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Lübeck – Es ist angerichtet für den 12. Spieltag in der Frauen-Verbandsliga Süd. Während vorne der Spitzenreiter einsam seine Kreise zieht, herrscht dahinter große Spannung. Gerade einmal acht Punkte trennen Rang zwei von elf, ab Platz sechs richten sich die Blicke nach unten. Und an diesem Wochenende stehen gleich zwei Duelle an, welche die Weichen für den Weg bis zur Winterpause stellen könnten. Doch den Anfang macht der Tabellenführer.

Heute Abend empfängt die SG Siems-Dänischburg den VfL Oldesloe. Von der Tabelle her eine klare Sache, denn Siems hat eine blütenweiße Weste. Oldesloe hingegen steckt mit neun Punkten im Abstiegskampf. Und die Stormarnerinnen kennen nur Hop oder Top: in acht Spielen gab es drei Siege und fünf Niederlagen. Dazu präsentiert sich der junge VfL auch in diesem Jahr als Wundertüte, was Spielverlauf und Ergebnis angeht. Doch in Siems sind unter der Woche erstmals ein paar graue Wolken aufgezogen. Zahlreiche Erkrankungen machten das Trainieren schwierig und noch ist nicht klar, welches Elf auf den Platz geht. Definitiv ausfallen werden Julia Gramkow und Mandy Scheer. Unabhängig davon ist Siems aber der klare Favorit in diesem Spiel.

Beide Teams mit acht Punkten, dem Verlierer droht das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. Da kann man getrost davon reden, dass die Partie zwischen Fortuna St. Jürgen und dem TSV Zarpen ein echtes Sechs-Punkte-Spiel. Doch die Stimmung ist sehr unterschiedlich. Zwar verlor die Fortuna das letzte Spiel, zeigte aber gegen Siems eine ansprechende Leistung und will zweifelsohne daran anknüpfen. Zarpen hingegen hat arge Personalprobleme und weiß noch gar nicht, mit welcher Elf aufgelaufen wird. Dazu hakt es aktuell ein wenig im Sturm, so dass der Aufsteiger zuletzt drei Spiele ohne Sieg blieb. Man darf also gespannt sein auf dieses Spiel und wer einen kleinen Schritt weg vom bösen Ufer macht.

Das Spitzenspiel des Wochenendes steigt in Ratzeburg, wo der heimische RSV den ATSV Stockelsdorf empfängt. Hier spielt der Tabellenfünfte gegen den Tabellendritten, wobei Stodo noch ein Spiel weniger absolviert hat. Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein. Ratzeburg verlor die letzten drei Spiele und wankt kräfti, während Stockelsdorf zuletzt mit einem Sieg in Eutin das Ruder etwas rumreißen konnte. Die Voraussetzungen sind irgendwo klar: nur wenn Ratzeburg gewinnt, kann man sich weiter nach oben orientieren, Stodo könnten sich auf Grund des Nachholspiels einen Ausrutscher erlauben – auch wenn der ATSV diesen sicherlich verhindern will

SG Siems-Dänischburg – VfL Oldesloe (Heute, 18.30 Uhr, Krummer Weg)
Kambiz Tafazoli (SGSD): „Die Woche lief eher suboptimal für uns. Durch die vielen Absagen aufgrund von Erkrankungen konnten wir nur eingeschränkt trainieren. Wir hoffen, dass sich die ein oder andere bis Samstag wieder fit meldet. Es geht gegen Oldesloe um die nächsten drei Punkte und dafür wird sich das Team, egal wer auf dem Platz steht, zerreißen.“

Fortuna St. Jürgen – TSV Zarpen (Sonntag, 12 Uhr, Kalkbrenner)
Stefan Scheel (Fortuna): „Wieder steht uns ein so genanntes Sechs-Punkte-Spiel bevor.
Zarpen haben wir aus den Aufstiegsspielen noch gut in Erinnerung und sind für das Spiel am Sonntag vorbereitet.“

Horst Juhler (TSV): „Die Personalsituation ist sehr angespannt. Da Fortuna einer Spielverlegung nicht zustimmt werde ich versuchen Spielerinnen zu reaktivieren.“

Ratzeburger SV – ATSV Stockelsdorf (Sonntag, 15 Uhr, Riemann)
Marc Hempel (RSV): „Nach unserer kleinen schwäche Phase vor den Ferien haben wir den Tabellendritten aus Stockelsdorf zu Gast am Riemann. Wir müssen alles aus uns herausholen und konzentriert agieren. Schwere , aber machbare Aufgabe!“

Frederik Grünsteidl (ATSV): „Auch nach der Pause über die Herbstferien ist die Verletztenliste noch nicht kürzer geworden, sodass immer noch nicht wieder aus dem Vollen geschöpft werden kann. Mit den zur Verfügung stehenden Spielerinnen wollen wir aber den Schwung aus den letzten beiden Pflichtspielen mitnehmen und uns weiterhin oben festsetzen.“

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