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Lübeck – Der Frühlingsanfang macht Hoffnung: Mit dem Wechsel der Jahreszeit am Mittwoch sollen auch die Temperaturen steigen und die Niederschläge der vergangenen Tage ein Ende haben. Deshalb dürften am Wochenende auch deutlich mehr Partien ausgetragen werden als in der vergangenen Runde – er waren ja nur zwei statt neun Spielen über die Bühne gegangen. Der 27. Spieltag steht nun ganz im Zeichen des Duells zwischen dem amtierenden Meister und dem Topfavoriten auf den kommenden Titel: In Wolfsburg trifft Spitzenreiter VfL II auf SC Weiche Flensburg 08. Und am Montag gibt es noch einen pikanten Nachschlag beim Spiel VfB Lübeck – TSV Havelse.

BSV Rehden – FC St. Pauli II (Fr., 19 Uhr)

Satte 15 Punkte gewann der BSV (11.) in den vergangenen sechs Partien, er zählt damit zu den formstärksten Teams der Liga. Gerade vier Punkte aus den letzten neun Spielen gewann dagegen der Gast. Als 13. fielen die Hamburger deshalb auch einen Punkt und zwei Plätze hinter den BSV Rehden zurück. Der Gastgeber dürfte also als Favorit in das Flutlichtspiel in den Waldsportstätten gehen.

VfL Wolfsburg II – SC Weiche Flensburg 08 (Sa., 13 Uhr)

Die Teilnehmer des Spitzenspiels zählen zu jenen Mannschaften, deren Partie zuletzt nicht ausgefallen war: Während Weiche dabei das Schleswig-Holstein-Derby gegen Holstein Kiel II gewann (2:1), musste sich der VfL mit 0:1 in Drochtersen geschlagen geben. Was das nun bedeutet? Für Rüdiger Ziehl nicht besonders viel. Zwar nannte der Wolfsburger Trainer die erste Niederlage nach zuvor 22 ungeschlagenen Spielen „ärgerlich“. Aber er ordnete das Ergebnis auch ein. „Im Laufe der Saison hatten wir manchmal auch Glück, gerade wenn wir späte Tore erzielt und Siege errungen haben. Heute war das leider nicht so, es sollte nicht sein“, so Ziehl. Sein Team habe ja immer noch neun Punkte Vorsprung. Man kann wohl davon ausgehen, dass der Spitzenreiter die Niederlage verkraften wird und keinesfalls verunsichert antritt. Das dürfte gegen die seit drei Spielen ungeschlagenen Flensburger aber auch notwendig sein. Ihr Trainer Daniel Jurgeleit konnte jedenfalls gut leben mit den vergangenen Wochen: „Ich bin sehr zufrieden, wie wir in den letzten drei Spielen auftraten und Punkte geholt haben.“ Mit anderen Worten: Es ist alles angerichtet zum Spitzenspiel.

Hamburger SV II – Lüneburger SK Hansa (Sa., 13 Uhr)

Nach den Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Wolfsburg (2:3) und Lübeck (0:2) stehen nur drei Punkte aus drei Spielen in der jüngsten Bilanz des Hamburger SV. Weil das Team von Steffen Weiß mittlerweile auf den zehnten Rang abgerutscht ist – nur drei Punkte vor dem regulären Relegationsplatz – müssen nun weitere Zähler her. Der LSK – als 14. punktgleich mit dem regulären Relegationsplatz – ist allerdings schwer einzuschätzen: Nach vier Niederlagen hatte der Gast beim 1:0 über Holstein II zwar einen Sieg geholt, danach aber mit 1:4 gegen den VfL Wolfsburg II verloren. Zuletzt waren die Lüneburger ebenso wie der HSV zum Zuschauen verurteilt.

1. FC Germania Egestorf-Langreder – Hannover 96 II (Sa., 14 Uhr)

Das Spiel auf St. Pauli wurde abgesagt. Zuvor hatte die Germania beim 1:0 gegen Lupo Martini aber eine drei Spiele währende Negativserie beendet. Das war allerdings auch dringend notwendig, befindet sich der Gastgeber als Neunter (35 Punkte) doch noch in Schlagdistanz zum Relegationsrang 15 (29 Punkte). Dem Gast geht es da schon besser: Nach vier Siegen in Folge hat sich der Siebte (38 Punkte) nun etwas abgesetzt. Den ein oder anderen Punkt will das Team um Christoph Dabrowski allerdings noch holen. Gern auch im Derby bei der Germania.

SV Werder Bremen II – U.L.M. Wolfsburg (Sa., 14 Uhr)

Es ist das erste Spiel nach der Entscheidung: In dieser Woche gab der SV Werder bekannt, dass Sven Hübscher im Sommer gemeinsam mit seinem Assistenten Tobias Helwig nach Münster wechseln wird. „Eine Profi-Mannschaft als Chef-Trainer zu betreuen, ist für mich der nächste Schritt. Das Kapitel Münster beginnt aber erst nach der Saison. Bis zum Saisonende gilt meine Konzentration der U23, damit wir einen erfolgreichen Saisonendspurt hinlegen“, sagte der Trainer, der erst vor rund einem Jahr ins Amt gerückt war. Das Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Wolfsburg ist also der Auftakt zu einer Abschiedstournee. Dabei tritt Werder trotz drei Unentschieden in den letzten drei Spielen als Favorit an. Zu verlieren hat der Gast indes nichts: Bereits 15 Punkte trennen Lupo Martini von einem regulären Nichtabstiegsplatz. So wirklich glaubt niemand mehr an eine erfolgreiche Aufholjagd – aber das hat ja schon so manche Aufholjagd erst möglich gemacht.

FC Eintracht Norderstedt 03 – SpVgg Drochtersen/Assel (So., 14 Uhr)

Noch wartet die Eintracht auf einen Punktgewinn in 2019. Sie belegt derzeit Rang 15, also den regulären Relegationsplatz. Keine Frage: Der Gastgeber muss nun etwas tun, will er nicht in Abstiegsgefahr geraten. Aber wird das ausgerechnet gegen den Sensationssieger des letzten Wochenendes gelingen? Die Spielvereinigung (4.) setzte der Wolfsburger Serie (22 Spiele ungeschlagen) beim 1:0-Heimerfolg ein Ende, befindet sich also in ausgezeichneter Form.

VfL Oldenburg – SSV Jeddeloh (So., 14 Uhr)

Ein interessantes Derby: Gelingt dem VfL (17.) nach nur einem Sieg aus den vergangenen zehn Partien ein Befreiungsschlag? Angesichts eines Rückstandes von 13 Punkten auf den regulären Relegationsplatz wäre ein Heimsieg sicher eine gute Idee. Zumal der Gast auch nicht gerade mit einer breiten Brust antritt. Lediglich einen Punkt gewann der SSV (12.) in den drei Partien dieses Jahres.

Holstein Kiel II – VfB Oldenburg (So., 14 Uhr)

Ein Sieg und insgesamt nur vier Punkte gelangen dem Gastgeber in den vergangenen acht Partien – kein Wunder, dass Holstein II zuletzt auf den sechsten Platz zurückfiel. Beim 1:2 in Flensburg trat die Mannschaft zuletzt aber sehr ordentlich auf. „Für die äußeren Bedingungen war es ein gutes Spiel beider Teams, in dem wir eine gute Leistung gezeigt haben und sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft waren“, lobte Trainer Ole Werner. So gesehen sollte auch gegen den VfB (8.) etwas drin sein, obwohl der Gast angesichts einiger guter Auftritte als formstark gilt.