Anzeige

Rostock – Ernüchterung im Ostseestadion: Der FC Hansa Rostock hat das Ostseeküsten-Duell mit Holstein Kiel eindeutig mit 1:4 verloren. Am 17. Spieltag gab es die höchste Saisonniederlage – nach zuletzt fünf Spielen in Folge ohne Niederlage. Träume von einem Spitzenplatz sind geplatzt, Hansa hat (vorerst) den zehnten Tabellenplatz gehalten, doch es kann ganz schnell auch abwärtsgehen.

Vor 11.000 Zuschauern, darunter 700 Kieler Fans, gelang Andrist in der 8. Minute das 1:0 per Kopfball nach einem famos getretenen Freistoß von Wannenwetsch. In der 30. Minute nutzte Lewerenz eine fatale Abwehrschwäche zum Ausgleich. Nach der Pause warf ein Foulelfmeter, den Siedschlag in der 50. Minute zur Kieler Führung verwandelte, die Gastgeber aus der Bahn. Drexler (62.) zum 3:1 und Salem (84.) zum 4:1 gaben Hansa den Rest.

Hansa-Trainer Christian Brand: „Wir sind gut in die Partie gestartet, haben gut gepresst und sind auch verdient in Führung gegangen. In der Folge, das ging bereits mit dem 1:1 los, zeigten wir aber unfassbar viele individuelle Fehler und so kann man letztendlich keine Partie gewinnen. Nach der Pause haben wir dann so einen Elfmeter fabriziert und das 1:4 hat dem ganzen dann das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Holstein war heute sehr gut aufgelegt und war die deutlich bessere Mannschaft, auch wenn die individuellen Fehler das Spiel entschieden haben. Jetzt ist es wieder eindeutig, wo wir stehen, wir sind im Mittelfeld angekommen und der ein oder andere weiß jetzt, dass es nicht darum geht, nach oben zu schielen, sondern dass wir den Blick wieder nach unten richten sollten, um schnellstmöglich viele Punkte gegen den Abstieg zu sammeln haben."

Im Gegensatz zu Hoffmann, Ahlschwede und Erdmann, die allesamt verletzungsbedingt fehlten, war Kofler nach seiner Rotsperre aus der Partie gegen Werder Bremen II wieder in die Mannschaft gekommen und komplettierte gemeinsam mit Henn die Innenverteidigung. Durch den Ausfall von Erdmann war Trainer Brand gezwungen, auch das Mittelfeld umzubauen. Grupe rückte aus der Innenverteidigung wieder ins defensive Mittelfeld vor und spielte damit gemeinsam mit Stevanovic und Wannenwetsch in der Zentrale. Im Sturm begann im Gegensatz zur Vorwoche wieder Ziemer.

So spielten sie:

FC Hansa Rostock: Schuhen – Gardawski (C), Kofler, Henn, Jänicke – Gebhart (55. Dorda), Stevanovic (46. Garbuschewski), Grupe, Wannenwetsch (73. Benyamina), Andrist, Ziemer

Holstein Kiel: Kronholm – Schmidt, Hoheneder, Czichos (C), Bieler (65. Dürholtz), Peitz, Lewerenz (61. Salem), Herrmann, Siedschlag, Drexler (80. Fetsch), Schindler

Tore: 1:0 Andrist (8.), 1:1 Lewerenz (30.), 1:2 Siedschlag (Foulelfmeter, 50.), 1:3 Drexler (62.), 1:4 Salem (84.)

Anzeige