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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Was für ein irres Finish zwischen dem Hamburger SV II und dem VfB Lübeck am Sonnabend in der Regionalliga. Zwei Platzverweise und zwei Elfer für die Grün-Weißen innerhalb einer Minute. Am Ende saß einer davon und der Tabellenführer siegte mit 3:2 (2:2).

Im Vergleich zum Sieg gegen Oldenburg vom vergangenen Montag blieben Hebisch und Kim auf der Bank. Dafür rückten Mende und Hoins, der am vergangenen Montag nach seiner Einwechslung eine gute Leistung zeigte, in die Startelf. Arslan spielte, auch wenn das noch zu Beginn der Woche mit einem Fragezeichen versehen war. Bei den Gastgebern stand Profi Pollersbeck wieder im Tor. Auch Ambrosius, der zum erweiterten Zweitliga-Kader gehört spielte beim HSV.

Es sah gut aus, was der VfB an der Hagenbeckstraße ablieferte, hatte die erste Chance durch Riedel (9.), die Pollersbeck zur Ecke lenkte. Die führte zum Tor, weil Hobsch aus Nahdistanz traf. Arslan (23.) sah das Pollersbeck zu weit vor seinem Kasten stand, versuchte es von der Mittellinie. Der Ball fiel allerdings auf das Tor. Bis zur 29. Minute hatten die Lübecker alles im Griff, doch dann zögerte Torwart Raeder etwas bei einer HSV-Ecke und Kabuya stocherte das Leder zum Ausgleich rein. Ein Querpass vor dem eigenen Strafraum führte zum nächsten Gegentreffer. Ulbricht (32.) bedankte sich mit dem 2:1 für die Hausherren. Der VfB war wieder wach und Hobsch (34.) verfehlte den Ausgleich nur knapp mit einem Kopfball. Zwei Minuten später zog Riedel aus spitzem Winkel ab. Da sah Pollersbeck nicht gut aus und die Kugel schlug im langen Eck zum 2:2 ein. Mit dem Pausenpfiff traf Arslan noch den Innenpfosten per Freistoß. Das Leder sprang wieder ins Feld. Pech für den Tabellenführer.

Mit Wiederanpfiff ging es weiter und Deichmann (47.) scheiterte freistehend an Pollersbeck. Die Lübecker waren weiterhin spielbestimmend, alleine ihr dritter Treffer fehlte. Der HSV machte dennoch mit, ließ sich nichts gefallen. Auch nicht als Weißmann (80.) zu hart einstieg. Folge für den Lübecker: Gelb-Rote Karte. Die Gäste nunmehr in Unterzahl, aber nicht ungefährlicher und nach einem Foul an Hebisch an der Strafraumgrenze gab es einen Freistoß für die Grün-Weißen. Der Schuss landete in der Mauer und Limani sah die Ampelkarte. Er bekam den Ball an die Hand. Doch zusätzlich gab es einen Strafstoß für den VfB. Da schnappte sich Malone (88.) die Kugel und scheiterte an Pollersbeck. Was für ein Pech in Unterzahl. Unfassbar, denn eine Minute danach zeigte Schiri Potiyenko erneut auf den Punkt im Hamburger Strafraum. Lübecks Hoins wurde von Ulbricht gefoult. Erneut schnappte sich Malone das Spielgerät und dieses Mal verwandelte er zum 3:2-Siegtreffer.

Die Konkurrenz bleibt den Lübecken weiter auf den Fersen. Wolfsburg II gewann 3:0 gegen Lüneburg und Flensburg besiegte Jeddeloh mit 2:1.

Statistik:
Hamburger SV II – VfB Lübeck 2:3 (2:2)
Tore: 0:1 Hobsch (9.), 1:1 Kabuya (29.), 2:1 Ulbricht (32.), 2:2 Riedel (36.), 2:3 Malone (89. EM)
Gelb-Rote Karte: Weißmann (80. Lübeck), Limani (87. Hamburg)
Zuschauer: 715
Lübeck: Raeder, Weißmann, Arslan (68. Hebisch), Mende, Deichmann (72. Schelle), Malone, Grupe, Hoins, Matovina, Hobsch, Riedel