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Lübeck – Zwei Top-Teams des Frauenfußballs im Land stehen sich am Samstag um 13.30 Uhr auf der Lohmühle gegenüber. Der VfB Schuby trfft auf den SSC Hagen Ahrensburg.

Die VfB-Frauen holten alle möglichen Titel und auch der SSC gilt als Spitzenmannschaft in der SH-Liga. Platz 2 hinter der SG Ratekau-Strand ist es geworden und beim Kreispokalsieg gab es ein klares 7:0 gegen den VfL Oldesloe.

HL-SPORTS traf beide Trainer und befragte sie zum Finale.

Nils Jürgensen (Trainer VfB Schuby, Foto rechts):

HL-SPORTS: Hallo Nils, die Saison ist fast vorbei. Welches Fazit ziehst du?

Nils Jürgensen: „Eine sehr erfolgreiche Saison, die mit dem Landespokalfinale Ihren Höhepunkt findet. Meine Mannschaft hat sich dieses Jahr wieder weiterentwickelt und sich für viel Arbeit im Training belohnt und jetzt schon drei Titel geholt.“

HL-SPORTS: Platz 1 in der Verbandsliga, Hallensieger, Kreispokalsieger und die Chance auf den Landescup. Wie schafft ihr das?

Nils Jürgensen: „Trotz des kleinen Kaders von 15 Spielerinnen im festen Spielerstamm, haben wir sehr konstant gespielt und der Teamgeist und vor allem die Moral der Truppe war in jedem Spiel top.“

HL-SPORTS: Zum Finale gegen Hagen. Was weißt du über euren Gegner?

Nils Jürgensen: „Ahrensburg hat über Jahre hinweg gezeigt, dass Sie eine Spitzenmannschaft aus der SH-Liga sind. Die größte Stärke sehe ich in Ihren spielerischen Möglichkeiten. Dagegen müssen wir ein Rezept finden.“

HL-SPORTS: Ihr seid der Underdog. Wie geht ihr damit um?

Nils Jürgensen: „Wir fühlen uns sehr wohl in der Rolle des Underdogs und wollen einfach nur ein tolles Spiel zeigen.“

HL-SPORTS: Was ist im Frauenfußball, insbesondere in Schuby, machbar?

Nils Jürgensen: „Wir wollen uns in der kommenden Saison in der SH-Liga etablieren und die Klasse halten. In Schuby werden wir als Frauenfußballsparte sehr unterstützt. Auch unsere 2. Mannschaft wollen wir in der Kreisliga weiterentwickeln und fördern.“

Tristan Gollnest (Trainer SSC Hagen Ahrensburg, Foto links):

HL-SPORTS: Hallo Tristan, die Saison ist fast vorbei. Welches Fazit ziehst du?

Tristan Gollnest: „Die Mannschaft hat die Erwartungen deutlich übertroffen! Frühzeitig haben wir uns gegen starke Konkurrenz die Teilnahme an diversen Finalspielen gesichert und uns trotz der Personalsorgen die Vizemeisterschaft erkämpft. Mehr kann man in dieser Situation einfach nicht erreichen!“

HL-SPORTS:  Platz 2 in der SH-Liga, Flens-Cup im Halbfinale, Kreispokalsieger, und die Chance auf den Landescup. Wie schafft ihr das?

Tristan Gollnest: „Wenn ich sagen würde, es wäre das Resultat aus Trainingsfleiß wäre das definitiv gelogen. Es ist vielmehr das Ergebnis der jahrelangen Schulung auf taktischer und technischer Ebene. Das entscheidende ist aus meiner Sicht aber die Motivation und der Wille, selbst wenn es schlecht läuft, körperlich ans Limit zu gehen. Das Team gibt sich zum Glück nie auf und auch in punkto Erfolg nie zufrieden! Ein gewichtiger Faktor war außerdem die gute Zusammenarbeit mit der 2. Damen, von denen wir immer tatkräftige Unterstützung erhalten haben.“

HL-SPORTS: Zum Finale gegen Schuby. Was weißt du über euren Gegner?

Tristan Gollnest: „Wir sind vor Schuby gewarnt. Die frühzeitige Meisterschaft resultiert aus einer starken Offensive. Die entsprechenden Torjägerinnen sind uns natürlich nicht entgangen. Der Einzug ins Finale kommt auch nicht von ungefähr. Wir werden uns noch weiter mit Informationen versorgen und uns eine geeignete Taktik zurechtlegen.“

HL-SPORTS: Ihr seid Favorit. Wie geht ihr damit um?

Tristan Gollnest: „Wir sind diesen Status – ohne arrogant klingen zu wollen – über die letzten Jahre gewohnt und das Team hat gelernt, damit umzugehen. Außerdem wirkt das oftmals auch nur vom Papier her so. Auf dem Platz kann die Geschichte gerade im Frauenfußball schon mal ganz anders aussehen.“

HL-SPORTS: Was ist im Frauenfußball, insbesondere in Ahrensburg, machbar?

Tristan Gollnest: „Nächste Saison gibt es im Hagen natürlich starke Veränderungen: Neuer Trainer und das Zusammenlegen beider Frauenteams! In der SH-Liga ist der SSC aber weiterhin gut aufgehoben und, falls es nicht urplötzlich einen deutlichen Zuwachs an fußballwilligen Mädchen und Frauen gibt, wird das auch in naher Zukunft bleiben.“