Lobeca/Andreas Knothe
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Barmenia Roland Kahl

Lübeck – Nachdem der Eichholzer SV bereits am Freitag und die Phönix-Reserve am Sonnabend ihre Partien gewonnen hatten, zog am Sonntag auch der Sereetzer SV mit einem Erfolg in Groß Grönau nach. Die Lücke hinter diesen Teams beträgt jetzt schon elf Punkte. Es folgen der SC Rapid und die Grönauer Eintracht, die beide ihre Begegnungen verloren. Auf dem sechsten Platz findet sich die SG Sarau/Bosau wieder, die beim SC Rapid drei Punkte mitnahm.
Am Tabellenende gab der SV Hamberge nach dem Punktgewinn in Pölitz die Rote Laterne an Borussia Möhnsen weiter.

Die Stimmen zu den Spielen:

SSV Pölitz – SV Hamberge 2:2 (1:0)

Jan-Christian Hack (SSV): „Letztendlich eine nicht unverdiente Punkteteilung. Hamberge hat sich nie aufgegeben, selbst nach dem 0:2-Rückstand. Klar, dass nach dem Anschlusstreffer Hamberge Aufwind bekommt, aber dieses Spiel darfst du dann 15 Minuten vor Schluss nicht mehr aus der Hand geben, egal ob man hätte höher führen müssen oder nicht.“

Matthias Beeck (SVH): „In einem fairen Spiel, mit einem sehr guten Schiedsrichtergespann, trennen wir uns am Ende leistungsgerecht mit einem Unentschieden. Die knappe Pausenführung für Pölitz war für uns noch etwas glücklich, da wir noch einmal Glück bei einem Lattenschuss hatten. Nach der Pause haben wir das Spiel kontrolliert und unsererseits gute Chancen herausgearbeitet. Die eigentlich einzige Chance der Pölitzer führt dann zum 2:0. Trotz dieses Rückschlags hat unsere Truppe dann eine tolle Moral bewiesen und zu keinem Zeitpunkt aufgesteckt. Der verdiente Lohn waren dann die beiden Treffer, die uns zumindest den einen Punkt bescheren und mit dem wir die rote Laterne endlich abgeben. Dieser Punktgewinn zeigt, dass es sich immer lohnt bis zum Ende daran zu glauben und zu fighten. Wir werden uns jetzt die Woche intensiv und gezielt auf die nächste Partie vorbereiten und wollen dann den Aufwärtstrend fortführen.“

Eintracht Groß Grönau – Sereetzer SV 1:4 (0:2)

Dennis Gohr (EGG): „Mit Sereetz trafen wir heute auf die aktuell sicherlich stärkste Mannschaft der Liga, was wir auch von der ersten Minute an zu spüren bekommen haben. Sereetz hat von Anfang an das Spiel bestimmt. Sie standen sehr hoch und haben uns sehr früh unter Druck gesetzt. Leider waren wir insbesondere in der ersten Halbzeit viel zu eingeschüchtert und zu ängstlich und haben uns lediglich auf das Verteidigen konzentriert. Das haben wir auch 35 Minuten relativ gut hinbekommen. Leider haben wir es nur selten geschafft, aus der eigenen Hälfte heraus zu kommen, um für etwas Entlastung zu sorgen. So war es dann nur eine Frage der Zeit, bis wir schließlich durch zwei Standards mit 0:2 in die Halbzeit gegangen sind. In der zweiten Hälfte haben wir dann zwar etwas mutiger gespielt, waren jedoch der heutigen Stärke von Sereetz nicht gewachsen, sodass wir verdient mit 0:3 in Rückstand geraten sind. Durch einen Konter konnten wir dann noch einmal auf 1:3 herankommen und haben dann gemerkt, dass Sereetz etwas nervös und schwächer wurde. Nachdem wir dann jedoch durch einen individuellen Fehler mit 1:4 in Rückstand geraten sind, war das Spiel für uns endgültig gelaufen. Heute waren wir leider chancenlos. Glückwunsch an Sereetz, die mit einer sehr starken Leistung völlig verdient gewonnen haben.“

