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Lübeck – Es ist angerichtet. Am Sonntag (Anpfiff 14 Uhr) gastiert der VfB Lübeck in Flensburg zum Duell der Verfolger in der Regionalliga Nord. Zweifel, dass das Match an der Förde womöglich ausfallen könne, plagen Rolf Landerl nicht. Auch nicht die an der Einstellung seines Teams. „Das Wetter ist doch okay. Es wäre für mich auch überraschend, wenn irgendjemand zusätzliche Motivation benötigt. Das ist ein echtes Spitzenspiel, auf das wir uns freuen und das wir uns selbst erarbeitet haben“, so der Cheftrainer des Tabellenzweiten gegenüber HL-SPORTS. Beim ETSV kann der 40-jährige Österreicher erneut fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Nogovic, Haritos und Youngster Abou Rashed (Schleimhautentzündung) stehen nicht zur Verfügung beim Auftrag, den Anschluss zum Ligaprimus Meppen nicht zu verlieren und Zählbares einzusacken. Für Unterstützung ist jedenfalls gesorgt. Auch Dank des Fankreises, der einen Bus organisierte, werden wohl viele Anhänger der Grün-Weißen den Weg nach Flensburg antreten und ihre Jungs pushen.    

Weiches Liga-Manager Matthias Hummel im Gespräch mit HL-SPORTS vor der Partie:

HL-SPORTS: Hallo Matthias. Der Landesrivale aus Lübeck kommt. Habt ihr da nicht aus dem verlorenen Landespokalfinale noch eine Rechnung offen?

Matthias Hummel: „Ich glaube als ehemaliger Spieler, dass man so eine Pokalniederlage nie abgehakt hat, sie im Kopf ist. Einfluss auf das Spiel hat das aber nicht. Es ist aktuell ein Landesderby, das man gewinnen will und indem es gilt ein Zeichen zu setzen.“

HL-SPORTS: Hattest du erwartet, dass die Lübecker oben mit unter den Top-Teams dabei sind?

Matthias Hummel: „In den letzten Spielzeiten waren immer Wolfsburg, Oldenburg und wir dort tabellarisch vertreten. Jetzt ist der VfB halt mit dabei. Für mich ist es schon überraschend, das Lübeck es so früh geschafft hat. Schließlich sind dort viele Spieler gekommen und gegangen. Aber natürlich sollte man den Landesrivalen immer auf der Rechnung haben, in einer Liga, in der alles eng zusammen ist.“
   
HL-SPORTS: Ihr müsst euch aber natürlich nicht verstecken, habt ja einen Lauf. Woran liegt das?

Matthias Hummel: „Das hat sicherlich mehrere Gründe. Die meisten Spieler sind von Formkrisen verschont geblieben. Durch die letzten erfolgreichen Jahre ist alles gewachsen. Nach zunächst durchwachsendem Start haben wir uns ja berappelt und im richtigen Moment auch die Punkte geholt. Wir schwimmen also auf einer kleinen Welle, haben aber auch noch viel vor der Brust in den nächsten Wochen. Doch die Teams, die gegen uns antreten müssen, haben auch Respekt vor uns. Diesen Status haben wir uns erarbeitet.“

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