Eutin – Zwei absolut unterschiedliche Halbzeiten gab es am Samstag in der Regionalliga-Partie Eutin 08 gegen VfB Lübeck zu sehen. Die Gäste gewannen mit 4:2 (4:0) und lieferten eine perfekte erste Halbzeit ab, in der sie brutal effektiv waren.

Die erste Chance ging auf das Konto der Gastgeber. Stahl (7.) kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, feuerte aber am langen Pfosten vorbei. Dass wahrhaftig Feuer in der Partie war, merkte man am Einsatz beider Teams und auch an der Seitenlinie war man nicht zimperlich mit Nettigkeiten. Nach einer Viertelstunde das erste Mal der VfB vor dem Eutiner Tor. Halke mit einem langen Ball auf Noel, bei dem sich Bohnsack verschätzte. Der Lübecker hatte nur noch Weidner vor sich und schob das Leder ins lange Eck zur Führung. Auf der anderen Seite hatte Stahl (21.) den Ausgleich auf dem Fuß, wurde blitzschnell von Bork bedient. VfB-Keeper Gommert war auf dem Posten. Dafür lief es bei den Grün-Weißen glücklicher. Wieder kam Noel an das Leder, ließ Rave aussteigen und zog von der Strafraumkante ab. Der Ball ging an den Pfosten und Unglücksrabe Bohnsack stolpert das Leder ins Netz. Das Team von 08-Coach Brunner gab nicht auf, versuchte es über Bork (30.), Stahl (33.), Voß (34.) Steinwarth (35.), doch Gommert war mehr als aufmerksam und entschärfte die Szenen. Wie es ist, effektiv zu sein, zeigte der Gast auf: Noel durfte Isitan (40.) in der Mitte bedienen und der schob zum 3:0 ein. Kurz vor der Pause traf Thiel (45.) ebenfalls. Wie er den Ball mit der Hacke ins Netz beförderte war ihm wohl selbst nicht ganz klar, aber eine halbhohe Hereingabe landete bei ihm und im Kasten von 08. Mit einem Sahne-4:0 für Lübeck ging es in die Kabinen.

Im Eutiner Teil der Katakomben wurde es laut und Brunner appellierte an die Ehre seiner Spieler, die auf dem besten Weg waren, sich abschießen zu lassen. Es half und die über 1.800 Zuschauer sahen eine ganz andere Eutiner Auswahl in der zweiten Halbzeit. Stahl (52.) lief alleine auf Gommert zu, der ihn aber abdrängte. Die Lübecker nun viel zu passiv, überließen den Hausherren das Feld. Und Stahl (53.) nutzte gleich die nächste Möglichkeit zum 1:4. Mit einem satten Linksschuss ließ er Gommert keine Chance. Die Eutiner setzten sich in der Lübecker Hälfte fest, erspielten sich diverse Chancen: Die größte davon hatte Petrick (kam für Hübner nach der Pause und belebte das Spiel nach vorne). Er schoss in der 65. Minute aus acht Metern knapp am langen Pfosten vorbei. Für neue Hoffnung war Bork (82.) zuständig. Er hämmerte die Kugel direkt unter die Latte zum 2:4. Eutin wie entfesselt. Ein Stahl-Schuss (87.) wurde nur durch ein Lübecker Bein am Einschlagen im Netz gehindert und eine Minute später war es ein Stahl-Hammer, bei dem sich Gommert mit einer Glanzparade auszeichnete. Das wars dann auch und der VfB Lübeck nahm aufgrund einer grandiosen ersten Halbzeit drei verdiente Zähler vom Waldeck mit, sprangen dadurch an die Tabellenspitze.

Tore: 0:1 Noel (16.), 0:2 Bohnsack (25., Eigentor), 0:3 Isitan (40.), 0:4 Thiel (45.), 1:4 Stahl (53.), 2:4 Bork (82.)

Zuschauer: 1.853 (Saisonrekord in Eutin)

So spielte Eutin: Weidner, Rave, Steinwarth (83. Borchadt), Hübner (46. Petrick), Kaps, (75. Tobinski) Bork, Bohnsack, Glosch, Stahl, Voß, Wölk
So spielte Lübeck: Gommert, Gomig, Wehrendt, Nogovic (78. Queckenstedt), Noel, Sirmais, Deichmann, Thiel (61. Richter), Isitan, Gebissa (85. Dippert), Halke

Weitere Ergebnisse:

Hannover II – Jedeeloh 0:1
Rehden – Weiche 3:1