Ratekau/ Bad Oldesloe – Durch den Spielausfall des Spitzenreiters TuRa Meldorf bei Neuenbrook-Rethwisch konnten die Frauen der SG Ratekau-Strand 08 nach einem Auswärtserfolg in Kiel beim MTV am ersten Rückrundenspieltag der Frauen-SH-Liga wieder die Tabellenführung übernehmen. Der FFC Oldesloe dagegen konnte sich im Abstiegskampf bei Konkurrent Rot-Schwarz nichts Zählbares ins Gepäck stecken und fuhr enttäuscht wieder nach Hause und belegen weiterhin den letzten Tabellenplatz mit inzwischen fünf Punkten Abstand zum rettenden Ufer.

Kieler MTV – SG Ratekau-Strand 08 0:4 (0:1)

Die Ratekauerinnen reisten mit einem dezimierten Kader in Kiel an. Schuld waren vor allem Schule und Prüfungstermine. Die Anfangsphase war geprägt von offensiven Aktionen, die auch mit einem Torschuss endeten, jedoch konnte keiner dieser Bälle im gegnerischen Tor verwandelt werden. In der Folge setzte der Kieler MTV den Angriffen der Ratekauerinnen wieder mehr entgegen und es fiel den Gästen sichtlich schwer ihr gewohntes Spiel in aller Gänze durchzuführen. „Die erste Halbzeit war von mangelnder Konzentration geprägt und so fanden die Pässe oft nicht den gewünschten Adressaten“, so Trainer Passow nach dem Spiel. Auf dem tiefen Platz fiel es beiden Mannschaften schwer gelungene Spielzüge „aufzuziehen“, wobei die Kielerinnen auch eher auf ihre Defensivleistung konzentriert waren. Nach einer Ecke durch Stefanie Lumma, in der 45. Minute, fiel Sina Timm der Ball vor die Füße und diese konnte durch einen Dropkick den Ball zum 1:0 für die Gäste im Kieler Gehäuse versenken. Die Mannschaft der SG Ratekau- Strand 08 kam wie ausgewechselt aus der Kabine und zeigte nun plötzlich wieder, warum dieses Team zu Recht zur Spitzengruppe der höchsten Liga im Bundesland gehört. Den Zuschauern bot sich von nun an ein Kombinationsspiel gewohnter Qualität seitens der Ratekauerinnen. Es wurde mit wirksamen Seitenwechseln versucht in die gut stehende Kieler Defensive vorzudringen. Über die Außenspielerinnen Stefanie Lumma und Anna-Lena Vasel konnten somit einige sehenswerte Spielzüge ausgeführt werden. So verwunderte es auch nicht als in der 55. Minute als Anna-Lena Vasel auf der linken Außenbahn die Grundlinie entlang ‚marschierte‘ und als Abnehmerin in der Mitte Stefanie Lumma per Volleyschuss zum 2:0 erhöhte. Die Partie entwickelte sich nun mehr zu einem einseitigen Angriff der SG Mädels, wobei Kiel weiterhin versuchte ein höheres Ergebnis zu verhindern. Die Abwehrspielerinnen konnten die Außen weiter gut in Szene setzen und im zentralen Mittelfeld wurden wieder viele Zweikämpfe gewonnen. In der 61. Minute konnte Sina Timm ihren zweiten Treffer der Partie verzeichnen. Michelle Osting brachte aus dem Halbfeld eine ‚butterweiche‘ Flanke in den 16er der Kielerinnen, Timm konnte in dieser Szene wiederholt den Ball einnetzen als dieser ihr vor die Füße im Strafraum fiel. Zum finalen Endstand der Partie belohnte sich Anna- Lena Vasel nach einer guten zweiten Halbzeit in der 89. Minute, die nun ihrerseits eine Flanke von Lumma als Volleyschuss in das Gehäuse der Gegner schoss und somit auf 4:0 erhöhte.
„Nach einer schwachen Anfangsphase haben wir in der zweiten Halbzeit wieder klar das Zepter in die Hand genommen und zeigten, dass wir uns auf den Gegner und die Platzverhältnisse besser eingestellt haben“, so Andreas Passow nach den drei Punkten, die die SG Ratekau- Strand 08 zurück an die Tabellenspitze manövriert haben, da TuRa Meldorf und Klausdorf zwar punktgleich sind, jedoch die SG mit dem besten Torverhältnis der Liga das Feld anführt.

