Anzeige
Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Fortuna St. Jürgen macht in der Frauen-Kreisliga Ostholstein/Lübeck einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft. Der Spitzenreiter gewann das Top-Spiel beim bis dato Tabellenzweiten SG FC Riepsdorf/SC Cismar mit 1:0. Nutznießer des Fortuna-Sieges war die SG Insel Fehmarn, die dank eines klaren 5:1 über den TSV Pansdorf den zweiten Platz eroberte. Ein positives Fazit zieht die SG Ratekau-Strand II aus der letzten Woche. In einem Nachholspiel wurde Kücknitz mit 3:2 besiegt, anschließend folgte eine Nullnummer in Putlos. Eine deftige Abreibung gab es für den FC Dornbreite beim 0:4 gegen die SG Gremersdorf/Lensahn. Die schwache Saison von Titelverteidiger FSG Viktoria-Moisling hat einen weiteren Tiefpunkt erfahren. Beim zuvor sieglosen Aufsteiger SG Altenkrempe-Schönwalde gab es ein 1:2.

SG Ratekau-Strand II – TSV Kücknitz 3:2 (3:1)
Tore: 1:0 Kapahnke (3.), 1:1 Vollbracht (8./Eigentor), 2:1 Schütt (20.), 3:1 Kapahnke (34.), 3:2 (63.)

Es war ein Blitzstart für die Ratekauer Reserve. Jenny Kapahnkes Führungstreffer war der ideale Beginn der Partie. Allerdings brachte sich die Grünsteidl-Elf durch das Eigentor von Frauke Vollbracht selbst in Bedrängnis. Doch spielerisch zeigte sich Ratekau stark verbessert, nutzte die sich bietenden Gelegenheiten durch Amelie Schüt und nochmals Kapahnke zur 3:1-Pausenführung. Kücknitz hielt gut dagegen und hatte nach dem Anschlusstreffer durchaus Chancen auf den Ausgleich. Auf der anderen Seite verpasste Ratekau die Entscheidung.

Fredrik Grünsteidl (SGRS II) : „Nach einem Start nach Maß machten wir uns das Leben durch den Ausgleich selbst schwer. Eine spielerisch deutlich bessere Leistung als gegen Altenkrempe nutzten wir zur verdienten Pausenführung. Leider taten wir uns nach der Pause wieder schwer, konnten aber den zweiten Dreier in den Nachholspielen einfahren.“

SG Altenkrempe-Schönwalde – FSG Viktoria-Moisling 2:1 (1:0)
Tore: 1:0, 2:0 Brunow (12./60.), 2:1 Lübcke (62.)

Da ist es passiert, die FSG Viktoria-Moisling ist das erste Team, welches ein Spiel beim Schlusslicht verliert. Nach eigener Einschätzung unterschätzte der Titelverteidiger die Gastgeberinnen, was Schönwalde zu zwei Toren von Sabrina Brunow nutzte. Mehr als der Anschluss durch Vivien Lübcke gelang Moisling nicht mehr.

SG SpVgg Putlos/Oldenburger SV – SG Ratekau Strand II 0:0
Es war eine müde Nullnummer, was beide Mannschaften am letzten Freitag boten. Wobei bei Ratekau nach der englischen Woche einfach die Luft raus war. Unter dem Strich ist der Punkt für die Gäste mehr wert.

Fredrik Grünsteidl (SGRS II): „Mit einer überzeugenden Leistung, die nach drei Spielen binnen einer Woche und ohne Auswechselspielerinnen umso höher einzuordnen ist, bestritten wir das Spiel in Putlos. Der Ball lief gut und die Abwehr machte einen sehr sicheren Eindruck, lediglich im Abschluss vergaben wir zahlreiche Möglichkeiten, sodass wir uns am Ende mit einem 0:0 abfinden müssen.“

SG Insel Fehmarn – TSV Pansdorf 5:1 (3:1)
Tore: 1:0 Pereira da Silva (3.), 2:0, 3:0 Kahl (21./27.), 3:1 Dymowski (29.), 4:1, 5:1 Wiese (75./84.)

