Anzeige

Lübeck – Das Positive zuerst: Der VfB Lübeck bleibt im siebten Spiel hintereinander ungeschlagen. Das Negative: Eine zweimalige Führung im letzten Heimspiel des Jahres konnte der Tabellenzweite der Regionalliga Nord gegen den BSV Rehden vor der Rekordkulisse von 1626 Zuschauern nicht über die Ziellinie retten. Beide Teams trennten sich 2:2 (1:1). Der lange verletzte Büyükdemir zeigte sich gut erholt, erzielte dabei seinen ersten Saisontreffer. Die Gastgeber hatten gewettet, dass keine 2000 Fans das Spiel besuchen – sie behielten Recht.

Mit einer Ecke kam es für Richter (7.) und danach Büyükdemir (9.) zu Großchancen in der Anfangsphase auf Seiten der Hausherren, die sofort das Heft in die Hand nahmen. Zehn Minuten später war es wieder eine Ecke von der linken Seite, die zum Führungstreffer für die Grün-Weißen führte. Büyükdemir platzierte den Ball auf Kapitän Wehrendt (19.), der genau ins rechte obere Eck köpfte. Die Niedersachen wachten danach auf, gestalteten das Spiel offener. Zu einer nennenswerten Möglichkeit kamen sie aber erst in der 36. Minute, als Lamidi aus spitzem Winkel das Außennetz traf. Die zunehmende Inaktivität nach dem Führungstreffer der Gastgeber bestrafte Evers (45.) mit dem Pausenpfiff von der Strafraumgrenze mit dem Ausgleich zum 1:1, einem abgefälschtem Flachschuss in die rechte Torecke.

Mit der tiefstehenden Sonne im Rücken musste der VfB im zweiten Durchgang wieder vorlegen. Für den unauffälligen Ebot-Etchi versuchte es Coach Landerl mit Gebissa in der Offensive. Die erste Szene ging aber auf das Konto des BSV. Matovina (53.) mit einem Schuss aus 17 Metern – knapp vorbei. In der 55. Minute nutzte Büyükdemir eine Freistoßflanke von Meyer zur erneuten Lübecker Führung. Der 19-Jährige hielt einfach seinen Fuß hin und kickte das Leder aus Nahdistanz an Rehdens Keeper Mandic vorbei zum 2:1. Danach machten es die Lübecker besser als noch in der ersten Halbzeit. Sie drängten auf die Entscheidung, doch fehlte der letzte Pass.

Erst in der 80. Minute spielten der eingewechselte Bohnsack mit Marheineke einen Angriff gut aus. Hier wurde der Innenverteidiger allerdings kurz vor dem BSV-Kasten elfmeterreif gestoppt, die Pfeife von Schiedsrichter Daniel blieb aber stumm. Aus dem Nichts der erneute Ausgleich. Zieba (85.) bekam den Ball an der linken Strafraumgrenze und schlenzte ihn an Toboll zum 2:2 vorbei ins lange Eck. Eine Minute später tauchte der gerade erst gekommene Magouhi vor dem Lübecker Schlussmann auf, schoss ihn aber an – nun sogar Glück für die Gastgeber. Siala (87.) traf danach das Außennetz. Beim VfB Lübeck war danach die Luft raus, konnte froh sein, die Begegnung am Ende nicht sogar verloren zu haben. Trotzdem bleibt das Landerl-Team auf Rang zwei.

Statistik:

VfB Lübeck – BSV Rehden 2:2 (1:1)

Tore: 1:0 Wehrendt (19.), 1:1 Evers (45.), 2:1 Büyükdemir (55.), 2:2 Zieba (85.)

Gelbe Karten: Gomig – Bingöl, Matovina

Zuschauer: 1626

Aufstellungen:

VfB Lübeck: Toboll, Gomig, Wehrendt, Noel, Mende, Meyer, Richter (84. Weggen), Büyükdemir (61. Bohnsack), Ebot-Etchi (46. Gebissa), Marheineke, Sievers

BSV Rehden: Mandic, Pekrul, Bingöl, Wessel, Schöneberg, Siala, Evers, Lamidi (91. Behrens), Nuxoll, Zieba, Matovina (79. Magouhi)

Anzeige
FB Datentechnik