30 Tore: Tag der deutlichen Zerlegungen

Preußen und Phönix II an der Feiertagsspitze

Domingo Arlandi (Eichholzer SV) im Laufduell mit Benedikt Weissleder (Breitenfelder SV). Foto: Andreas Schock

Lübeck – Preußen Reinfeld ist der Feiertags-Spitzenreiter in der Landesliga Holstein. Die Stormarner gewannen bei Mitabsteiger Eutin 08 sehr deutlich. Dabei war Dennis Lie dreifach für die Gäste erfolgreich. Ein Tor mehr setzte Vico Dombrowski für den 1. FC Phönix Lübeck II drauf. Der 21-Jährige wechselte erst im vergangenen Sommer vom SV Eichede zur Travemünder Allee, zerlegte seinen Ex-Club fast im Alleingang. Die KT überholte Sereetz, HU sprang auf die vier und Schlusslicht Breitenfelde bleibt ganz unten. Für die Lauenburger war in Eichholz schon nach 21 Minuten klar, dass es dort nichts zu holen gab. Zu diesem Zeitpunkt führte die Lübecker bereits 4:0. Bis zum Abpfiff fielen jedoch noch weitere Treffer und Oskar Sulinski fand danach trotzdem noch ein paar Worte des Glückwunsches an die Sieger. Das muss man dem BSV-Coach hoch anrechnen, denn es war für sein Team die sechste Niederlage im sechsten Saisonspiel. Damit ist die achte Runde der Liga beendet – und zwar eine mit 30 Toren. Am Sonntag gibt es keine Spiele mehr. Der Feiertag kann kommen.

Sereetzer SV verliert drei Punkte und rutscht ab

Der blaue Brief vom Verband kam die Tage beim Sereetzer SV reingeflattert. Drei Punkte Abzug wegen Nichterfüllens des Schiedsrichtersolls. Das bedeutet für die Ostholsteiner statt elf Zähler und Rang vier Platz neun und nur noch acht Punkte. Alle anderen Teams in dieser Staffel bekamen keine Strafe.

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Die Stimmen nach dem Spieltag

Eutin 08 – Preußen Reinfeld 1:5 (1:2)

Dennis Jaacks (Eutin): „Das war sicherlich ein bitterer Nachmittag für uns. Das Ergebnis hört sich schlimmer an, als es über weite Strecken war. Wir sind per Einzelaktion in Führung gegangen, investieren danach eine Menge und verteidigen leidenschaftlich. Der Druck wurde größer und bitter, wie die beiden ersten Gegentore fallen. Da hätten wir mehr Präsenz gebraucht. Wir kommen anständig aus der Pause, spielen aber unsauber zwei Riesen-Möglichkeiten aus. Reinfeld hat es uns dann vorgemacht, wie es geht. Ich denke, mit zwei Toren weniger bilden wir den Spielverlauf realistischer ab. Reinfeld hat sich als gestandenere Männermannschaft präsentiert, verdient gewonnen und gezeigt, dass sie Titelfavorit sind. Gratulation dazu.“

Pascal Lorenz (Reinfeld): „Riesen Kompliment an unsere Truppe. Wir sind mit einem dezimierten Kader in Eutin angetreten und jeder einzelne, einschließlich der Spieler aus unserer zweiten Herren, hat hier eine richtig gute Leistung abgeliefert. Wir haben den Gegner nie richtig ins Spiel kommen lassen und auch durch ein wenig Spielglück, nämlich die Tore zu den richtigen Zeitpunkten, den Gegner in die Knie gezwungen. Auch in der Höhe ein verdienter Sieg, wir genießen jetzt die Momentaufnahme.“

Kaltenkirchener TS – Sereetzer SV 3:1 (0:0)

Boris Völker (Kaltenkirchen): „Ich denke, wir waren über die 90 Minuten die bessere Mannschaft und haben in der zweiten Halbzeit folgerichtig das 1:0 gemacht. Dann noch das 2:0 und Sereetz bekam wegen einer Tätlichkeit einen Platzverweis. Das spielte uns natürlich in die Karten, doch trotz unserer Überzahl hatten wir fünf Minuten so einen Schlendrian drinnen, wo wir das Gegentor bekommen. Wir wachten wieder auf und zogen unseren guten Fußballstil durch. Der Matchplan von Rene und Schumi ging wunderbar auf. Deswegen denke ich, dass wir einen verdienten Sieg eingefahren haben.“

Andre Frese (Sereetz): „Wir kommen schwer ins Spiel und spielen insgesamt keine gute erste Halbzeit. Nach der Pause sind wir besser im Spiel und machen das vermeintlich reguläre 1:0, was aufgrund eines angeblichen Stürmerfouls zurückgepfiffen wird. Dann trifft Kaltenkirchen mit einem absoluten Sonntagsschuss in unserer Drangphase aus 20 Metern zum 1:0. Kurz darauf wird Burkhard vom Platz gestellt, ob berechtigt oder nicht lassen wir unkommentiert. Wir bleiben trotz Unterzahl gut im Spiel und bekommen dann 15 Minuten vor Schluss das 0:2. Aus unserer Sicht nach Foul an Klassen, kommen noch zum 1:2, aber fressen dann in der Schlussphase noch das 1:3.“

