Lübeck – Es kommt ja nicht von ungefähr. Mit Lerom Shalom, Johannes Willebrand und Sören Todt (alle eigene A-Jugend), Alend Cabbar und Hogir Busali (beide U19 SG Siems/Strand), so wie Furkan Kalfa (21/NTSV Strand 08) stoßen beim VfB II sechs Nachwuchskicker in der Landesliga dazu. Im Gegenzug geht es mit verdienten Akteuren, wie einem Azad Er, Aschty Sindy, Faruk Dogan (alle SV Azadi), Rezan Almosa, Enzo Testa oder auch Ramyar Ismail (alle Ziel unbekannt) nicht weiter.

Ein zunächst qualitativer Verlust, aber ein durchaus so gewollter, wie Serkan Rinal auf Nachfrage von HL-SPORTS bestätigte. „Wir haben bewusst diesen Schnitt vollzogen. Die Aufgabe eines Trainers einer Reservemannschaft sollte immer darin bestehen, junge Nachwuchskräfte weiterzubringen und an die erste Mannschaft heranzuführen. Deshalb sollte eine U21 auch möglichst eine U21 sein.“ Das alles ist zwar schon länger bekannt, wird aber erst in der Spielzeit 2017/2018 konsequent durchgezogen an der Lohmühle. „Der Verein und die Hauptverantwortlichen haben das so beschlossen. Alle waren in diesen Vorgang involviert, tragen das mit. Nachwuchstalente haben jetzt eine gute Chance nicht nur viel zu lernen, sondern sich auch über die U21 für mehr anzubieten.“

Das dabei auch der eine oder andere Härtefall beim „Personal“ auftritt, so wie zum Beispiel bei Ramyar Ismail (29 Jahre), der in Kiel lebende Iraker war in der letzten Spielzeit zwischenzeitlich von der Reserve sogar in den Regionalligakader (3 Einsätze) aufgerückt, lässt sich nicht vermeiden. „Wir wollen diesen Schritt machen. Da passiert es nun halt, dass ältere, etablierte Spieler nicht mehr in das Vorhaben passen, obwohl sie von der Spielstärke her uns sicherlich weiterbringen würden. Doch auch wenn es eine schöne Zeit mit den Spielern die uns jetzt verlassen haben war, das alles tolle Jungs sind, trennen sich nun die Wege“, weiß der Cheftrainer des VfB II.

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