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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Sie haben es endlich geschafft, die Fußballfrauen von Fortuna St. Jürgen. Nach zwei Kreisliga-Vizemeisterschaften in den Jahren 2013 und 2015 holte sich die Elf vom Kalkbrenner in der letzten Saison endlich den ersehnten Titel. Und dank eines Staffelwechsels gelang auch ohne Nachsitzen der Aufstieg in die Verbandsliga. Nun steht also die Aufgabe eine Liga höher an und vor dem Saisonstart unterhielten wir uns im Rahmen des Sommerinterviews mit Fortuna-Coach Stefan Scheel. HL-SPORTS sprach mit ihm über Freude und Erleichterung, über die neue Saison und seine Sicht der Dinge im Lübecker Frauenfußball.

HL-SPORTS: Ihr habt nach der Meisterschaft quasi im zweiten Anlauf den Sprung in die Verbandsliga geschafft. Was überwiegt bei euch? Freude oder doch Erleichterung, dass ihr nicht noch in Ausscheidungsspiele musstet?

Stefan Scheel: Ja beides, Freude, dass wir den Aufstieg geschafft haben, aber auch Erleichterung, dass nach den drei Aufstiegsspielen nicht noch zwei dazu kamen.Die Aufstiegsspiele haben uns nochmal richtig gefordert und die Mädels, haben alles gegeben, um das Ziel zu erreichen.

HL-SPORTS: In der Verbandsliga wird mit einer anderen Intenstität gespielt als in der Kreisliga. Was erwartest du von eurem ersten Jahr in der neuen Liga? Welche Ziele habt ihr euch gesetzt?

Stefan Scheel: Wir freuen uns auf die Verbandsliga und auf neue Teams. Mein Ziel ist es, die Mannschaft frühzeitig in der Tabellenmitte zu führen.

HL-SPORTS: Ausgehend von euren Zielen: Wer sind eure größten Konkurrenten? Und wer sind deine Favoriten für ganz oben?

Stefan Scheel: Meine Favoriten sind auf jeden Fall die SG Siems-Dänischburg, SG Wilstermarsch und der ATSV Stockelsdorf.

HL-SPORTS: Was siehst du für die kommende Saison als Stärke deines Teams?

Stefan Scheel: Unsere Teamstärke ist in der Aufstiegsrunde enorm gewachsen, durch den unglücklichen Ausfall von drei Stammspielerinnen im letzten Kreisligaspiel haben die Mädels gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Das soll auch unser Erfolg in der bevorstehenden Verbandsl sein.

HL-SPORTS: Welche Veränderungen gibt es in eurem Kader? Wer geht? Wer kommt?

Stefan Scheel: Große Veränderungen haben wir nicht zu verzeichnen, das Team ist von der Größe gut aufgestellt. Zur Zeit ist es aber auf Grund unseren Studentinnen der Kader etwas dünn. Wir freuen uns aber dennoch, wenn wir noch Verstärkungen vermelden könnten und dann auch in der Verbandsliga bestehen können.

HL-SPORTS: Haben sich durch den Aufstieg auch Veränderungen in eurem Umfeld ergeben?

Stefan Scheel: Bei uns im Umfeld tut sich immer etwas. So sind wir wohl auch die erste Adresse im Frauenfußball, wenn sich fussballbegeisterte Studentinnen aus der Uni und FH Lübeck sich einem Frauenteam anschließen möchten.

HL-SPORTS: Wie siehst du die Situation im Lübecker Frauenfußball im Allgemeinen? Und wie bei Fortuna im Speziellen?

Stefan Scheel: Ich kann nur sagen, dass wir die volle Unterstützung im Verein bekommen und stolz darauf sind, was wir im letzten Jahr geleistet haben. Für den Frauenfußball in Lübeck wird es aber immer schwieriger, in der Kreisliga eine Frauenmannschaft zu stellen ohne eine SG gründen zu müssen. Wir brauchen aber weiterhin in Lübeck Nachwuchs im Juniorinnen- und Frauenbereich.