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Barmenia Roland Kahl

Eutin – Was weiß man über Sönke Meyer (Foto) eigentlich wirklich? Auf dem Platz ist der Kapitän von SH-Liga-Herbstmeister Eutin 08 der Chef und dort gibt er den Ton an, ist nun mit seiner Mannschaft für das Hallenmasters in Kiel qualifiziert und auf dem Weg in die Regionalliga. HL-SPORTS traf den 27-Jährigen zum Interview.

HL-SPORTS: Hallo Sönke, Glückwunsch zur Herbstmeisterschaft. Bist du selbst darüber überrascht, dass ihr so deutlich, immerhin fünf Zähler vor der Konkurrenz und mit einer weniger absolvierten Partie, in der Tabelle führt?

Sönke Meyer: „Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass wir so dominant sind. Klar wissen wir, dass in unseren Reihen erfahrene Spieler stehen, viel Potenzial vorhanden ist. Doch das bedeutet ja nicht automatisch, dass alles gleich reibungslos läuft. Aber wir nehmen die Momentaufnahme gerne mit, freuen uns ein kleines Polster gelegt zu haben. Insgesamt konnten wir aber auch davon profitieren, dass sich die Verfolger zuletzt gegenseitig die Punkte abgenommen haben.“   

HL-SPORTS: Du bist Kapitän, kennst ja alle deine Mitspieler und das Umfeld sicherlich bestens. Worin liegt der Schlüssel des Erfolges bei 08?

Sönke Meyer: „Wir haben ein tolles Trainergespann, das uns gut auf den jeweiligen Kontrahenten einstellt. Doch wir müssen das dann natürlich auch auf dem Platz umsetzen. Das gelingt uns aber augenscheinlich. Ansonsten leben wir nicht nur von individueller Qualität, sondern vor allem von mannschaftlicher Geschlossenheit. Es passt im Team nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Das sind alles Gute Typen.“
   
HL-SPORTS: Ein paar Spiele stehen noch vor der Winterpause an. Danach geht es für euch ja auch noch Anfang nächsten Jahres nach Kiel zum Hallenmaster. Freust du dich persönlich auf den Budenzauber oder bist du eher der Hallenmuffel?

Sönke Meyer: „Die gibt es sicherlich in jedem Club, auch bei uns. Ich spiele aber gerne in der Halle und natürlich auch in Kiel. Dort herrscht eine tolle Atmosphäre vor, sind viele Zuschauer. Insgesamt gesehen würde ich diese Veranstaltung als Bonbon für uns bezeichnen. Ich kann jedenfalls versprechen, dass wir uns einen schönen Abend dort machen, die Zeit genießen werden. Und Ziele haben wir auch. Ich möchte zum Beispiel das erste Mal mit meinem Team ins Halbfinale einziehen. Das ist mir in der Vergangenheit mit dem SV Eichede und zuletzt mit Eutin ja leider verwehrt geblieben.“   

HL-SPORTS: Du bist hauptberuflich Kindergärtner in Fissau. Wie bist du auf diesen Job gekommen?

Sönke Meyer: „Für mich ist das mein Traumberuf, ich möchte keinen anderen machen. Die Arbeit mit den Kindern macht einfach richtig Spaß. Man kann viel geben, bekommt aber auch eine Menge zurück. Toll ist es dann auch noch, das bei unseren Heimspielen auch noch eine Gruppe von fünf bis sechs „Kiddies“ zum Zuschauen kommt, mit dabei sind und uns unterstützen.“

HL-SPORTS: Wie präsent sind trotz Traumberuf die Gedanken an die Regionalliga?

Sönke Meyer: „Ich will das nicht wegdiskutieren. Sicherlich ist es so, dass man sich im Mannschaftskreis darüber auch einmal lose unterhält. Wir sind ja schließlich Herbstmeister. Doch das stört nicht oder beeinflusst uns im Spiel. Da sind und werden wir auch in den nächsten Partien wieder fokussiert zu Werke gehen.“

HL-SPORTS: Danke Sönke.