Lübeck – Worauf soll man sich nur konzentrieren in dieser Regionalliga Nord? Auf den Spitzenkampf, spätestens seit dem 2:1 des VfL Wolfsburg II beim VfB Oldenburg im vollen Gange. Oder auf das Ringen um den Klassenerhalt, an dem derzeit noch fast die Hälfte der Liga beteiligt ist? Eines scheint jedenfalls klar: Langweilig wird es nicht in den kommenden Wochen.
 
VfV Borussia 06 Hildesheim – Eintracht Braunschweig II (Fr., 18.15 Uhr)
Setzt der Gastgeber seine tolle Serie fort? Seit zehn Partien ist der VfV nun unbesiegt,
kassierte folglich auch in 2016 noch keine Niederlage. Eine Woche nach dem 4:0 in Goslar kommt es nun zum nächsten Duell mit einem Nachbarn. Dabei wird die Eintracht, als Tabellenachter noch immer zwei Plätze vor dem Aufsteiger platziert, sicher alles daran setzen, die 0:3-Niederlage gegen den SV Meppen vergessen zu machen.
 
SV Meppen – Hannover 96 II (Fr., 19.30 Uhr)
In Braunschweig landete der SVM den ersten dreifachen Punktgewinn nach zuvor fünf
sieglosen Spielen. Nun soll ein weiterer Erfolg den Kampf um Platz vier befeuern. Noch liegt die Spielvereinigung Drochtersen/Assel drei Punkte vor den Gastgeber. Während sich Meppen um einen Platz in der erweiterten Spitzengruppe bemüht, sitzt 96 die nur fünf Punkte entfernte Abstiegszone im Nacken. Selbst zehn Zähler aus den vergangenen vier Partien vermochten den Gast aus Hannover nicht in die gesicherte Zone zu versetzen. Weitere Punkte müssen her.

BV Cloppenburg – VfB Oldenburg (Fr., 19.30 Uhr)
Der Tabellenzweite reist als deutlicher Favorit zum Duell mit dem Vorletzten der Regionalliga Nord. Schließlich startet der Gastgeber mit einer Serie von vier Niederlagen in das Derby. Der BVC wird es angesichts eines Rückstands von zwölf Punkten wohl schwer haben, noch einmal den Anschluss zur Nichtabstiegszone herzustellen – und der VfB kann sich nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg II (1:2) keine weiteren Punktverluste erlauben.
 
SpVgg Drochtersen/Assel – BSV Rehden (Fr., 19.30 Uhr)
Das Duell der „Dorfklubs“. Beide Teams vereinen eine beschauliche Heimat und eine
unaufgeregte Arbeit, die regelmäßig vom Erfolg gekrönt wird. Während die gastgebende
Spielvereinigung auf diese Weise sogar auf den vierten Tabellenplatz kletterte, muss sich der BSV allerdings noch vorsehen. Es sah zwar lange danach aus, als ob Rehden sich in diesem Jahr heraushalten könnte aus dem Abstiegskampf. Doch zuletzt fiel die Mannschaft auf den 14. Tabellenplatz zurück. Lediglich zwei Punkte dahinter beginnt die Gefahrenzone.
 
VfL Wolfsburg II – Lüneburger SK Hansa (Sa., 13 Uhr)
Der 2:1-Erfolg im Spitzenspiel beim VfB Oldenburg sicherte dem Gastgeber erstmals in dieser Saison den Spitzenplatz der Regionalliga Nord. Die Niedersachsen wissen allerdings: Der eine Punkt Vorsprung ist nicht so viel Wert angesichts des Nachholspiels, mit dem sich die Oldenburger im Rückstand befinden. Also geht es gegen den LSK erst recht darum, sich keinen Ausrutscher zu erlauben. Der Gast könnte die Punkte allerdings ebenfalls gebrauchen. Gerade vier Punkte trennen den Zwölften von der Abstiegszone.
 
Hamburger SV II – TSV Havelse (Sa., 14 Uhr)
Seit sechs Partien ist der Gastgeber nun ungeschlagen. Angesichts von gerade drei Punkten Vorsprung vor der Abstiegszone vermochten aber selbst die überwiegend positiven Ergebnisse nicht für Sicherheit zu sorgen. Im Gegenteil. Der Tabellendreizehnte wird durch drei Punkte von der Abstiegszone getrennt. Der TSV hat als Siebter dagegen wieder Kontakt zum ersten Drittel der Liga und dürfte nach dem 3:1-Heimsieg über Eintracht Norderstedt mit breiter Brust antreten.

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TSV Schilksee – Goslarer SC (So., 14 Uhr)
Neun Partien bleiben dem TSV Schilksee noch, um endlich den ersten Saisonsieg zu landen. Das Schlusslicht trifft am Sonntag auf einen Gegner, der zuletzt wenig Punkte gewann und nicht gerade formstark auftreten sollte. Aber genau darin besteht das Problem. Der GSC rutschte auf den 16. Rang ab, will die Punkte in Schilksee also unbedingt selbst. Ein reines Abstiegsduell.
 
ETSV Weiche Flensburg – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)
Die Flensburger gewannen in Rehden (2:1), und der VfB siegte auf eigenem Platz gegen
Cloppenburg (4:2). Pünktlich zum Schleswig-Holstein-Derby sind beide Teams also wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Während Weiche als Dritter noch immer mit einem Auge in Richtung der beiden Spitzenteams schielen kann, orientieren sich die Lübecker dagegen auch in Richtung Tabellenende: Die sieben Punkte Vorsprung vor der Abstiegszone sind ein ordentliches Polster. Doch um ganz sicher zu sein, sollten noch ein paar weitere folgen.
 
FC Eintracht Norderstedt – FC St. Pauli II (So., 14 Uhr)
Noch hat die Eintracht, derzeit Tabellensechster, das Rennen um den vierten Rang nicht
aufgegeben. Das 1:3 in Havelse war allerdings nicht gerade hilfreich. Ein Heimsieg gegen die Hamburger wäre es dagegen schon. Aber St. Pauli hat nun wirklich nichts zu verschenken. Nur einen Zähler hinter dem Gast beginnt die Abstiegszone.

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