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Schönberg – 13 ungeschlagen blieb der FC Carl Zeiss Jena zu Saisonbeginn, bis es erst am 14. Spieltag die erste Niederlage für die Thüringer in der Regionalliga Nordost gab. RB Leipzig II stoppte die Mannschaft von FCC-Trainer Mark Zimmermann, die zum Winter von der Tabellenspitze grüßt. Es war die einzige Pleite für den Top-Favoriten auf den Aufstieg in Liga drei.

Nach dem Abstieg aus dem Profifußball ist der FC Energie Cottbus inzwischen in Reichweite der Jenaer. Der Ex-Bundesligist schaffte erst am vierten Spieltag den ersten Dreier, musste sich erst einmal in der neuen Klasse zurechtfinden und kam erst auf drei Remis. Die erste Schlappe bekamen die Cottbuser in Schönberg. 1:2 hieß es bei den Maurine-Kickern.

Auch Vizemeister Berliner AK ereilte das Phänomen bei den Schönbergern, verloren dort zum Auftakt gar 0:3 und erkämpften sich erst zum fünften Spieltag einen knappen 1:0-Erfolg gegen den ZFC Meuselwitz. Neun Zähler Rückstand auf den Tabellenführer könnten eine Mammutaufgabe für die Hauptstädter in der Rückrunde.

Auf den Rängen vier, fünf und sechs stehen RB Leipzig II (30), Viktoria Berlin und Babelsberg 03 (beide 28). Die Bullen-Reserve steht dabei in der Heimgunst an Nummer drei des Rankings. Mit der Meisterschaft werden diese drei Teams nichts zu tun haben und auch ein Abstieg ist eher unwahrscheinlich.

Der BFC Dynamo fing stark an und ließ noch stärker nach. Nach den ersten beiden Spieltagen noch an der Tabellenspitze (danach gab Jena diese Position nicht mehr her), ging es für den DDR-Rekordmeister stetig bergab. Aktuell steht man mit 26 Punkten auf dem siebten Platz. Und das in bester Gesellschaft, denn die Berliner sind mit dem FC Oberlausitz Neugersdorf, Lok Leipzig und Hertha BSC punktgleich und nur durch das bessere Torverhältnis Anführer dieser Gruppe.

Die Enttäuschung des Ostens ist Wacker Nordhausen. Als Meisterkandidat gehandelt, aufgerüstet in die Spielzeit gegangen, sind die Kicker aus dem Harz zur Winterpause auf dem elften Platz. Sie führen dabei die Runde der Teams an, die gegen den Abstieg kämpfen.

Danach steht der FC Schönberg 95, der von seinen Überraschungserfolgen gegen Top-Teams zerrt. Aber auch gegen direkte Konkurrenten wurde gepunktet. Die Tendenz zeigt aktuell ganz klar Richtung Klassenerhalt.

Hinter den Nordwestmecklenburgern folgen mit vier Punkten Abstand der ZFC Meuselwitz und der VfB Auerbach. Wenn sich die Ost-Clubs in der dritten Liga halten, sollten diese beiden Mannschaften ebenfalls in der kommenden Saison viertklassig bleiben.

Für Union Fürstenwalde (15) und Budissa Bautzen (12) wird es eng. Sie müssen sich in der Rückrunde extrem steigern, um noch einen Hauch von einer Chance zu haben. Kommt ein Drittligist dazu und steigt der Meister der Regionalliga nicht auf, könnte es zukünftig nur noch Oberliga-Fußball bei den beiden FSV-Mannschaften geben.

Zur TSG Neustrelitz ist nicht mehr viel zu sagen. Vier Punkte aus 17 Begegnungen ist nicht regionalligatauglich. Nur ein Wunder im Parkstadion kann zum Klassenerhalt helfen. Die Möglichkeiten im Winter den Kader aufzubessern sind ebenfalls nicht gegeben. Dafür verpflichtete man Achim Hollerieth (erst vor einigen Tagen beim Liga-Konkurrenten Union Fürstenwalde entlassen) am vergangenen Dienstag. Er tritt die Nachfolge des im Oktober beurlaubten Benjamin Duray an.

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