Pönitz – Danny Cornelius (Foto) wird kein Trainer beim Kreisligisten SVG Pönitz. Das bestätigte der 32-Jährige am Montagabend bei HL-SPORTS.

„Die Gründe für meine Absage sind vielseitig, so dass ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, dort Trainer zu werden“, sagte der Eutiner Meisterspieler, der auch schon für den VfB Lübeck und den FC Schönberg 95 kickte, begründete es auch gleich. „Die Vorkommnisse beim Kreispokalfinale in Sereetz, wo mein zukünftiger Co-Trainer Böller warf, waren so mit Hauptgrund für meine Entscheidung, die ich heute Horst Petersen (Pönitz-Vorsitzender, Anm. d. Red.) mitgeteilt habe. Ich kann mit so jemandem, der auf die Mannschaft, wo ich selbst aktuell noch spiele, einen Böller wirft, in Kauf nimmt, jemanden zu verletzen, nicht zusammenarbeiten. Also hätte ich mir einen neuen Co-Trainer suchen müssen. Das war so nicht geplant und lässt meine Zeit auch nicht zu. Ich wollte kürzer treten und das sehe ich nicht. Das Tischtuch war damit zerrissen und ich habe mir eine Woche Gedanken dazu gemacht“, sagte er.

Doch nicht nur der Aussetzer seines zukünftigen Co-Trainers ließ Cornelius an seinem geplanten Engagement im Sportpark an der Lindenstraße zweifeln, wie er weiter anfügte: „Seit Bekanntgabe, dass ich bei der SVG Pönitz neuer Trainer werde, spielt die Mannschaft nicht mehr so, wie es mir vom Verein erzählt wurde. Die Verbandsliga war zu der Zeit, als ich mit dem Club sprach, das große Ziel, doch die scheint gar nicht von einigen Spielern gewünscht. Für mich ist es immer so, dass ich den höchsten Anspruch an mich habe, aber das sehe ich dort nicht. Die Rahmenparameter von einer geilen Truppe, die Bock auf die Verbandsliga hat, um etwas zu erreichen, ist einfach nicht gegeben.“

Wie es nun bei Cornelius weitergeht, ist unklar. „Der Weg als Spieler ist nun nicht mehr ausgeschlossen. Ich lasse mich überraschen“, meinte er abschließend. Erst einmal möchte er den Regionalliga-Aufstieg mit Eutin 08 schaffen. 

Die SVG muss nun einen neuen Nachfolger für den aktuellen Trainer Helge Thomsen suchen, der seinen Abschied zum Sommer ankündigte.