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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Endlich wieder Fußball auf Verbandsebene und ein fulminanter Start für einige Teams, die sich so ihr Wochenende nicht ausmalen hätten wollen oder können. An der Lohmühle lagen die Gastgeber schon mit 0:3 zurück und hatten am Ende sogar noch den Sieg auf dem Fuß. Ähnlich war es in Bad Oldesloe, wo die Travemünder ins Spiel zurückkehrten. In zwei Ostholstein-Derbys war es einerseits klar und anderswo eigentlich auch, doch es kam zumindest in Pansdorf anders.

VfB Lübeck II – GW Siebenbäumen 3:3 (0:2)

Trotz der unterschiedlichen Ausgangslage hoffen beide Teams auf einen gelungenen Start und mussten sich am Ende mit je einem Punkt zufrieden geben. Schiedlich, friedlich könnte man denken, doch die Gemütslage nach der mit sechs Treffern (darunter zwei Strafstösse) gesegneten Begegnung konnte nicht unterschiedlicher sein. Vielleicht auch nicht so verwunderlich, in Anbetracht der Tatsache, das Siebenbäumen nach einer Stunde noch mit 3:0 den Sieg vor Augen hatte, aber anschließend böse aus seinem „Dornröschenschlaf“ gerissen wurde. Kurz vor dem Ende hatte Dagli sogar noch die Chance völlig frei vor dem GWS-Kasten den Siegtreffer zu erzielen.

Serkan Rinal (VfB Lübeck): „Das 3:3 ist insgesamt ein gerechtes Ergebnis. Wir sind nach dem 0:3 wieder sehr gut zurückgekommen, das spricht für unsere Moral. Schade, dass wir aber zunächst bei den Gegentreffern selbst mitgeholfen haben.  Beim 0:1 patzte leider Keeper Walz, als er versuchte im Strafraum gegen einen Stürmer zu dribbeln und den Ball verlor. Beim 0:2 foult Ozuna nach Querpass in die Mitte im Strafraum. Nach schlechten Abwehrverhalten läuft dann auch noch Mecker alleine auf unser Tor und trifft. Danach sind wir endlich aufgewacht. Nach toller Kombinationen über rechts vollendet  Gottschalk zum 1:3. Dagli verkürzt zudem zum 2:3, ehe Aldermann ein Elfmeter herausholt und das 3:3 macht. Am Ende versöhnlich, denn die Moral stimmte und das spricht für meine Mannschaft.“

Jan Voigt (GW Siebenbäumen): „Wir wussten, dass das schwer werden könnte, Lübeck über eine gute Mannschaft verfügt. Trotzdem darf man eine so deutliche Führung einfach nicht aus der Hand geben.“

Eutin 08 – Sereetzer SV 3:0 (2:0)

Eutin 08 bleibt der ungeschlagene Überflieger in Liga sechs und bewies das in beeindruckender Manier durch das 3:0 gegen Sereetz. Nebenbei wurde auch noch die Erfolgsbilanz auf nun 18 Siege und drei Unentschieden ausgebaut. Während der Anhang der Eutiner bei konsequenter Chancenverwertung auch von einem möglichen, höheren Ergebnis sprach, dem Gegner ein beschränken auf Torverhinderung bescheinigte, redete Norbert Laszig Klartext: „In der ersten Hälfte haben wir überhaupt keinen Zugriff bekommen, verdient zurückgelegen. In den zweiten Fünfundvierzig Minuten konnten wir die Partie offener gestalten, ohne aber wirklich Druck ausüben zu können. Eutin wirkte einfach reifer und eingespielter und hat verdient gewonnen.“

VfL Oldesloe – TSV Travemünde 2:2 (0:2)

Ein Teilererfolg gelang dem TSV Travemünde in Oldesloe. Immerhin etwas, für ansonsten arg gebeutelte Montekicker. So fand Co-Trainer Sven Mielke auch versöhnliche Worte nach dem Unentschieden der besseren Art: „Letztlich muss man sagen, dass wir froh sind, nach dem Rückstand einen Punkt mitgenommen zu haben. Trotz ca. 70% Ballbesitzes in der ersten Hälfte, haben wir auch aufgrund mangelnder Chancenverwertung mit 0:2 zurückgelegen. Das änderte sich zum Glück im zweiten Abschnitt. Jetzt heißt es Mittwoch Pansdorf Paroli zu bieten und weiter zu punkten.“

TSV Pansdorf – Oldenburger SV 2:4 (2:1)

Einen Dämpfer im Aufstiegskampf  erhielt der TSV Pansdorf durch das 2:4 gegen den Oldenburger SV. Dementsprechend angefressen war Coach Dennis Jaacks nach dem Abpfiff im Gespräch mit HL-SPORTS. „Wer am lautesten schreit und am schnellsten fällt kommt eben auch manchmal damit weiter. Das hat der OSV heute schlau gemacht. Schade, denn obwohl wir das wussten, haben wir uns nicht auf deren Spielweise eingestellt. Auch wenn Oldenburg in der 2. Hälfte griffiger und zweikampfstärker war, haben wir bei den Gegentreffern mitgeholfen. Beim 2:2 haben wir schlecht verteidigt, beim nächsten Tor prallt der Ball unglücklich vom Keeper zu Kaps. Brutal: Dann geht auch noch ein Freistoß  von Wölk an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Trotzdem behalten wir Platz 2 weiter fest im Visier.“