DFB-Stützpunkt-Trainer Dirk Relling erläutert einer der beiden Trainer-Gruppen mögliche Trainingsabläufe während der Corona-Zeit. Foto: VfL
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Bad Oldesloe – Der Fußball ist der Lieblingssport der Deutschen. Es ist nicht verwunderlich, dass viele Fußballbegeisterte bereits mit den Hufen scharren. Der Deutsche Fußball-Bund und auch der Schleswig-Holsteinische Fußballverband haben ein Konzept mit Leitlinien für Sportler und Trainer sowie Vereine entwickelt.

Auch beim VfL Oldesloe, der eine der größten Fußball-Sparten in Schleswig-Holstein hat, macht man sich Gedanken. „Man muss sehr viel beachten. Etwas, was früher beim Training selbstverständlich war, darf man nun erstmal nicht mehr. Das ist für Spieler, Eltern, Trainer und Vereine eine ganz neue, besondere Situation“, bringt es Nico v. Hausen, Pressewart der Fußballabteilung des VfL Oldesloe, auf den Punkt.

Um die Vereine und Trainer zu unterstützen, zeigten die DFB-Stützpunkttrainer Oliver Voigt, Dirk Relling und André Heitmann auf dem Sportplatz Wendum in Bad Oldesloe, wie so ein Trainings-Re-Start für Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pause aussehen kann. Sie begrüßten viele teilnehmende Trainer aus verschiedenen Vereinen, die im nötigen Abstand das Geschehen verfolgten.

Da die Umkleideräume bis auf Weiteres noch geschlossen bleiben sollen, kommen die Sportler bereits umgezogen zum Training. Die Distanz-Regeln müssen eingehalten werden, Körperkontakte unterbleiben. In den Trainingsgruppen sollen maximal fünf Personen sein, die auch nicht wechseln. Gerade Angehörige von Risikogruppen müssen besonders geschützt werden. Für die Trainer auch ein gehöriger Mehraufwand, denn ein Risiko-Fragebogen für jeden Trainings-Teilnehmer muss vor jedem Training ausgefüllt vorliegen. Der Materialkontakt wird minimiert. Bälle bekommen die Sportler zugewiesen, nur der Trainer fasst die Trainings-Utensilien wie Hütchen und Stangen an. „Da kann man Mannschaft-übergreifend zusammenarbeiten und zum Beispiel den Dribbling-Parcours für die nächste Mannschaft gleich stehenlassen. So fasst man die Sachen nicht oft an“,  so Oliver Voigt.

Als Schwerpunkt sollen Basistechniken gelehrt werden. „Dribbling, Ballverarbeitung, Pass oder Torschuss. Auch kleine technische Wettbewerbe wie Fußballtennis sind möglich“, gibt Dirk Relling einen Einblick in die Trainingsgestaltung. Gerade Zweikämpfe, die den Fußball ausmachen, fallen nun erstmal weg.

Im Anschluss an die Ausführungen zu den Regeln gaben die DFB-Stützpunkttrainer anhand eines kleinen Demo-Trainings Ideen preis, wie man auch in Corona-Zeiten trainieren kann. Die Trainingsgruppen sind dauerhaft fest zugewiesen und dokumentiert. Gerade ein heilloses, enges Durcheinander laufen soll erst gar nicht aufkommen. Doch auch die Spieler müssen sich an neue Verhaltensregeln gewöhnen. Mit grippalen Symptomen soll man nicht zum Training gehen, Fahrgemeinschaften fallen weg, der Fragebogen muss vor jedem Training ausgefüllt werden, das Duschen fällt weg und die eigene beschriftete Trinkflasche soll mitgebracht werden. Nach dem Training muss das Sportgelände direkt auf den ausgewiesenen Wegen verlassen werden und die Eltern der fußballbegeisterten Sprösslinge müssen Abstand zu Trainern und Spielern halten.

Auch für die Vereine hält der Re-Start des Fußballtrainings viele Neuerungen bereit. „In unserer Fußball-Abteilungsleitung haben wir uns in einer Videokonferenz schon intensiv darüber  ausgetauscht“, berichtet Nico v. Hausen. Erste Ergebnisse kann der VfL Oldesloe auch schon vorweisen. Auf dem Sportplatz Wendum gibt es nun einen separaten Ein- und Ausgang. „So kommen sich die Kinder und Jugendliche auf ihren An- und Abfahrtswegen nicht zu dicht in die Quere“, erläutert er. Sie sind klar gekennzeichnet. Schilder geben weitere Hinweise preis. Ein großer Aufwand und viel Verantwortung für Verein und Trainer. „Doch unsere Fußball-Sparte weiß auch um die soziale Verantwortung und wir wollen versuchen, dass sich unsere fußballbegeisterten Sportlerinnen und Sportler wieder an der frischen Luft bewegen können. Der Re-Start wird aber häppchenweise vonstatten gehen“, so von Hausen abschließend. (PM)

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