Phönix Lübeck II – SV Eichede 5:3 (2:1)

Gabriel Lopes (Phönix): „Ein Spitzenspiel was den Namen auch verdient hat, für die Zuschauer heute ein absolut geiles Spiel. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und bis zur letzten Minute um jeden Ball gekämpft. Wir geraten wie gegen Sereetz leider früh in Rückstand, schaffen es aber diesmal eine klare Reaktion zu zeigen und drehen das Spiel noch vor der Pause. Die zweite Halbzeit hat dann gezeigt, dass eine Spitzenmannschaft wie Eichede jeden Fehler und Unachtsamkeit eiskalt bestraft. Die zwei Gegentore innerhalb von zwei Minuten dürfen so niemals passieren und zeigt aber auch wie unerfahren und jung die Mannschaft teilweise ist. Am Ende ziehen wir den Kopf noch aus der Schlinge und gewinnen in unseren Augen aufgrund des Willens und einer überragenden Mannschaftsleistung verdient das Spiel. Auch sehr positiv zu erwähnen das tolle Schiedsrichtergespann heute. Eichede wünschen wir weiterhin viel Glück.“

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Sebastian Fojcik (Eichede): „Kompliment an meine Mannschaft, die heute in einer komplett neuen Zusammenstellung auf dem Platz stand, alles gegeben hat und nie aufgesteckt hat. Um in Spitzenspielen zu bestehen, braucht man etwas Spielglück und auf alle Positionen eine Topleistung. Entscheidend war aus meiner Sicht der Treffer zum 3:4, der in einer Phase fällt als wir die Gelegenheit hatten das Spiel komplett auf unsere Seite zu ziehen. Phönix II hat heute aus einem intensiven Schlagabtausch mehr Tore gemacht. Das muss man akzeptieren.“

SV Henstedt-Ulzburg – Hagen Ahrensburg 2:0 (0:0)

Christian Pusch (Henstedt): „Wir wirkten nach dem langen Pokalabend etwas müde und hatten Probleme, Geschwindigkeit in das Spiel zu bekommen. Wir haben oft einfache Lösung mit langen Bällen gesucht und so ein unattraktives Spiel angeboten. Über das gesamte Spiel hatten wir mehr vom Spiel und auch ein Chancenplus, so dass wir aus meiner Sicht verdient gewonnen haben. Die beiden Mannschaften haben ein überwiegend faires Spiel geboten. Ich wünsche dem SSC Hagen weiterhin alles Gute.“

Aydin Taneli (Ahrensburg): „Das war eine unglückliche Niederlage für uns, dabei war in der ersten Halbzeit vieles von einer Rutschpartie geprägt. Da hatten wir wohl nicht das richtige Schuhwerk dabei und der Rasen war durch die Nässe extrem glatt. Da hatten beide Mannschaften kaum Spielfluss. Nach der Pause haben wir gut begonnen und hatten unsere Möglichkeiten, die wir gnadenloser ausnutzen hätten müssen. Das haben wir nicht gemacht. Dann ist der Gegner Rechtsaußen weggebrochen, hat den Ball scharf in die Mitte gespielt und so kam das Eigentor zustande. Wir haben danach aufgelöst und alles nach vorne geworfen, kassieren so einen Konter zum 0:2. Da war mehr drinnen. Wir müssen zu unseren Stärken finden und werden daran arbeiten müssen.“

Eichholzer SV – Breitenfelder SV 8:2 (4:0)

Michael Ahrens (Eichholz): „Heute hat die Mannschaft eine absolute Mannschaftsleistung gezeigt. Wir haben von Minute eins angezeigt, dass wir heute die drei Punkte haben wollten. Das Ergebnis hat gezeigt, dass die Jungs es absolut wollten. Die zwei Gegentore hätten wir natürlich gerne verhindert, aber so ist Fußball. Vielen Dank an Breitenfelde für das faire Spiel. Nun liegt der Fokus auf unser nächstes Spiel in Eichede, da wollen wir unsere Leistungen bestätigen.“

Oskar Sulinski (Breitenfelde): „Glückwunsch an Eichholz.“

Der 8. Spieltag (1.10.)

Eutin 08 – Preußen Reinfeld 1:4
Kaltenkirchener TS – Sereetzer SV 3:1
Phönix Lübeck II – SV Eichede 5:3
SV Henstedt-Ulzburg – Hagen Ahrensburg 2:0
Eichholzer SV – Breitenfelder SV 8:2
Spielfrei: Büchen-Siebeneichener SV

Die Tabelle

1.SV Preußen 09 Reinfeld722 : 1015
2.1. FC Phönix Lübeck II820 : 1315
3.SV Eichede II715 : 914
4.SV Henstedt-Ulzburg712 : 1111
5.Eutin 08817 : 1610
6.Kaltenkirchener TS612 : 1110
7.SSC Hagen Ahrensburg713 : 1310
8.Eichholzer SV819 : 189
9.Sereetzer SV712 : 118
10.Büchen-Siebeneichener SV710 : 194
11.Breitenfelder SV66 : 270

Bildquellen

  • Arlandi: Andreas Schock
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