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Barmenia Roland Kahl

Kronsforde – Für den Kronsforder SV ist es nach dem überraschenden Rücktritt des Trainer-Duos Christian Lindemann und Stefan Hobelsberger ein Segen, dass sich Ex-Regionalliga-Coach Henning Meins und das Kronsforder Urgestein Jürgen Voß sich so schnell bereiterklärten, zu helfen (HL-SPORTS berichtete). Voß war zur Hochzeit des KSV verantwortlicher Trainer und übernahm danach auch den Türkischen SV. Meins ließ sich nach seiner Beurlaubung als Co-Trainer beim VfB Lübeck im April dieses Jahres Zeit, wollte etwas machen, wo er Ambitionen hat. Die Kreisliga ist sicher nicht, dass was sich der 44-Jährige vorstellte, doch hat er nicht vergessen, woher er kommt und sagte sofort zu.

Einen großen Anteil daran hat Voß, der in Kronsforde seine besten Zeiten erlebte. Zwölfeinhalb Jahre war er Coach an der Krummesser Landstraße, erhielt am Dienstagabend einen Hilferuf des 2. Vorsitzenden Peter Böge, ob er nicht eine Idee hätte. Voß, der drei KSV-Aufstiege zu verantworten hat und zur erfolgreichen Vereinsgeschichte beitrug, kam der Einfall mit Meins. „Ein kurzer Anruf, nicht großartig überlegen, machen“, so Voß bei HL-SPORTS. „Henning ist in Kronsforde groß geworden und nun haben wir beide die Gelegenheit zu helfen. Das war schnell klar, dass wir das für die drei Spiele bis zum Winter machen. Danach hat der Club 13 Wochen Zeit, jemanden zu finden, der zu ihm passt“, fügt der 61-Jährige hinzu.

Für Voß ist es zu 99,9 Prozent keine Option danach weiterzumachen. „Ich habe nach 20 Jahren mit 51 den Trainerjob an den Nagel gehängt, bin gesundheitlich nicht so auf der Höhe und nach neun Aufstiegen in meiner Karriere muss ich niemanden mehr etwas beweisen“, sagt die KSV-Legend.

Fünf Jahre bei Lübeck 76, zwölfeinhalb beim Kronsforder SV und dreieinhalb beim Türkischen SV reichen Voß laut eigener Aussage. Und er überlegt schon jetzt, wer als Nachfolger in Frage kommt. „Das muss einfach passen“, meint der Lübecker Fußballkenner.