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Lübeck – Gleich drei Teams aus der Region haben die Chance, sich den zweiten Platz in der Frauen-Verbandsliga Süd zu schnappen. Das sind die Voraussetzungen für den elften Spieltag. Und alle drei können dies zu Hause schaffen. Den Anfang aus Regionssicht macht aber auch an diesem Spieltag wieder der Spitzenreiter.

Die SG Siems-Dänischburg empfängt bereits heute das Schlusslicht vom FSC Kaltenkirchen. Die Rollen sind somit klar verteilt. Der wartet als Aufsteiger seit sechs Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn und hat sich nun einen kleinen Rückstand auf das rettende Ufer eingehandelt. Allerdings konnter der FSC viele Spiele offen gestalten. Siems hingegen scheint nicht zu stoppen. Der Tabellenführer gibt sich auch ersatzgeschwächt keine Blöße und marschiert nach zehn Siegen in zehn Spielen förmlich durch die Liga, hat die Herbstmeisterschaft schon vor zwei Wochen perfekt gemacht und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der Aufstieg in die SH-Liga feststeht. Von daher wird sich die Elf von Kambiz Tafazoli gegen den Letzten keine Blöße geben wollen.

Aus eigener Kraft kann der ATSV Stockelsdorf den zweiten Platz verteidigen. Allerdings ist mit JuS Fischbek ein gefährlicher Gegner zu Gast, auch wenn die Mannschaft aus Stormarn zuletzt etwas ins Stocken gekommen war. Aus den letzten fünf Spielen gab es nur einen knappen Erfolg. Dennoch ist der ATSV gewarnt, schließlich hat JuS mit Isabelle Heilmann eine sehr torgefährliche Spielerin im Kader. Allerdings ist der „Blau-Weiße Express“ nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen wieder in der Spur und will im ersten Heimspiel nach über einem Monat eine gute Figur hinterlassen. Die Moral und die Leistung stimmen in Stockelsdorf, auch wenn Trainer Grünsteidl weiter Ausfälle zu beklagen hat.

Apropos in der Spur: in selbige ist auch Fortuna St. Jürgen zurückgekehrt. Lübecks Kreisliga-Meister hat sich nach zwei Siegen in Folge wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und kann sogar auf den zweiten Tabellenplatz schielen. Allerdings wird die Aufgabe nicht einfach, denn auch die SG Rönnau/Segeberg ist seit sieben Spielen ungeschlagen und hat sich nach schwachem Saisonstart wieder in Richtung Spitzengruppe gekämpft. Vor allem defensiv ist die SG nur schwer zu knacken, mit 15 Gegentreffern stellt man derzeit die drittbeste der Liga. Da muss die Fortuna schon jede Chance nutzen, um Erfolg zu haben.

Eine klare Rollenverteilung gibt es am Riemann, wo der heimische Ratzeburger SV auf Aufsteiger TSV Zarpen trifft. Aus der kleinen Krise vor der Herbstpause hat sich der RSV erst einmal befreit und zuletzt zweimal nicht verloren. Man hat alle Chancen, weiter die angestrebten Ziele zu erreichen und die Lage im Umfeld hat sich ebenfalls beruigt. Von daher nimmt man gegen Zarpen die Favoritenrolle an. Denn der TSV wartet mittlerweile seit sechs Spielen auf einen Dreier, auch wenn die Ergebnisse -ähnlich wie bei Mitaufsteiger Kaltenkirchen- mit einer Ausnahme knapp sind. Doch im Moment fehlt so ein wenig das Schussglück bei der Juhler-Elf, doch der Trainer ist überzeugt, dass man das Ruder rumreißen kann. Ein Sieg wäre wichig, dann könnte man die Abstiegsränge verlassen.

SG Siems-Dänischburg – FSC Kaltenkirchen (Heute, 18.30 Uhr, Krummer Weg)
Kambiz Tafazoli (SG): „Erster gegen den Letzten. Auf dem Papier eine klare Sache!?! Dennoch sind wir gewarnt. Kaltenkirchen scheint sehr kompakt zu stehen und die Ergebnisse bestätigen mir das. Viele ihrer Spiele gehen immer nur knapp 2:1 aus. Wir wollen weiter Punkten und die Mädels sind „durstig“ auf den nächsten Sieg.“

ATSV Stockelsdorf – JuS Fischbek (Sonntag, 11 Uhr, Rensefelder Weg)
Frederik Grünsteidl (ATSV): „Die Hinrunde geht auf die Endphase zu, auch in den letzten Spielen vor der Pause wollen wir noch punkten. Aufgrund der Wetterlage wird das Spiel auf dem Kunstrasenplatz am Rensefelder Weg stattfinden, zusätzlich zu den langfristigen Ausfällen fehlen noch weitere Spielerinnen, trotzdem dürften ungefähr 14 Leute zur Verfügung stehen.“

Fortuna St. Jürgen – SG Rönnau/Segeberg (Sonntag, 11 Uhr, Kalkbrenner)

Ratzeburger SV – TSV Zarpen (Sonntag, 14 Uhr, Riemann)
Marc Hempel (RSV): „Wir sind natürlich der Favorit , aber wissen, wie gefährlich die Mannschaften im Tabellenkeller sein können. Dennoch sind wir in der laufenden Saison zu Hause am Riemann ungeschlagen und das soll auch so bleiben. Wir wollen dieses Spiel gewinnen und werden daher auch offensiv auftreten. Personell kann ich tatsächlich aus dem Vollen schöpfen.Es fehlen lediglich die Langzeitverletzten Sandra Reisner und Mareike Sass. Ich werde auf der einen oder anderen Position rotieren und auch denen eine Chance geben , die in den letzten Spielen nicht so zum Zuge kamen.“

Horst Juhler (TSV): „Wir wissen, dass es nicht einfach ist in Ratzeburg zu punkten. Ich hoffe, dass wir an die gute Leistung der letzten Woche anknüpfen können.“

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