdorf und Fischbek gegen Eichede fielen aus.

SG Olympia-PTSK – ATSV Stockelsdorf ausgefallen

Ratzeburger SV – SG Siems-Dänischburg 1:1 (1:0)
Tore: 1:0 Baalmann (2.), 1:1 Kähler (85.)

Im kleinen Derby erwischte der Ratzeburger SV den besseren Start. Bereits nach zwei Minuten wurde Torjägerin Hannah Baalmann von Lisa Zilian bedient und versenkte den Ball zur Führung in die Maschen. Anschließend hätte der RSV sogar nachlegen können, denn Siems kam nur ganz, ganz schwer ins Spiel. Erst nach rund einer halben Stunde kam die SG besser ins Spiel, übenahm nach und nach die Kontrolle über das Spiel. Doch Mareike Sass im Ratzeburger Kasten machte selbst beste Siemser Torgelegenheiten zu Nichte. Allerdings hatte auch Ratzeburg gute Gelegenheiten bei Kontern und hätte so durchaus nachlegen können. In Halbzeit zwei nahm der Druck des Tabellenführers weiter zu, allerdings dauerte es lang bis zum Ausgleich. Sarah Kähler sorgte dann zumindest für den Ausgleich und eine Punkteteilung.

Ratzeburgs neuer Trainer Marc Hempel war nach dem Spiel sehr zufrieden: „Das Unentschieden ist gerecht. Troz des späten Ausgleichs ist der Zähler ein großer Erfolg für uns. Dem Team gebührt ein großes Lob für den Einsatz und ihre Mannschaftsleistung.“

Ganz nüchtern betrachtete Kambiz Tafazoli, Trainer der Siemser Damen, das Ergebnis: „Wir haben lange gebraucht, um in das Spiel zu kommen. Dann hatten wir die Sache im Griff und hätten eigentlich die Partie gewinnen müssen. Doch wir haben uns mal wieder im Chancen vergeben überboten und können daher froh, überhaupt noch einen Punkt mitgenommen zu haben. Ratzeburg hat sich das Remis kämpferisch auf jeden Fall verdient.“