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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Einstand nach Maß für Firat Ertekin beim SV Azadi. Der 22-Jährige schloss sich in der vergangenen Woche dem A-Klasse-Aufsteiger an, kam vom VfB Lübeck II und hatte gleich seinen Startplatz sicher. Davon ging SVA-Abteilungsleiter schon im Vorweg aus. Er sollte Recht behalten, denn so einen Granate-Kicker muss man gleich spielen lassen. Erfolgreich war die Idee auch. Bei Viktoria 08 siegte das Hepp-Team mit 4:3. Die Show stahl allerdings Mazlum Yoksul mit drei Toren. Jan Bornemann traf zur Azadi-Führung. Hornberger sagte danach: „Das zweite Spiel, das wir nun 4:3 gewannen. Wir haben gut angefangen, gleich zwei Tore gemacht und waren klar überlegen. Danach haben wir es versäumt nachzusetzen. Kurz vor der Pause erzielte Viktoria den Anschlusstreffer und nach dem Seitenwechselt den Ausgleich. Bis zum Strafraum sah das bei uns danach weiterhin gut aus, nur die Durchschlagskraft fehlte. Man merkte, dass Niwar Yasim verletzt fehlte. Er wird noch zwei Wochen ausfallen. Viktoria hatte gute Chancen, traf zweimal die Latte. In der Schlussphase machen wir dann noch zwei Tore und gewinnen.“  

Azadi-Coach Tarek Hepp zeigte sich überglücklich über die Neuverpflichtung. „Firat hätte mit seiner individuellen Spielstärke sicher in ganz anderen Spielklassen gegen den Ball treten können, doch berufsbedingt kann er den dortigen hohen Aufwand nicht mehr betreiben. Er wird uns auf und auch neben dem Platz auf Grundlage seiner Erfahrung aus seiner bisherigen fußballerischen Vita gut zu Gesicht stehen. Er wird unserer defensive zusätzliche Stabilität verleihen, auch in punkto Spieleröffnung erhoffe ich mir einen deutlichen Schritt nach vorne. Ich bin mir sicher, dass er auch seinen zukünftigen Mitspielern einen deutlichen Schub nach vorne geben kann.“ Hornberger hatte noch einen Zusatz: „Mit Firat haben wir einen weiteren Schlüsselspieler für uns gewinnen können. Man sieht also, dass es immer noch charakterlich einwandfreie junge Spieler gibt, die ohne Geld bereit sind, ihre Freizeit für den Fußballsport zu opfern. Man hat schon gemerkt, dass er ein paar Wochen nichts gemacht hat und leichte Anpassungsprobleme dabei waren. Aber wenn ihr die Pille am Fuß hatte, merkte man schon, dass er besser ausgebildet ist, als andere. Lassen wir ihn mal ein, zwei Wochen mit der Mannschaft trainieren, dann wird das für die A-Klasse eine Mega-Verstärkung sein.“

In der Tabelle führen allerdings zwei andere Teams das Geschehen an. Der SC Rapid II und der TSV Siems haben neun Punkte und somit drei mehr als Azadi. Die haben dafür ein Spiel weniger auf dem Konto. Noch punktlos sind Olympia Bad Schwartau II, MTV Ahrensbök II und der TSV Dänischburg.