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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Derby-Niederlagen (0:2 gegen St. Pauli) abgehakt. Aue kommt am Sonntag (13.30 Uhr) ins Volksparkstadion. Der Hamburger SV ist Tabellenzweiter und will weiter oben dabei sein. Dabei ist Gegner FC Erzgebirge inzwischen keine Laufkundschaft mehr, steht mit elf Punkten ebenfalls oben dabei, hat nur zwei Punkte Rückstand auf die Hamburger.

41.000 Tickets (davon 1.000 in Aue) wurden bereits verkauft und man kann von rund 44.000 Fans ausgehen, die dabei sein werden, wenn der HSV das erste Mal nach der Derby-Pleite wieder um Punkte in der 2. Bundesliga kämpft.

„Eine Derbyniederlage wirkt immer etwas länger, als eine normale Niederlage. Es war ärgerlich. Die Mannschaft ist kritisch mit sich umgegangen und im Training hat man gesehen, dass sie es gegen Aue revidieren möchte“, hakt HSV-Trainer Dieter Hecking das Spiel gegen den Stadtnachbarn ab und meint, dass es möglicherweise Umstellungen geben könnte: „Ich schließe nicht aus, dass es den einen oder anderen Wechsel in der Startelf gibt. Das hat aber nicht zwingend mit dem Pauli-Spiel zu tun. Da muss man auch sehen, wer die letzte Zeit viel gespielt hat. Es gibt Überlegungen, dass auch Mal jemand eine Pause bekommt.“ Aaron Hunt und Martin Harnik sind Optionen für den Anpfiff. Mit beiden kam gegen St. Pauli etwas mehr Schwung in die Offensive. Dabei wäre mehr Erfahrung auf dem Feld. „Uns wurde gegen St. Pauli deutlich vor Augen geführt, dass, wenn wir nicht von Beginn an 100 Prozent geben, es gegen jeden Gegner schwer wird“, so Hecking in der Pressekonferenz am Freitag.

Zum Gegner sagte er: „Wenn ich lese, dass Aue die Überraschungsmannschaft mit elf Punkten ist… das kommt nicht von ungefähr, denn sie ist gewachsen, hat einen Riesen Zusammenhalt, sie lebt Teamgeist vor und genau mit dieser Geschlossenheit wird sie am Sonntag bei uns aufzutreten. Sie sind nicht ungefährlich. Wir müssen davon wegkommen, dass der große HSV Mal ebenso Aue wegschießt und wer mit dieser Überlegung ins Stadion kommt, kann ein böse Überraschung erleben. Darauf können wir immer nur hinweisen. Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir das Spiel gewinnen. Dirk Schuster steht für eine Ordnung auf dem Platz. Aue wählt den spielerischen Ansatz. Das ist nicht nur eine Mannschaft, die auf gut Glück mit langen Bällen agiert. Da sind Spieler unterwegs, die wissen wie es geht. Das ist nicht das Aue, dass man noch von vor fünf Jahren kennt.“

Über einen Einsatz von Timo Letschert meinte er: „Er trainiert seit Mittwoch mit der Mannschaft. Er muss nun das Vertrauen in sein Knie wiederbekommen. Für Sonntag wird es wohl noch nicht reichen.“ Julian Pollersbeck wird in der U21 gegen Eintracht Norderstedt spielen. „Er will auch spielen und hat auf mich in den vergangenen Wochen einen deutlich verbesserten Eindruck gemacht“, begründet Hecking die Entscheidung den inzwischen dritten Torhüter der Rothosen in der Regionalliga spielen zu lassen.

Der FC Erzgebirge Aue kommt mit Dirk Schuster als Cheftrainer an die Elbe. Der 51-Jährige wurde nach der überraschenden Entlassung von Daniel Meyer vor vier Wochen verpflichtet, holte seitdem einen Sieg und ein Unentschieden.