Kiel – 8.404 Zuschauer sahen die Partie im Kieler Holstein-Stadion, in der die Gastgeber ihren Fluch gegen den SV Sandhausen besiegen wollten, gegen den sie noch nie gewinnen konnten.

Die Gäste versteckten sich zunächst nicht und kamen bereits in der 2. Minute aussichtsreich vor das Kieler Tor. Der Ball ging aber vorbei. Mit der ersten Standard-Situation ging Holstein dann in Führung. Einen Freistoß von Alexander Mühling köpfte Kingsley Schindler aus fünf Meter ein. Danach entwickelte sich ein zähes Spiel. Sandhausen stand mit zwei Viererketten vor dem Strafraum und wartete auf gelegentliche Kontermöglichkeiten, Holstein versuchte, den Gegner zu locken. In der 33. Minute erhöhte Kiel auf 2:0. Jae Sung Lee schaltete schneller als Keeper Niklas Lomb und die Sandhausener Verteidiger und brachte einen Pass in die Spitze im Tor unter. Die gefährlichste Chance der Gäste entschärfte Kenneth Kronholm in der 41. Minute gegen Rurik Gislason, dessen Schuss er stark abwehrte.

Holstein kam besser aus der Kabine. In der 51. Minute hatten die Gastgeber den Torschrei schon wieder auf den Lippen, aber David Kinsombi köpfte die butterweiche Flanke von Schindler neben das Tor. Zwei Minuten später hatte Felix Müller auf der Gegenseite eine gute Möglichkeit, aber Kronholm parierte zur Ecke. Insgesamt wurde die Partie munterer, da auch die Gäste mehr nach vorne spielten. Aufregung dann in der 80. Minute als Kronholm riskant sein Tor verließ, über laufen wurde, die Gäste aber den Ball nicht im Tor unterbringen konnten. Kurz danach fiel dann der Anschlusstreffer durch Schleusener (84.), der eine Flanke einköpfte. Die Gäste drängten danach auf den Ausgleich und die Holstein-Abwehr geriet unter Druck. Ein Standard der Gäste brachte noch einmal Gefahr, danach war Schluss.

Holstein Kiel gewann mit 2:1, ohne allerdings besonders zu glänzen. Trainer Tim Walter nach dem Spiel: „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der Leistung meiner Mannschaft nicht unbedingt.“