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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Wer hätte vor drei Wochen gedacht, dass die Frauen-SH-Liga nochmal so richtig spannend wird? Zu souverän war der Tabellenführer, zu souverän wirkte auch der Zweite, der sich etwas vom Rest abzusetzen schien. Doch pünktlich zum Rückrundenauftakt ist die höchste Spielklasse des Landes wieder richtig spannend und die Augen der Liga gehen zum Top-Spiel zwischen Spitzenreiter SV Henstedt-Ulzburg II und TuRa Meldorf. Sollte es da das „richtige“ Ergebnis geben, könnte der TSV Ratekau der Nutznießer sein, der gleichzeitig wertvolle Schützenhilfe für den Eichholzer SV leisten könnte.

An der Rosenstraße wird man sicherlich auf einen Meldorfer Sieg oder zumindest auf ein Remis hoffen, doch zunächst muss der Titelverteidiger seine Hausaufgaben machen. Und Ratekau geht als klarer Favorit in die Partie, denn zu Gast ist Rot-Schwarz Kiel. Nach gutem Auftakt in die Saison läuft beim Drittletzten der Tabelle nicht mehr viel zusammen. Nur ein Zähler aus den letzten sieben Spielen steht für Rot-Schwarz auf der Haben-Seite, das große Zittern hat mal wieder begonnen. Beim TSV hingegen wird spannend zu sehen sein, wie die Mannschaft die überraschende Heim-Niederlage gegen Schönberg verdaut hat. Sollten sie hier die richtigen Hebel angesetzt haben und die richtigen Lehren aus dem 1:3 ziehen, dann sollte man mit den Kielerinnen wenig Probleme haben. Allerdings muss die Chancenverwertung bei Ratekau wieder besser werden, um nicht zu zittern, so wie beim knappen 2:1-Hinspielerfolg.

Dass sich Ratekau gefangen hat, darauf hofft auch der Eichholzer SV, der zum schweren Auswärtsspiel beim TSV Schönberg antreten muss. Für die Mannschaft aus dem Kreis Plön war der 5:1-Hinspielsieg die Initialzündung für die Saison. Seitdem gewann der TSV vier von fünf Spielen und hat sich vorerst aller Abstiegssorgen entledigt, der Blick geht sogar wieder leicht nach oben. Kein einfaches Spiel also für die Frauen von der Guerickestraße, bei denen sich etwas Sprach- und Ratlosigkeit breit gemacht hat. Zwar spielt der ESV über weite Strecken gut mit, doch eine katastrophale Abwehr machen Eichholz regelmäßig den Garaus. Allein in den letzten beiden Spielen waren es wieder 13 Gegentore. Letztlich ist es aber auch egal, wie der ESV es macht: Punkte müssen her für das Schlusslicht – und wenn es am Ende ein 8:7 ist.

TSV Ratekau – Rot-Schwarz Kiel (Sonntag, 14 Uhr, Rosenstraße)
Maik Lietzau (TSV): „Letztes Spiel dieses Jahr. Da wollen wir natürlich mit einem Sieg Weihnachten feiern und ins neue Jahr starten. Personell sieht es gegen Rot-Schwarz auch ganz gut aus. Lediglich Sina Schöning und Jana Hinkelmann (beide privat verhindert), sowie Kristina Scheel (Urlaub) stehen nicht zur Verfügung. Dennoch wollen wir gut in die Rückrunde starten.“

TSV Schönberg – Eichholzer SV (Sonntag, 14 Uhr, Schönberg)
Jürgen Scheffel (ESV): „Das Hinspiel haben wir noch gut im Kopf, kennen die robuste Spielweise der Schönbergerinnen und sind drauf eingestellt. Ein Sieg wäre ’ne Überraschung, die wollen wir schaffen!“