Lobeca/Ralf Homburg
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Barmenia Roland Kahl
Lübeck – Der 15. Spieltag der Regionalliga Nord hält ein echtes Spitzenspiel bereit: In Kiel treten der Vierte Holstein II und der Zweite VfL Wolfsburg gegeneinander an. Während der Gastgeber ausgesprochen locker auflaufen dürfte, steht der Gast ein wenig unter Druck: Gelingt dem VfL kein Sieg, könnte sich der VfB Lübeck mit einem Erfolg in Havelse weiter absetzen.

SpVgg Drochtersen/Assel – SV Werder Bremen II (Fr., 19.30 Uhr)

Der Gastgeber litt lange unter verletzungsbedingten Personalsorgen. Sie hinterließen deutliche Spuren, gelangen doch nur fünf Punkte aus den vergangenen acht Partien (1-2-5). Immerhin galt das 0:1 beim HSV II am letzten Spieltag als Folge eines allzu großzügigen Umgangs mit den eigenen Torchancen – die Formkurve zeigt also nach oben. Das lässt sich vom Gast eher nicht behaupten. Nach der überraschenden 1:3-Heimniederlage gegen Eintracht Norderstedt verlor Werder II mit 1:2 beim Spitzenreiter in Lübeck. Zuletzt war das Team spielfrei und fiel auf Rang sieben zurück. Damit trennen die Bremer nur vier Plätze und vier Punkte von ihrem Gastgeber.

Hannover 96 II – Eintracht Norderstedt (Sa., 13 Uhr)

Wie Werder war auch 96 am letzten Wochenende nicht zum Zug gekommen – das Duell der beiden Nachwuchsteams wird am kommenden Dienstag (22.10.) nachgeholt. Zuvor würden die Niedersachsen (13.) natürlich gern ihre vier Spiele währende Negativserie (0-2-2) beenden – und zwar im Heimspiel gegen die Eintracht aus Norderstedt (8.). Der Gast verlor zuletzt zwar mit 1:2 in Lübeck, hatte zuvor aber zwei Siege in Folge gefeiert.

SSV Jeddeloh – Hamburger SV II (Sa., 16 Uhr)

Drei Niederlagen in Serie kassierte der SSV zuletzt. Kein Wunder, dass der Gastgeber auf den 14. Rang zurückfiel, zwei Plätze und einen Punkt hinter dem HSV II (12.). Es geht also um etwas in diesem Duell. Wer als Gewinner den Platz verlässt, wird sich etwas Luft verschaffen. Der Verlierer könnte dagegen auf einen Abstiegsplatz abstürzen. Dabei dürfte der Gast die formstärkere Mannschaft stellen. In den vergangenen drei Partien gewann der HSV sechs Punkte und verlor lediglich beim 2:3 gegen den VfB Lübeck.

TSV Havelse – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)

Der TSV Havelse wartet zwar bereits seit vier Partien auf einen Sieg. Beim 0:0 in Kiel gelang ihm nach drei Niederlagen in Folge aber immerhin mal wieder ein Punktgewinn. Die Formkurve des Tabellenzehnten zeigt also leicht nach oben. Aber ob das reicht im Heimspiel gegen den Spitzenreiter? Beim 2:1 in Norderstedt landete der VfB den vierten Sieg in Serie. Er tritt derzeit ziemlich souverän auf, und daran vermochte selbst die Hiobsbotschaft der vergangenen Woche nichts zu ändern: Aufgrund eines Knorpelschadens im Knie musste Torjäger Daniel Franziskus seine Karriere im Alter von 28 Jahren vorzeitig beenden.

Holstein Kiel II – VfL Wolfsburg II (So., 14 Uhr)

Die kleinen Störche stehen vor einem Spitzenspiel. Ihr vierter Platz und zuletzt drei Partien ohne Niederlage (2-1-0) sorgen zudem für gute Laune. „Wir freuen uns auf dieses Spiel“, sagt Fabian Müller, Kiels Nachwuchsdirektor. Das Team soll nun auch gegen den amtierenden Meister „so erfrischend wie bisher“ antreten. Der Gast (2.) dürfte in jeden Fall mehr zu verlieren haben in diesem Nachwuchsduell, liefert er sich mit dem VfB Lübeck derzeit doch ein enges Rennen um die Spitze. Nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gelang dem VfL zuletzt auch ein überzeugender 5:1-Erfolg gegen St. Pauli II – damit erzielte der Gast nicht weniger als 13 Treffer in den vergangenen drei Partien.

FC St. Pauli II – HSC Hannover (So., 14 Uhr)

Dieses 1:5 in Wolfsburg tat weh, folgte die Niederlage doch auf eine starke Leistung in der ersten Halbzeit. „Gegen einen solchen Gegner so gut zu spielen und am Ende 1:5 zu verlieren, ist bitter“, meinte St. Pauli-Coach Joachim Philipkowski. Seine Forderung: „Wir müssen jetzt positiv weiterdenken und irgendwann die Kurve kriegen.“ Die Hoffnungen des 17. ruhen nun natürlich auf dem Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Hannover. Dabei wird das Kellerduell von einer pikanten Note begleitet: Da diesen punktgleichen Teams bereits drei Punkte zum 16. Heider SV fehlen, geht es zumindest ein bisschen um den Anschluss an den Rest der Liga.

Altona 93 – VfB Oldenburg (So., 14 Uhr)

Das 0:2 gegen den BSV Rehden beendete eine drei Spiele währende Positiv-Serie des Gastgebers (1-2-0). Keine Frage: Der Aufsteiger hat einiges erreicht in den vergangenen Wochen, muss als 15. aber nach wie vor nachlegen. Der Gast aus Oldenburg (9.) tritt nach einem 2:0-Derbysieg gegen den SSV Jeddeloh zum Spiel in Hamburg an – und er beendete dabei eine Serie von drei sieglosen Partien (0-1-2).

Lüneburger SK Hansa – BSV Rehden (So., 15 Uhr)

Die Spitze ist offenbar noch eine Nummer zu groß für den LSK: Dem 0:3 gegen den VfL Wolfsburg (2.) hatte sich zwar ein 2:1 gegen Schlusslicht HSC Hannover angeschlossen. Nun folgte indes ein 1:5 gegen Weiche Flensburg (3.). Nach wie vor gelten die Gastgeber aber als positive Überraschung der Saison, der fünfte Platz spricht in dieser Hinsicht eine ganz deutliche Sprache. Der sechste Rang des BSV Rehden allerdings auch: Beim 2:0 in Altona gelang dem Gast bereits das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage. Er tritt nun zu einem Duell an, das sich als erweitertes Spitzenspiel bezeichnet ließe. In jeden Fall haben die beiden Teams mit guten Leistungen schon mal dafür gesorgt, dass sie die Hinrunde in einigen Wochen wohl ganz ohne tabellarische Sorgen abschließen werden – es könnte also ein spannendes Spiel zwischen zwei entspannten Mannschaften werden.