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Hamburg – Wie grausam: Der HSV ist auch nach dem zehnten Spieltag noch ohne Sieg in der Bundesliga. Mit 2:5 (0:3) gab es im ausverkauften Volksparkstadion gegen den Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund die nächste Abfuhr. Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang schoss die Rothosen fast ganz allein ab, erzielte einen Hattrick in der ersten Halbzeit und legte noch einen Treffer nach der Pause drauf. Für den Gastgeber traf Nicolai Müller zwei Mal und Dortmunds fünftes Tor erzielte der eingewechselte Dembele.

Bevor Schiedsrichter Sascha Stegemann die Partie anpfiff, feierten die Zuschauer den größten HSV-Helden: Ein Geburtstagsständchen für „Uns Uwe" Seeler zum 80. Geburtstag von 57.000 Zuschauern – diese Stimmung sollte den Rothosen den nötigen Rückhalt geben. Doch nach dem frühen Rückstand in der 4. Minute durch Aubameyang war’s damit vorbei.

Erst nach 0:4-Rückstand beendete Nicolai Müller den Torfluch, der seit dem 3. Bundesliga-Spieltag auf dem HSV lastete.

Trainer Markus Gisdol: „Nach so einem Spiel ist es natürlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Wir hatten uns unglaublich viel vorgenommen für dieses Spiel. Wenn du dann aber in kürzester Zeit durch zwei, drei krasse individuelle Fehler, die natürlich nicht mit Absicht geschehen, in den Rückstand gerätst, dann wirft das deinen Plan natürlich über den Haufen. Für unsere Mannschaft ist eine solche Situation dann umso schwerer, weil die Verunsicherung gleich wieder hervorgerufen wird. Wenn du 0:2 gegen Dortmund zurückliegst, musst du etwas probieren und hinten aufmachen – da wartet eine Mannschaft wie Dortmund mit seinen extrem schnellen Leuten natürlich nur drauf. Dennoch stand die Mannschaft in der Halbzeit zusammen, wollte sich nicht vorführen lassen und hat dagegengehalten. Man hat eine Reaktion in der zweiten Halbzeit erkannt, aber wenn du 0:3 hinten liegst, dann ist es schwer. Die gesamte Situation ist für das Team und den Verein sehr schwer. Die Erwartungshaltung vor der Saison war einfach zu groß, die Realität ist reiner Existenzkampf. Wir müssen die Situation akzeptieren und uns gemeinsam daraus kämpfen. Dennoch Glückwunsch an den BVB.“

So spielten sie:
Hamburger SV: Adler – Cleber (31. Ekdal), Djourou, Spahic – Diekmeier (69. Hunt), Douglas Santos – G. Sakai, Jung – N. Müller, Gregoritsch – Lasogga (52. Waldschmidt)

Borussia Dortmund: Bürki – Ginter, Sokratis (81. Passlack), Bartra, Piszczek – Rode – C. Pulisic (69. Schürrle), Castro, Mor (69. Dembelé), Guerreiro – Aubameyang

Tore: 0:1 Aubameyang (4.), 0:2 Aubameyang (23.), 0:3 Aubameyang (27.), 0:4 Aubameyang (48.), 1:4 Müller (55.), 1:5 Dembelé (76.), 2:5 Müller (81.)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Gelbe Karten: Sakai (68.), Santos (85.) / –

 

 

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