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Lübeck – Am 13. Spieltag der Regionalliga Nord gibt es gleich mehrere Kandidaten für eine Trendwende. Der SV Eichede ist nun seit zehn Spielen sieglos, Spitzenreiter SV Meppen hat ebenfalls seit drei Spielen keinen Erfolg verbucht. Und kann der TSV Havelse auch mal wieder mehr erreichen als ein Unentschieden?

VfL Wolfsburg II – Hamburger SV II (Sa., 13 Uhr)
Seit der 0:1-Niederlage in Oldenburg am vergangenen Wochenende ist eine Menge passiert. Für Valérien Ismaël, der auf die Bank der Profis rückte, übernahm Rüdiger Ziehl interimsweise den Trainerposten der Wolfsburger U23. Der bisherige Assistent setzt nun auf die Qualitäten, die der VfL nachweislich auf eigener Anlage besitzt: „Unsere Heimstärke ist ja bekannt. Deshalb bin ich froh, dass wir das erste Spiel nach der Umstrukturierung zu Hause bestreiten werden. Wir werden versuchen, mit Spielstärke und Dominanz gegen den Hamburger SV II erfolgreich zu sein und die Partie möglichst mit drei Punkten abzuschließen, auch um unsere Heimserie auszubauen.“ Der Gegner, lediglich einen Punkt und zwei Plätze schlechter als der Tabellenneunte, möchte nach vier sieglosen Spielen (0-22) allerdings auch mal wieder drei Punkte gewinnen.

BSV Rehden – TSV Havelse (Sa., 15 Uhr) 
Hält die Serie? Der TSV trennte sich in den vergangenen fünf Partien jeweils mit einem Unentschieden. Gegen Wolfsburg II, Braunschweig II, Flensburg und Lüneburg stand es am Ende 1:1, gegen Meppen erreichte Havelse ein 2:2. Einige Gegner hatten es also in sich, und so dürfte die Hoffnung auf einen dreifachen Punktgewinn durchaus groß sein. Der BSV Rehden ist nach vier sieglosen Partien (0-2-2) unter Zugzwang geraten, rutschte er doch auf Rang 16 ab.

SV Meppen – VfB Oldenburg (So., 14 Uhr) 
Beim 3:3 in Norderstedt war der SV Meppen bereits an einem Spektakel beteiligt. Man darf wohl davon ausgehen, dass es auch im Derby gegen den VfB nicht gerade langweilig zugehen wird. Schließlich reist der Gast aus Oldenburg mit einem 1:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg II im Rücken an. Ein Erfolg beim nun seit drei Spielen sieglosen Spitzenreiter würde dem Tabellenachten sicher weiteren Schwung verleihen. Für eine Menge Motivation ist also gesorgt, auf beiden Seiten.

VfB Lübeck – Hannover 96 II (So., 14 Uhr) 
Sie klettern und klettern. Der 1:0-Auswärtssieg beim SV Eichede verhalf den Lübeckern zuletzt zum Sprung auf Rang zwei. Auf diesem Platz hatte auch der Gegner bereits gelegen, ehe er an Boden verlor und abrutschte. Aber viel trennt den Tabellenfünften noch immer nicht vom VfB – zwischen diesen beiden Teams liegt nur ein Punkt.

FC St. Pauli II – U.L.M. Wolfsburg (So., 14 Uhr)
Nach Wochen der Erfolglosigkeit landeten die Hamburger beim 2:1 in Hannover wieder einen dreifachen Punktgewinn – und sahen sich nach so mancher unglücklichen Niederlage belohnt. Nun tritt das Team gegen den bislang überzeugenden Aufsteiger an. Der Gast aus Wolfsburg ist seit vier Partien ohne Niederlage (1-3-0) und fühlt sich offenbar recht wohl in der Rolle des Stolpersteins.

1. FC Germania Egestorf/Langreder – Eintracht Braunschweig II (So., 15 Uhr) 
Es ging leicht bergauf bei der Eintracht. Die sechs Punkte aus den vergangenen fünf Partien waren allerdings nicht geeignet, um die Tabellensituation zu verbessern. Nach wie vor belegt die Eintracht den vorletzten Tabellenrang. Mit einem Auswärtssieg könnte sie allerdings den Gastgeber (15.) überholen und einen Nichtabstiegsplatz belegen. Das bedeutet für die Germania: Möchte sie den hauchdünnen Vorsprung halten, sollte sie dem 0:0 beim U.L.M. Wolfsburg nun einen Sieg folgen lassen.

VfV Borussia 06 Hildesheim – ETSV Weiche Flensburg (So., 15 Uhr)
Der Gastgeber (14.) trat zuletzt etwas auf der Stelle, holte lediglich drei Punkte aus fünf Partien und blieb auch bei Eintracht Braunschweig II sieglos (1:1). Ganz anders der Gegner: Weiche Flensburg gewann nicht nur mit 2:0 gegen den BSV Rehden, der Tabellenvierte ist nun seit acht Partien ungeschlagen (5-3-0). Die Flensburger sind also am Wochenende die Favoriten.

Lüneburger SK Hansa – FC Eintracht Norderstedt (So., 15 Uhr) 
Der Gastgeber ist wieder in der Spur. Nach drei Niederlagen in Folge gelangen dem LSK zunächst ein Sieg gegen den VfL Wolfsburg II (2:1) und zuletzt ein Unentschieden in Havelse (1:1). Gegen die Eintracht aus Norderstedt ist trotzdem Vorsicht geboten. Der Gast ist zwar seit sechs Partien ohne Sieg (0-4-2), kam beim 3:3 gegen den SV Meppen aber zu einem ebenso turbulenten, wie unerwarteten Unentschieden.

SpVgg Drochtersen/Assel – SV Eichede (So., 15 Uhr) 
Seit zehn Spielen wartet der SV Eichede nun auf einen Erfolg, lediglich einen Zähler gewann der Aufsteiger in diesen Partien. Doch gerade die letzten Begegnungen verliefen ausgesprochen unglücklich für den Gast, der SVE war oft nahe dran an einem Erfolg. Dass selbst eine längere Durststrecke irgendwann einmal ein Ende nimmt, wissen sie auch bei der Spielvereinigung. Nach mäßigem Start gelangen zuletzt acht Punkte aus vier Partien und der Sprung auf Rang zwölf.