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Rot-Schwarz Kiel – FFC Oldesloe 3:0 (1:0)

Der FFC musste gegen Rot-Schwarz Kiel, einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, eine schmerzliche 0:3 Niederlage hinnehmen. In einer von kämpferischen Akzenten geprägten Partie fehlte den Oldesloerinnen die Effektivität und der Spielfluss, um die Partie für sich zu entscheiden.
Mit zwei Punkten Vorsprung in der Tabelle lag Rot-Schwarz vor dieser Partie  in unmittelbarer Reichweite und bei gleichzeitiger Niederlage von Bösdorf würde der FFC erstmals die Abstiegsränge verlassen. Es ging also um wertvolle Punkte.  Doch in den ersten Minuten der Partie war das Team von der Förde druckvoller und drängte die Oldesloerinnen in die eigene Hälfte. Der FFC musste in dieser Phase alles in die Defensive werfen und schaffte es nicht, sich nach vorne zu befreien. Rot-Schwarz konnte jedoch keinen Nutzen daraus ziehen und so blieb es erst einmal torlos. Die Oldesloerinnen versuchten weiter, einen Weg in das Spiel zu finden, konnten aber nur ansatzweise Akzente in der Offensive setzen. Kiel tauchte immer wieder tief in der Oldesloer Hälfte auf und wurde  dafür in der 24.Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Anschließend gelangen dem FFC bessere Vorstöße in die Hälfte von Rot-Schwarz, doch  richtige Torchancen waren Mangelware. Rot-Schwarz hingegen konnte sich  zwar nur noch wenige, aber dafür brandgefährliche Torchancen erspielen, es fehlte jedoch die Effektivität im Torabschluss. Es blieb daher beim 0:1 Pausenstand aus Sicht des FFC.
In den ersten Minuten der zweiten Hälfte gestaltete sich das Spiel dann ausgeglichener. Beide Teams zeigten sich kämpferisch und suchten den Weg in die gegnerische Hälfte. Die Defensivreihen leisteten ganze Arbeit und es entstanden auf beiden Seiten weitere Chancen für einen Treffer, doch der Ball fand erst einmal nicht den Weg über die Linie. Die Oldesloerinnen schöpften wieder mehr Hoffnung,  doch die währte nur kurz, denn durch Treffer seitens Rot-Schwarz in der 54. und 58.Minute musste der FFC innerhalb von nicht einmal fünf Minuten einen Doppelschlag hinnehmen.
Doch die Oldesloerinnen gaben sich nicht auf und hielten weiter kämpferisch dagegen. Doch es kam auch noch das Pech hinzu. Kurz nach den beiden Kieler Treffern verhinderte der Pfosten den Anschlusstreffer durch den FFC.  Die Partie blieb bis kurz vor Schluss weiterhin ausgeglichen.   
In den letzten Minuten war Rot-Schwarz dann noch einmal drückender, konnte jedoch keinen weiteren Treffer folgen lagen, so dass es beim 0:3 aus Sicht des FFC blieb.
Aufstellung:  Jasmin Schönfeld, Kira Niemann, Wencke Schölermann, Vanessa Plötz (68.Sarah Sowa), Angelina Henke (78.Maxine Frey),  Sarah Sowa (16.Maxine Frey, 45.Maresa Rockschies), Maresa Rockschies (21.Vanessa Vonau, 84.Vanessa Plötz),  Merle Horstmann, Jule Steinbrecher, Marieke Hagelberg, Marieke Sucker (26.Svea Sievers, 52.Marieke Sucker, 75.Svea Sievers)

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