Florian Germann (SSV): „Wir gewinnen absolut verdient in Grönau mit 1:4. Wir sind von Anfang an die Spiel bestimmende Mannschaft, erspielen uns früh gute Chancen. Durch die Tore von Rimer und Lahrtz (35. und 45.) gehen wir mit der 2:0 Führung in die Halbzeit. Sindi macht mit dem 0:3 (55.) vermeintlich den Deckel drauf, Grönau verkürzt in der 59. Minute aber noch auf 1:3. Lahrtz macht mit dem 1:4 in der 72. dann aber alles klar. Gute Leistung von uns, zu bemängeln ist nur die Chancenverwertung, Grönau hätte sich über zwei oder drei weitere Tore nicht beschweren dürfen.“

SV Schackendorf – SC Rönnau 74 2:0 (1:0)

Thorsten Krämer (SCR): „Schlecht gespielt und verdient verloren. Glückwunsch an den SV Schackendorf, sie wollten den Sieg einfach mehr. Allerdings läuft das Spiel anders, wenn man uns in den ersten fünf Minuten nicht zwei Elfmeter versagt hätte. Ein Alibi darf dies allerdings nicht sein.“

SSC Hagen Ahrensburg – SSV Güster 1:1 (1:1)

Carsten Holst (SSC): „Wir haben verdient unentschieden gespielt. Wir mussten lange Zeit in Unterzahl agieren nach einem Platzverweis. Entsprechend verunsichert war die Mannschaft dann bis zur Pause. Da ist Güster noch mal zu Chancen gekommen. In der 2. Halbzeit haben wir das trotz Unterzahl sehr gut gemacht, müssen dann letztlich mit einem Punkt zufrieden sein. Mehr war leider nicht drin, obwohl Herklotz in der 80. Minute noch einen Freistoß an den Pfosten gesetzt hat.“

SC Rapid Lübeck – SG Sarau/Bosau 2:5 (1:1)

Christian Arp (SCR): „Schade, wir haben gut angefangen und sind auch früh in Führung gegangen. Im Endeffekt hat Sarau taktisch so gespielt, wie wir sie erwartet haben, aber haben dennoch verloren. Zum einen weil sie bei guter Form eine starke Truppe sind, zum anderen weil wir heute viele unnötige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung hatten, die oft auch prompt zu einem Gegentreffer führten. Schade das Anfang der zweiten Halbzeit beim Stand von 1:1 ein elfmeterreifes Foul an Sayilgan nicht gepfiffen wurde, ich schätze, weil er sich nicht hingeworfen hat. Vielleicht wäre es dann anders ausgegangen. Letztendlich war es trotzdem eine verdiente Niederlage durch unsere heute fehlerbehaftete Leistung und das gut durchgeführte Umschaltspiel der Gäste, wenn auch im Ergebnis zu hoch. Gute Besserung wünsche ich Jannick Niebergall, der sich bei einem Zweikampf noch in der ersten Halbzeit verletzt hat und ausgewechselt wurde, ich hoffe es ist nichts langwieriges.“

Jörn Schläfke (SGSB): „Nachdem wir die ersten zehn Minuten etwas Mühe hatten ins Spiel zu finden und nach sechs Minuten nach einem Konter mit 0:1 in Rückstand geraten sind ,haben wir uns kurz geschüttelt und den Ausgleich erzielt. Die erste Halbzeit verlief dann ausgeglichen mit Spielanteilen auf beiden Seiten. Zweite Halbzeit sind wir dann richtig druckvoll aus der Kabine gekommen, waren aggressiv und präsenter als die Lübecker, haben das Heft immer mehr in die Hand genommen. Die Mannschaft hat gemerkt, dass ein Sieg zum Greifen nah war und hat diesen durch eine gute Leistung, bei der alle Spieler alles rein gehauen haben, auch erzwungen. Bei einer geschlossenen Mannschaftsleistung möchte ich Lukas Schultz nicht nur wegen seiner drei Tore herausheben. Leider haben wir aber auch den Sieg mit zwei Verletzungen von Kapitän Lasse Leinweber und Jannick Niebergall teuer bezahlen müssen. Insbesondere bei Jannick Niebergall hoffe ich, dass er nach einem rüden Bodycheck seines Gegenspielers nicht ernsthafter verletzt wurde. Jannick ist vorsorglich ins Krankenhaus gefahren, eine Diagnose steht noch aus.“