Lobeca/Homburg
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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Was für ein geiler Typ, der Daniel Franziskus! Das der Vollblutstürmer Lübeck fehlen wird, liegt auf der Hand. Eine Knieverletzung (Knorpelschaden) beendete bekanntlich die Karriere des 28-jährigen. Leider. Trotzdem gehört der Kicker weiter zum VfB, wie Ryan Malone passend kommunizierte. „Wir alle stehen weiter hinter ihm. Er war und ist ein wichtiger Mann bei uns.“ Als Zuschauer in Norderstedt anwesend bekam der „heilige Franziskus“ die geballte Liebe der Grün-Weißen zu spüren. Die Mannschaft trug Shirts mit der Nummer 7, die Fans feierten ihn mit einem Banner (Verein und Kurve sind bei Dir, Dani). Richtig emotional wurde es aber auch schon vor dem Anpfiff. Dort wurde Franziskus, der sich mit seiner Freundin gerade einen Platz auf der Haupttribüne suchte, kalt erwischt von den Lübeckern Fans. Die standen nämlich auf, gaben Standing-Ovations und riefen seinen Namen. Die Reaktion: Daniel konnte seine Tränen nicht zurückhalten, sank halb in die Arme seiner Freundin und in die eines Fans. „Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, das war heftig, ein toller Abschied für mich.“ Ein Abschied? Nein, es gibt Hoffnung, wie Franziskus bestätigte. „Wenn das Gesamtpaket stimmt, kann ich mir gut vorstellen in Lübeck zu bleiben, dort in einer anderen Funktion tätig zu sein. Ich bin zwar erst eineinhalb Jahre hier. Doch es kommt mir vor als wären es 10 Jahre. Die Mannschaft, die Anhänger, alles passt super. Ich fühle mich sehr wohl beim VfB.“ Und was genau könnte sein Aufgabenbereich umfassen? „Mal schauen. Teammanager oder zweiter Co-Trainer, es ist viel vorstellbar.“