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Lübeck – Wird gespielt oder fällt das Spiel aus? Dies ist wohl die drängendste Frage vor dem zehnten Spieltag in der Frauen-Verbandsliga Süd und bisher gibt es noch keine Spielabsage bei den Frauen. Und so stellen sich die Teams der Region ihren Konkurrentinnen. Den Anfang macht dabei im Spitzenspiel die SG Siems-Dänischburg.

Doch was heißt hier Spitzenspiel? Dies gilt wohl nur für den Tabellenstand, wenn der Spitzenreiter beim Fünften in Horst antritt. Der VfR hat deutliche 14 Punkte Rückstand auf Siems und wird sich wie so viele Clubs als Best of the Rest in der Liga etablieren wollen. Allerdings spielt Horst wie der Rest der Liga sehr, sehr wechselhaft. Einzig Siems ist bekanntlich die Konstanz pur, hat die Herbstmeisterschaft in der Tasche und kann eigentlich schon den Meisterschaftssekt kaltstellen. Auch mit elf Ausfällen wird sich die SG nur selbst schlagen können.

Einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt könnte Fortuna St. Jürgen. Der Lübecker Kreisliga-Meister ist zu Gast bei Schlusslicht FSC Kaltenkirchen. Die Mannschaft aus dem Kreis Segeberg kam gut in die Saison rein, wartet aber seit fünf Spielen auf einen Sieg. Auch die beiden Unentschieden zuletzt dürften aus FSC-Sicht zu wenig sein. Um allerdings in Kaltenkirchen bestehen zu können, muss die Fortuna dringend ihre katastrophale Auswärtsbilanz aufbessern. Mit vier Niederlagen und nur einem Punkt aus fünf Spielen belegt die Scheel-Elf den letzten Platz in der Auswärtstabelle.

Apropos Auswärtsbilanz: Die sollte auch der Ratzeburger SV dringend verbessern, wenn man weiter im Kampf um den zweiten Platz eingreifen will. Bisher gab es für den RSV nämlich wenig zu holen, nur drei Punkte in fünf Spielen. Nun reist man zum VfL Oldesloe, der in dieser Saison ebenfalls nicht wirklich in die Gänge kommt. Zu Hause haben die Stormarnerinnen die drittschlechteste Bilanz und sind so durchaus schlagbar. Allerdings hadert man beim RSV noch etwas mit den Wetterkapriolen der letzten Tage.

Endlich mal gegen Stockelsdorf gewinnen will der TSV Zarpen und trotz der Niederlage einer Notelf geht man beim amtierenden Meister der Kreisliga Stormarn/Lauenburg mit Optimismus in die Partie. Ein Sieg ist auch dringend nötig, will man im Abstiegskampf nich weiter an Boden verlieren. Doch der ATSV ist aktuell „Best of the rest“ und steht auf dem zweiten Rang. Und der „Blau-Weiße-Express“ will diesen natürlich verteidigen.

VfR Horst – SG Siems-Dänischburg (Heute, 16 Uhr, Horst)
Kambiz Tafazoli (SGSD): „Satte elf Spielerinnen werden uns heute in Horst fehlen. Dennoch gilt die Devise, nach Steinburg zu fahren. um drei weitere Punkte einzufahren. Da wir uns in der letzten Saison gegen Steinburger Mannschaften schwer getan haben, werden wir mit 100% Siegeswillen dort hinfahren.“

FSC Kaltenkirchen – Fortuna St. Jürgen (Sonntag, 13 Uhr, Kaltenkirchen)
Stefan Scheel (Fortuna): „Auswärts tun wir uns immer schwer. Es wäre aber mal an der Zeit, unsere Auswärtsbilanz zu verbessern.“

VfL Oldesloe – Ratzeburger SV (Sonntag, 14 Uhr, Kurpark)
Marc Hempel (RSV): „Unter der Woche konnten wir aufgrund der Wetterlage gar nicht trainieren und sind daher nicht optimal vorbereitet. Dennoch werden wir alles daran setzen, die Punkte mit nach Ratzeburg zu nehmen.“

TSV Zarpen – ATSV Stockelsdorf (Sonntag, 14 Uhr, Zarpen)
Horst Juhler (TSV): „Mit Stockelsdorf kommt eine starke Mannschaft, gegen die wir in der Vergangenheit keine Punkte holen konnten. Das werden wir am Wochenende ändern.“

Frederik Grünsteidl (ATSV): „Nach aktuellem Stand soll das Spiel stattfinden, allerdings hat das Klima uns unter der Woche den Trainingsplan durcheinander gewirbelt. Nur eine Einheit konnte in die Soccerhalle verlegt werden, aber trotzdem wollen wir Sonntag wieder Vollgas geben, um die drei Punkte mitzunehmen.“

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