Rostock – Drittligist FC Hansa Rostock setzt knapp zwei Wochen vor dem Punktspielstart Zeichen und zeigt Flagge. Nach Zustimmung des Aufsichtsrates wird der frühere Bundesliga-Profi René Schneider in den Vorstand des Vereins berufen (HL-SPORTS berichtete bereits kurz). Schneider wird das Führungs-Team, das satzungsgemäß aus mindestens drei Verantwortlichen bestehen muss, als zweiter Stellvertreter komplettieren.

Der 43-jährige gebürtige Schweriner wird ab sofort hauptamtlich für die sportlichen Belange der Lizenzspieler-Mannschaft und für die konzeptionelle Neuausrichtung der FC Hansa-Nachwuchsakademie verantwortlich sein und erhält einen Vertrag bis zum 31.12.2017.

„René Schneider hat nach seiner aktiven Karriere vor allem im Nachwuchsbereich einen großen Erfahrungsschatz sammeln können. Mit seiner eigenen Fußballschule und dem FC Förderkader René Schneider hat er hervorragende Arbeit geleistet, die er nun als wertvolle Erfahrung mit einbringen wird. In den vergangenen Wochen haben wir viele Gespräche geführt und dabei schnell gemerkt, dass René Schneider mit seinen Auffassungen und Vorstellungen sehr gut zum FC Hansa passt und wir gern mit ihm zusammenarbeiten wollen“, so der neue Hansa-Vorstandsvorsitzende Robert Marien.

Die Kooperation beider Vereine, die seit Anfang 2016 besteht, hat somit nicht nur im sportlichen, sondern auch im personellen Bereich Früchte getragen.

René Schneider, der von 1994 bis 1996 sowie von 1999 bis 2001 für den FC Hansa Rostock insgesamt 77 Pflichtspiele bestritt, wurde 1996 Europameister und gewann 1997 mit Borussia Dortmund die Champions League und den Weltpokal. Der ehemalige Abwehrspieler betreibt seit 2003 seine eigene Fußballschule in Rostock.

„Ich freue mich unheimlich auf die spannende Herausforderung beim FC Hansa. Vor allem die Bandbreite der Aufgabe – von der Lizenzmannschaft bis zum Nachwuchsbereich – ist für mich besonders reizvoll. Als ehemaliger Spieler des Vereins, der hier die Chance bekommen hat zum Bundesliga-Profi zu reifen, habe ich nun die Möglichkeit dem Club etwas zurückzugeben. Mir ist es sehr wichtig nicht im Alleingang, sondern gemeinsam mit den Trainern und Verantwortlichen aller Mannschaften beim FC Hansa, an einer erfolgreichen sportlichen Zukunft zu arbeiten. Für mein Engagement beim FC Hansa werde ich alle Ämter beim FC Förderkader ruhen lassen, um mich voll und ganz auf meine neue Aufgabe konzentrieren zu können“, so René Schneider zu den nächsten Schritten.

Eine Neuausrichtung des Vorstandes wurde durch den Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden Markus Kompp erforderlich, der zugleich die Verantwortung für den sportlichen Bereich innehatte. Kompp hatte aus privaten Gründen sein Amt zum Ende der Drittliga-Saison 2015/2016 niedergelegt.

„Nach dem Ausscheiden von Markus Kompp haben Robert Marien und Christian Hüneburg die alleinige Verantwortung für die Geschäfte des Vereins übernommen und in dieser sehr schwierigen Phase überzeugende Arbeit geleistet. Der Aufsichtsrat hat sich deshalb dazu entschieden, auch weiterhin auf dieses bewährte Team zu setzen und Robert Marien die Position des Vorstandsvorsitzenden zu übertragen. Mit René Schneider als sportliche Kompetenz sehen wir den Vorstand nun gut und breit aufgestellt. Als ehemaliger Bundesliga- und Nationalspieler kennt er das Profigeschäft und ist als gebürtiger Mecklenburger mit Hansa-Vergangenheit dem Verein in besonderer Form verbunden“, so Aufsichtsrats-Chef Rainer Lemmer.

Hansa-Vorstand Christian Hüneburg: „Wir sind gern bereit, auch künftig Verantwortung für den Verein zu übernehmen und haben nun die Möglichkeit, den von uns eingeschlagenen Weg kontinuierlich fortzuführen. Der Fokus wird zukünftig auf der organischen Weiterentwicklung insbesondere im sportlichen Bereich liegen. Wir freuen uns dabei mit René Schneider einen kompetenten Team-Player an unserer Seite zu haben.“

Die Amtszeit des neuen Vorstandes, der sich gestern zu einer ersten gemeinsamen Sitzung traf, ist vorerst bis zum 31.12.2017 befristet.

Das Foto zeigt (von links) den neuen Vorstand des FC Hansa Rostock: Christian Hüneburg (Finanzen und Verwaltung), René Schneider (Sport) und Robert Marien (Vorstandsvorsitzender)