Es war ein bitterer Nachmittag für den TSV Pansdorf. Gegen die ohnehin favorisierte Elf von der Insel musste das Team von Nils Scholtz mit nur zehn Frauen antreten. Entsprechend dominant trat der Tabellendritte von Beginn an auf und hatte die Partie durch die Tore von Maria Pereira da Silva sowie Theresa Kahl praktisch entschieden. Pansdorf kämpfte aufopferungsvoll, Anni Dymowskis Anschlusstreffer war daher hochverdient, hatte aber unter dem Strich keine Chance. Denise Wiese machte mit ihrem Doppelpack alles klar.

FC Dornbreite – SG Gremersdorf/Lensahn 0:4 (0:3)
Tore: 0:1 Brozi (4.), 0:2, 0:3 Froese (8./36.), 0:4 Reimers (64.)

Es war ein gebrauchter Tag für die Mädels vom Steinrader Damm. Die frühen Tore von Tara Brozi und Swantje Froese sorgten für allgemeine Verunsicherung beim FCD. Dies wurde im Laufe des Spiels nicht besser und spätesten nach Froeses zweitem Tor war allen klar, dass die Partie entschieden war. „Bocklos“ nannte Trainer Tobias Deetz die Leistung seiner Mannschaft, welche froh sein konnte, dass Gremersdorf nur noch ein ein Treffer durch Katharina Reimers gelang.

Tobias Deetz (FC Dornbreite): „Eine Niederlage, die sehr sehr bitter ist! Ich bin echt enttäuscht, was meine Mädels da auf dem Platz abgeliefert haben. Das war nicht gut und wenn wir höher verloren hätten, wäre das auch in Ordnung gewesen. Ich erwarte von meinen Spielerinnen jetzt eine Reaktion und ein anderes Gesicht! Auch wenn wir zur neuen Saison ein neues Projekt starten, sollten wir die aktuelle Saison vernünftig zu Ende spielen und nicht so bocklos und unmotiviert in die Spiele und Trainingseinheiten gehen. Dass wir es besser können, wissen wir alle. Wir müssen es nur auf dem Platz umsetzen. "

TSV Kücknitz – SG Bosau/Sarau 0:4 (0:2)
Tore: 0:1 Hopp (6.), 0:2 Jaacks (21.), 0:3, 0:4 Schoel (71./73.)

Eine klare Kiste war das Kellerduell zwischen Kücknitz und Bosau. Die Gäste stellten schon früh die Weichen auf Sieg.

SG FC Riepsdorf/SC Cismar – Fortuna St. Jürgen 0:1 (0:0)
Tor: Schütze Jacobsson (52.)
Gelb-Rote Karte: Fortuna (61.)

Das Topspiel der Kreisliga litt unter widrigen Wetterbedingungen. Starker Wind auf der Hohen Weide in Riepsdorf machte das Spiel für beide Mannschaften schwierig. In Halbzeit eins hatte die Fortuna mit dem Gegenwind zu kämpfen, kam so kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Riepsdorf machte aber zu wenig aus den gebotenen Möglichkeiten. In Halbzeit zwei war es das umgekehrte Bild und Andrea Schütze Jacobsson gelang früh der entscheidende Treffer. Zu Zehnt musste St. Jürgen die letzte halbe Stunde überstehen und sicherte sich so wichtige drei Punkte im Kampf um die Meisterschaft.

Stefan Scheel, Trainer der Fortuna, sagte nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit konnten wir uns nur selten aus der eigenen Hälfte befreien, der Druck durch das Riepsdorfer Team und der starke Gegenwind war enorm. Die SG Riepsdorf konnte aber ihre Chancen nicht zur Führung nutzen und so blieb es zur Halbzeit torlos. Die zweite Hälfte bestimmten wir das Spiel, erarbeiteten uns gute Torchancen und wurden in der 52. Minute durch das Tor von Andrea belohnt. Ab der 61. Minute spielten wir in Unterzahl, aber die SG Riepsdorf konnte diesen Vorteil nicht nutzen. Ein großes Kompliment an mein Team. Wir haben über 90 Minuten konzentriert gespielt und trotz Unterzahl das Spiel für uns entscheiden können. Die Riepsdorfer Mädels, der Platz und der Wind haben uns alles abverlangt.“