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Lübeck – Es ist angerichtet an der Lohmühle. Am Sonntag (13 Uhr) empfängt der VfB die Reservemannschaft von Eintracht Braunschweig zum Pflichtspiel. Längst dürfte sich auch in der Region herum gesprochen haben, dass es gerade bei Heimspielen des Traditionsclubs einiges zu sehen gibt. Die letzten drei gegen Norderstedt (3:1), den Hamburger SV II (3:1) und Hannover 96 II (4:1) wurden jedenfalls nicht nur vom Ergebnis her positiv gestaltet, sondern beinhalteten auch einen hohen Unterhaltungswert. So sollten sich die gezeigten Darbietungen auch endlich auf die Resonanz niederschlagen, auch wieder einmal mehr als 1500 Anhänger den Weg ins Stadion finden. Die, die dort erscheinen kämen auch in den Genuss „alte“ Bekannte wieder zu sehen. Denn mit Deniz Dogan (37), der früher sein Fußballhandwerk beim Eicholzer SV erlernte und Morten Rüdiger (21 Jahre/2014 in der A-Jugend des VfB) kehren zwei ehemalige Kicker zurück an die alte Wirkungsstätte. Geschenke dürfen die Braunschweiger aber vom VfB sicherlich nicht erwarten, wollen die Grün-Weißen doch mit einem weiteren Dreier versuchen den Anschluss nach ganz oben (mindestens) zu halten, weiter Euphorie zu entfachen. Einige Fans träumen mittlerweile ja auch schon von ein bisschen mehr als dem aktuellen 3. Tabellenplatz. Doch der Regionalligist, allen voran VfB-Vorstand Florian Möller weiß das richtig einzuordnen. „Es ist faszinierend, wie schnelllebig der Fußball ist. In der Sommerpause war das Umfeld emotional am Boden, unsere Personalpolitik wurde vielerorts kritisiert. Dann hatten wir einen guten Saisonstart, auf die erste vorsichtige Euphorie folgte nach den Niederlagen im Pokal gegen St. Pauli und in der Liga gegen Meppen und Wolfsburg schon wieder Tristesse. Nun sind alle wieder obenauf und träumen von höherem. Das Umfeld darf das aber auch. Wichtig ist, dass intern jeder die Dinge richtig einsortiert. Wir genießen gerade diese Momentaufnahme und freuen uns, dass wir unsere Zuschauer in den letzten Heimspielen begeistern konnten. Das hatten wir länger nicht. Das gilt ganz speziell auch für meine Kollegen im Vorstand und Aufsichtsrat, die mit so viel Herzblut und ehrenamtlichem Engagement diesen Verein durch die letzten vier Jahre geführt haben“, so Möller gegenüber HL-SPORTS.

Rein sportlich gab Cheftrainer Rolf Landerl einen Ausblick auf den anstehenden Kontrahenten: „Ich kenne das Team von Braunschweig. Da gibt es viele gute Spieler. Von der Qualität her gehören die auch nicht ins untere Tabellendrittel. Deshalb müssen wir auch über die kompletten 90 Minuten plus Nachspielzeit zu einhundert Prozent da sein.“

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