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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Beim Hamburger SV ist seit Mittwoch wieder Training angesagt. Nach dem freien Dienstag ging es für die Zweitliga-Profis mit einer Doppelschicht in die Vorbereitung auf die kommende Begegnung beim SSV Jahn Regensburg (Sonnabend, 13 Uhr). Adrian Fein (Foto) rückt dabei nicht nur wegen seiner guten Leistungen aus den bisherigen Spielen etwas heraus, sondern auch weil er noch in der Vorsaison bei den Bayern spielte – ausgeliehen vom FC Bayern München. Ein Tor für den HSV hat er zwar noch nicht erzielt, aber er sorgte schnell für die Vergessenheit von Orel Mangala, der nach seinem Leihende zurück zum VfB Stuttgart ging.

Dass Fein nun ebenfalls zurückkehrt ist eigentlich so abgesprochen, doch der 20-Jährige scheint möglicherweise bleiben zu können und wollen. „Ich fühle mich in Hamburg sehr wohl. Es ist eine Top-Mannschaft mit tollen Fans und geiler Verein. Die Stadt ist natürlich auch nicht so schlecht. Man kann Hamburg mit Regensburg nicht vergleichen. Das ist eine Studentenstadt, aber da ist alles an einem Fleck und hier ist alles ein Stück weit größer. Die ganze Family wird am Start sein und ich habe schon ein paar Karten bestellt. Ich freue mich alle wiederzusehen. Es ist natürlich schwierig von München nach Hamburg zu kommen und da ist Regensburg ein bisschen leichter“, so Fein.

Er ist nun für das HSV-Trainerteam ein wichtiger Ansprechpartner. „Ich habe generell noch Kontakt zu ein paar Spielern, freue mich auf das Spiel und will unbedingt gewinnen. Ich denke, dass die Regensburger Niederlage in Dresden nichts bei ihnen ändert. Die Mannschaft will immer gewinnen, ist geschlossen und eklig. Das wird für uns eine Mega-Herausforderung. Ich kenne sie ja ganz gut und es wird auf jeden Fall eine starke mentale Truppe auf uns zukommen. Da werde ich unserem Trainer ein paar Tipps geben“, verspricht der Ex-Jahn-Kicker.

Vielleicht gelingt ihm sogar gegen seinen ehemaligen Club ein Treffer. Es wäre sein erstes Tor in der 2. Bundesliga. In 21 Einsätzen für Regensburg gelang ihm das nicht. Und auch beim HSV wartet er noch auf seinen ganz persönlichen Jubel.

Wenn es nach seinem Vater geht, dann bleibt der Junior „da, wo er gerade ist“, wie das Abendblatt in einem Interview herausfand. Einen Haken hat das Ganze allerdings, denn Fein ist dann im letzten Jahr bei Bayern München unter Vertrag und müsste dort erst verlängern, um noch eine weitere Saison verliehen werden zu können. Das soll allerdings sogar bald passieren. Ob ein Kauf des 20-Jährigen für den HSV in Frage kommt, ist aktuell nicht klar. Fakt ist aber: Sportvorstand Jonas Boldt schläft nicht und hatte bisher ein „feines“ Händchen…