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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Debüt-Tore von Vagnoman und Harnik ebneten den 4:0 (2:0)-Heimsieg des Hamburger SV am Sonntag in der 2. Bundesliga gegen Erzgebirge Aue. Und damit waren die Sachsen noch gut bedient. Auf drei Positionen nahm HSV-Trainer Veränderungen vor. Narey, Jatta und Kinsombi bekamen eine Pause. Dafür durften Hunt, Harnik und Dudziak in der Startelf ran. Die Gäste mussten auf Rizzuto (Gelb-Rot-Sperre) verzichten.

Drei Minuten waren nicht einmal gespielt, da brachte Hunt ein Zuckerpass von van Drongelen in den Fünfmeterraum, doch dort verpasste Hinterseer frei vor dem Auer Tor. Danach behielten die Hausherren zwar das Heft in der Hand, hatten allerdings nicht die Durchschlagskraft. Es war eine Einzelaktion, die zum Führungstreffer für den HSV herhielt. Vagnoman (18.) tanzte vier Sachsen aus, zog von der Strafraumgrenze ab und hatte etwas Glück, dass Daferner den Ball mit dem Rücken abfälschte. Keine Chance für Männel – 1:0 für die Hamburger. Für den 18-jährigen Vagnoman war es das erste Profi-Tor in seiner Kariere. Der Unglücksrabe der Gäste hatte vier Minuten später den Ausgleich auf dem Kopf, doch Heuer Fernandes lenkte diesen zur Ecke. Der HSV legte nach. Van Drongelen hob das Leder über die Auer Abwerhr, wo Harnik auf Hinterseer (32.) ablegte und dieser ganz locker aus Nahdistanz zum 2:0 einschob. Bei fast 60 Prozent Ballbesitz, den die Gastgeber bis dahin hatten, war der Zwischenstand verdient. Drei Minuten vor der Pause gab es eine Kopie zum zweiten Tor. Van Drongelen sah Harnik am gegnerischen Strafrum starten. Dieses Mal schoss der Österreicher selbst, statt auf seinen Landsmann in der Mitte abzulegen. Die Kugel trudelte am langen Pfosten vorbei. Mehr passierte im ersten Durchgang nicht.

Harnik (46.) machte schon kurz nach Wiederanpfiff alles klar. Er schloss erneut einen Heber über die Aue-Abwehr von van Drongelen eiskalt aus spitzem Winkel zum 3:0 ab und erzielte seinen ersten Treffer für den HSV. Damit war die Vorentscheidung gefallen, auch wenn die Gäste noch fast eine komplette Halbzeit Zeit hatten. Sie mussten sich etwas einfallen lassen, um sich noch aus der Affäre zu ziehen. Für Harnik war die Partie nach einer Stunde vorbei. Er machte für Samperio Platz. Und der hatte gleich die Chance auf das 4:0, doch sein Schuss aus 18 Metern ging drüber. Das besorgte Hunt (62.). Der Kapitän bereitete das 4:0 selbst vor, spielte vor dem Strafraum auf Kittel, der zurück auf Hunt und ein Lupfer über Männel brachte weitere Freude in den Volkspark. Der HSV hatte weitere 100-prozentige Chancen. Hinterseer (67.), Kittel (69.) und Hunt (71.) vergaben. Es war der Tag der Debüts, denn Amaechi kam zu seinem ersten Zweitliga-Einsatz. Von Aue war nichts bis wenig zu sehen. Lediglich Krüger (79.) versuchte es mit einem Schuss, der abgeblockt wurde. Die Begegnung plätscherte dem Ende entgegen und die Rothosen rehabilitierten sich für die Derby-Niederlage.

Statistik: 

Hamburger SV – Erzgebirge Aue 4:0 (2:0)
Tore: 1:0 Vagnoman (18.), 2:0 Hinterseer (32.), 3:0 Harnik (46.), 4:0 Hunt (62.)
Zuschauer: 44.021
Hamburg: Heuer Fernandes, van Drongelen, Dudziak (72. Amaechi), Kittel, Hunt, Hinterseer (81. Wood), Leibold, Harnik (60. Samperio), Vagnoman, Jung, Fein
Aue: Männel, Mihojevic, Kalig, Fandrich, Hochscheidt, Baumgart, Riese, Gonther, Daferner (46. Nazarov), Kusic (49. Strauß), Testroet (73. Krüger)